Die Ungeheuer am Scheideweg
Er machte die Umbrüche des postkolonialen Afrika zu großer Literatur: Der afrikanische Schriftsteller Chinua Achebe ist im Alter von 82 Jahren gestorben.
Er machte die Umbrüche des postkolonialen Afrika zu großer Literatur: Der afrikanische Schriftsteller Chinua Achebe ist im Alter von 82 Jahren gestorben.
Ein großer Autor, der in Deutschland exzellente Übersetzer fand: Pünktlich zum nahenden hundertsten Geburtstag von Claude Simon liegt nun auch seine Werkausgabe vor.
Leider habe ich es noch nicht geschafft, ein Buch von Mo Yan zu lesen. Er erhält heute den Nobelpreis für Literatur, und er hat ihn vermutlich verdient.
Im Rückblick auf die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an den chinesischen Autor Mo Yan wird in der F.A.Z. vom 17.
Dem Sinologen Göran Malmqvist wird vorgeworfen, er habe als Juror dafür gestimmt, Mo Yan den Literaturnobelpreis zu verleihen, weil er sich davon Vorteile versprechen durfte: Malmqvist ist der schwedische Übersetzer Mo Yans.
Alle reden über China, den Literatur-Nobelpreisträger Mo Yan oder über Lioa Yiwu, den Frankfurter Friedenspreisträger. Wir sollten die Rede mal umdrehen: Was könnte die Chinesen an uns interessieren? Karl Marx etwa?
Mo Yan erhält den Literaturnobelpreis. In seiner Heimat China sind die Reaktionen geteilt: Die Qualität seines Schreibens ist unbestritten, vermisst wird politisches Engagement.
Zwar übt der Nobelpreisträger Mo Yan durchaus literarische Kritik am chinesischen Regime, doch letztlich bewegt er sich in den engen Grenzen staatlicher Zensur.
Der wichtigste Literaturpreis der Welt geht in diesem Jahr nach China. Einer der bedeutendsten Autoren des Landes, Mo Yan, erhält die Auszeichnung.
Es steht gut um die gesellschaftliche Rolle der Literatur, doch schlecht ums Buchgeschäft: Das Buch hat sich vom Leitmedium zum Liebhaberobjekt gewandelt.
Der Stil ist international, die Schauplätze sind es auch: neue Erzählungen der jungen Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie. Sie erklärt eine fremde Welt, die ihr eigentlich selbst fremd erscheint.
Nach seiner umstrittenen Israelkritik nimmt sich Günter Grass in einem neuen Gedicht nun Europas Umgang mit Griechenland vor.
Die Literatur darf ihre Grenzverletzungen auf keinen Fall mit sich selbst ausmachen. Welche Preise noch aberkannt oder eigens geschaffen werden sollten, damit der Lyrikfrühling endlich anfangen kann.
Groß ist die Freude in Schweden, der Heimat des Tomas Tranströmer, über den Literatur-Nobelpreisträger. In Deutschland und zur Buchmesse werden seine Werke nachgedruckt.
Er selbst nannte sich einmal „ein T in der unendlichen Textmasse“: Der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer (80) erhält den Literatur-Nobelpreis.
Noch eine gute Stunde bis zur Verkündung des Nobelpreises für Literatur. Ich will mir nicht ausmalen, wie die Kandidaten die letzten Tage verbracht haben.