So schnell schießen die Anwälte der Preußen
Die Klagen dieser Familie gehen die Allgemeinheit an: Der Historikerverband dokumentiert im Internet, wie die Nachfahren von Kaiser Wilhelm II. gegen Wissenschaftler und Journalisten vorgehen.
Die Klagen dieser Familie gehen die Allgemeinheit an: Der Historikerverband dokumentiert im Internet, wie die Nachfahren von Kaiser Wilhelm II. gegen Wissenschaftler und Journalisten vorgehen.
Seit kurzem wird die Singularität des Holocausts auch von links in Frage gestellt: Sie verdränge koloniale Genozide und sei eine deutsche Zivilreligion. Die Argumente dieser Kritik sind voller historischer Lücken.
Die Innenminister wollen mit einem Mustererlass das Zeigen bestimmter ehemaliger deutscher Flaggen untersagen. Rechtsextremisten nutzen etwa die Reichsflagge von 1892 als Ersatzsymbol für die verbotene Hakenkreuzflagge.
Jahrelang wurde über den Sinn einer französischen Neuübersetzung von „Mein Kampf“ diskutiert. Nun liegt die kritisch-kommentierte Ausgabe vor. Sie soll Aufklärung leisten – und führt zu einer hitzigen Kontroverse.
Mit einer riesigen Militärparade hat Russland an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg vor 76 Jahren erinnert.
Hat der frühere Kronprinz Wilhelm dem Nationalsozialismus „erheblichen Vorschub“ geleistet? Zwei Historiker bezweifeln dies in einem Zeitungsartikel. Doch ihre Darstellung ist unzutreffend.
Denken lehren, ohne eine eigene Lehre zu haben: Dieter Henrich hat seine philosophische Autobiographie im Dialog entwickelt.
Hedwig Richter ist ein Star der Geschichtswissenschaft. Ein neuer Ton macht ihre Bücher über deutsche Demokratie und Kaiserreich zu Bestsellern. Er stößt aber auch auf fachliche Kritik. Ein Porträt.
Belarussische Kontroversen: Die Theatertruppe Kupalauzy ergründet mit Brechts „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ das Wesen des Faschismus. Präsident Lukaschenka warnt indessen vor einem Genozid am belarussischen Volk – durch die Protestbewegung.
Historikerin Hedwig Richter +++ Cancel-Culture +++ EU-Aufbaufonds
Warum wandte sich die Mitte der Gesellschaft von der Weimarer Republik ab? Der Historiker Ulrich Herbert über sein Buch „Wer waren die Nationalsozialisten?“ und über den Verrat der Eliten an der deutschen Demokratie.
Ernst Hemicker starb, bevor ich auf die Welt kam. Doch seine Beteiligung am Holocaust lässt mich nicht los.
Auschwitz kennt jeder, Haslach und Hameln nicht. Zwei alte Männer pflegen unbekannte Erinnerungsorte und fürchten: Wir sind die Letzten.
Die Berliner Buchhandlung „She said“ will Literatur von Frauen und queeren Menschen stärken. Zwei Künstler greifen sie an, um alle Deutschen zu treffen. Eine Episode aus dem gegenwärtigen Kulturkrieg.
Schon immer wurde mit Bildern Politik gemacht. Was erzählen die Werke aus Bidens frisch umgestaltetem Oval Office und anderen Amtssitzen über die Politikerinnen und Politiker und die aktuelle Weltlage?
In einem Expertengespräch zu den Hohenzollern ergreift keiner der Teilnehmer für das Königshaus Partei. Zudem zeichnet sich ab, dass eine gerichtliche Klärung aller Ansprüche der Familie an den deutschen Staat immer wahrscheinlicher wird.
Mit bischöflicher Hilfe: Philippe Sands beschreibt in seinem Buch „Die Rattenlinie“ das Untertauchen und die Flucht eines österreichischen SS-Manns nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die lesenswerten Recherchen geben einen Einblick in eine siebenjährige Spurensuche.
In einer Gedenkstunde schildert Charlotte Knobloch das Leid im Nationalsozialismus. Der AfD macht sie eine klare Ansage. Nicht alle aus der Partei applaudieren nach ihrer Rede.
In der Gedenkstunde des Bundestags für die Opfer des Nationalsozialismus hat Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) vor einem Erstarken von Hass-Ideologien gewarnt.
„Auch bei uns zeigen sich Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit wieder offen“, sagte Bundestagspräsident Schäuble bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Charlotte Knobloch richtete deutliche Worte an die AfD.
Die glatte Rede, die den Nationalsozialismus einfach abhaken wollte, nahm sein Erzähler in „Solsbüll“ nicht hin. Schriftsteller Jochen Missfeldt erkundete, wie solche Sprache entsteht. Ihm zum achtzigsten Geburtstag.
Historiker der Gutenberg-Uni haben sich mit der Fastnacht in der Nazizeit beschäftigt. Sie zeigen: Die meisten Narren passten sich widerstandslos an. Kritik war nur gestattet, wenn sie den Nazis politisch nützlich erschien.
Wissenschaftler der Universität Basel haben mehr als 1000 „Querdenker“ nach ihren politischen Einstellungen befragt. Die erste Studie zu den Corona-Protesten zeigt Erstaunliches. Wächst hier ein Problem für die Grünen heran?
Über seine Ururgroßmutter wurde nie gesprochen: In der Psychiatrie war sie wohl, in der Nazizeit. Hat man sie ermordet? Und warum ist das Verbrechen zum Familiengeheimnis geworden? Unser Autor macht sich mit seiner Oma auf die Suche.
Marek Janowski und sein Orchester feiern in einem Geisterkonzert 150 Jahre Dresdner Philharmonie. Orchester und Dirigent wissen zu begeistern und zeigen mit der Auswahl der Stücke großes Symbolbewusstsein.
In Nürnberg erinnern zahlreiche Monumentalbauten an die NS-Zeit – hier wurden Reichsparteitage abgehalten und der ideologische Grundstein für den Holocaust gelegt. Die Stadt hat sich für einen pragmatischen Umgang mit dem heiklen Erbe entschieden.
Der Kronprinz paktierte mit den Rechten: Ein Gespräch mit dem Preußen-Experten Sir Christopher Clark über die Rolle der Hohenzollern-Familie bei der Zerstörung der Weimarer Republik und der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
„In meinem Kopf sieht die Romanwelt ganz anders aus als die Bilderwelt von ’Babylon Berlin’“: Ein Gespräch mit Volker Kutscher über seinen neuen Gereon-Rath-Roman „Olympia“ und über die Zukunft der Reihe.
Der Ton in der Debatte wird schärfer: Im Streit um die Entschädigungsansprüche der Hohenzollern werden Politik und Verwaltung von Kammerjägern unter Druck gesetzt. Ein Gastbeitrag.
Bei der Reichstagswahl im Oktober 1930 stieg der Stimmanteil der Nationalsozialisten sprunghaft um ein Vielfaches an. Schriftsteller Thomas Mann ist besorgt und richtet einen Appell an die Deutschen. Die Frankfurter Zeitung ordnet seine Rede ein.
Mit juristischen Mitteln will das „Haus“ Hohenzollern seine Familienerinnerung gegen deutsche Historiker verteidigen. Die Sache geht uns alle an. Ein Gastbeitrag.
Wo stand Ernst Jünger politisch? Ein neu aufgetauchtes Dokument legt nahe, dass der Schriftsteller sich 1934 kritisch über den Nationalsozialismus geäußert hat.
Schon mehr als 1500 Gedenksteine für Opfer des Nationalsozialismus wurden in der Stadt Frankfurt verlegt. Für die Geschichten, die sie erzählen, interessieren sich nicht nur die Angehörigen.
In der Familie Thomas Manns war sie die treibende Kraft, wenn es um existentielle Fragen des Exils ging. Vor der Rückkehr nach Europa dirigierte seine Tochter Erika Mann von Pacific Palisades aus die Außenwirkung der Familie. Ein Gastbeitrag.
Unterhaltungsstoff und echte Gefahren: Gavriel D. Rosenfelds Buch über Anknüpfungen an den Nationalsozialismus nach 1945 ist methodisch etwas verwackelt, kommt aber ohne reißerische Passagen aus.
Bücher zum Sprechen bringen: Die Frankfurter Universitätsbibliothek forscht in ihren Beständen nach Raubgut aus der Zeit des Nationalsozialismus.