Blicke über den Rand der Welt
Den Literaturnobelpreis hat sie sich verdient: Olga Tokarczuks jetzt auf Deutsch erschienene Essays und Reden zeigen eine Schriftstellerin, die höchst reflektiert die Bedingungen ihres Schreibens untersucht.
Den Literaturnobelpreis hat sie sich verdient: Olga Tokarczuks jetzt auf Deutsch erschienene Essays und Reden zeigen eine Schriftstellerin, die höchst reflektiert die Bedingungen ihres Schreibens untersucht.
Die Eroberer wollten die Einheimischen erschrecken und blieben unverständlich: Der deutsche Kolonialismus in Ostafrika bildet den Hintergrund von zwei Romanen des diesjährigen Nobelpreisträgers Abdulrazak Gurnah.
Wie kommt der Rückzug auf Raten des CDU-Chefs in seiner Partei an? Wie geht es in der Regierungskrise in Österreich weiter? Und wer gewinnt den Friedensnobelpreises? Der F.A.Z.-Newsletter.
Bunt gewürfeltes Gepäck und geheime Absichten: Die Schwedische Akademie zeichnet Abdulrazak Gurnah mit dem Literaturnobelpreis aus. Und leistet damit Wiedergutmachung für die Entscheidungen früherer Jahre.
Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an Abdulrazak Gurnah aus Tansania. Das darf man eine Überraschung nennen. Ist das gut oder schlecht? Wenn in der Öffentlichkeit nur die Literatur des Preisträgers zählte, wäre die Entscheidung zu begrüßen.
Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an den tansanischen Autor Abdulrazak Gurnah. Er erhält die Auszeichnung für seine Schilderung des Kolonialismus und der Kluft zwischen den Kulturen.
Keine Garantie auf den Ruhm, aber auch kein Schicksal: Eine Marbacher Tagung erkundet den Literaturnobelpreis.
Die Taten sollen 1965 passiert sein, die Klägerin war damals zwölf Jahre alt und verlangt nun Schadenersatz. Der Sänger weist die Vorwürfe zurück.
Vielen gilt er als größter lebender norwegischer Autor, immer mal wieder wurde er als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Jetzt wird Dag Solstad 80 Jahre alt.
Rodrigo García, der Sohn des kolumbianischen Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez, hat ein beeindruckendes Buch über die letzten Lebenswochen seines Vaters geschrieben.
Eine Fußnote zum Nobelpreis: Der Schriftsteller nimmt Preise entgegen und geht auf Jubeltournee bei den serbischen Freunden.
Der französische Autor Roger Martin du Gard ist ein in Deutschland vergessener Nobelpreisträger. Es ist Zeit, ihn zu entdecken: mit der beklemmenden Broschüre „Maumort und die Nazis“.
Großbritannien ist nicht nur weiß und hetero: Bernardine Evaristos Roman „Mädchen, Frau etc.“ erzählt Geschichten, die der Literatur noch fehlen.
Grenzüberschreitung in enzyklopädischer Leidenschaft als Lebensform hat ihr das Nobelpreiskomitee bescheinigt: Im Erzählband „Die grünen Kinder“ versammelt Olga Tokarczuk wahrlich bizarre Geschichten.
Lustbringend, nicht lehrreich: Der Literaturnobelpreis für die Dichterin Louise Glück würdigt eine Dimension der Weltsprache Englisch, die zwischen Twitter und Popsong schnell übersehen wird: ihre schillernde Kraft kultureller Erinnerungsstiftung in größter Modernität.
Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an die US-Lyrikerin Louise Glück. In ihrer für viele Experten überraschenden Entscheidung erklärte die Schwedische Akademie in Stockholm, damit werde die "unverwechselbare poetische Stimme" der 77-Jährigen gewürdigt.
Nach den Preisen für Medizin, Physik und Chemie hat die Schwedische Akademie nun den Nobelpreis für Literatur vergeben. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr die Amerikanerin Louise Glück.
Literaturpreis-Jurys haben es nicht leicht: Man streitet, wird unter Druck gesetzt, oder der Preisträger lehnt ab. Jetzt kann ein Vorstoß mehrerer Schriftsteller für Entlastung sorgen – in elf und dreizehn Jahren.
Neues von Albaniens bekanntestem Schriftsteller: In Ismail Kadares Prosaband „Geboren aus Stein“ treten Diktatur und Literatur gegeneinander an.
International regt sich Widerstand gegen die Verleihung des Literaturnobelpreises an Peter Handke. Auch das Kosovo hat nun Konsequenzen gezogen.
In Stockholm wurde der 77-jährige Österreicher Peter Handke mit dem Literaturnobelpreis geehrt. Doch die Debatte um seine Auszeichnung reißt nicht ab.
In Oslo nimmt Abiy Ahmed den Friedensnobelpreis entgegen. Und in Stockholm wird Peter Handke mit dem Literaturnobelpreis geehrt. Doch die Debatte um seine Auszeichnung reißt nicht ab – und sie wird sogar vom türkischen Präsidenten befeuert.
Heute wird Peter Handke in Stockholm der Literaturnobelpreis verliehen. Die Debatte über seine Auszeichnung zeigt, wie anfällig selbst solche Milieus für Verschwörungstheorien sind, die sich für aufgeklärt und weltoffen halten.
Seinem Biographen hatte er noch gesagt, er spitze vielleicht Bleistifte in der Pressekonferenz. Peter Handke weicht Fragen aus, er versucht es mit Ironie – und fällt schließlich aus der Rolle.
Am kommenden Dienstag erhält Peter Handke den Literaturnobelpreis. Wofür? Wir betrachten die verschiedenen Aspekte seines Schaffens.
Lange hatte er geschwiegen, nun äußert sich Peter Handke ausführlich. In einem Interview sagt der Literaturnobelpreisträger, es ging ihm bei seinen Einlassungen zum Jugoslawienkrieg um Gerechtigkeit.
Handke hat uns gelehrt, dass Herkunft viel weiter als bloß national gedacht werden muss – sonst kommen die deutschen IS-Kämpfer tatsächlich noch hierher.
Die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan ist zum Opfer von Hetze geworden – wegen Äußerungen in einem Interview, die sie nie von sich gab. Im Interview spricht sie über Hassbotschaften, Todesdrohungen und den Zustand der Türkei.
Sieben Jahre lang währte die wechselseitige Wertschätzung von Tagore und Deutschland. Dann galt der Literaturnobelpreisträger den Nationalsozialisten als „entartet“ – als Maler.
Manfred Bartl ist arbeitslos, für seine monatliche Freizeitgestaltung bleiben ihm 40 Euro. Für eine „Peter Handke Bibliothek“ reicht das nicht. Von unserem Autor fühlte er sich deshalb provoziert. Also trafen sie sich auf der Buchmesse.
In „Die Jakobs Bücher“, dem neuesten Werk der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk, geht es um den Sektierer Jakob Frank. Sein Leben beschloss er in Offenbach.
Der Literaturnobelpreis dient nicht dazu, über das Verhältnis von Literatur und Moral zu diskutieren. Wie kommt man auf die Idee, Schriftsteller hätten angenehme Menschen mit durchgängig einwandfreien Ansichten zu sein?
Wolf Wondratschek hat auffällig wenig Preise bekommen. Im Interview spricht der Schriftsteller über die Anerkennung, die er trotzdem erfahren hat, seinen idealen Leser und gute Autoren.
Der Übersetzer eilt zur Verteidigung: Georges-Arthur Goldschmidt charakterisiert Handke als Dichter der Versöhnung, der die „Mauer der Verhinderung und Bedingungen“ niedergerissen hat.
Mit seinem Roman „Herkunft“ hat Saša Stanišić die Jury des Deutschen Buchpreises überzeugt. In seiner Rede kritisiert er die Auszeichnung Peter Handkes mit dem Literaturnobelpreis. Andrea Diener hat ihn im Anschluss an die Verleihung getroffen.