Weichgespülte Aufarbeitung
Künstler und die Integrität ihrer Sammler: Was die Haltung der Firma Brose während der Nazizeit mit der bedeutenden Kunstsammlung von Julia Stoschek und einem schwierigen Rückkauf zu tun hat.
Künstler und die Integrität ihrer Sammler: Was die Haltung der Firma Brose während der Nazizeit mit der bedeutenden Kunstsammlung von Julia Stoschek und einem schwierigen Rückkauf zu tun hat.
Antijüdische Darstellungen in Kirchen sind keine Seltenheit. Viele sind sogar noch unkommentiert. So auch ein monumentales Wandbild im evangelischen Gotteshaus in Offenbach-Bieber, entstanden während des Nationalsozialismus.
Kann eine Landschaft sich erinnern, wenn die Menschen ihre Geschichte vergessen? Eine Reise durchs Ermland und Masuren – das einstige Ostpreußen.
In der jungen Bundesrepublik konnten Funktionäre des Nationalsozialismus die Gesundheitspolitik prägen. Eine historische Untersuchung der Sechziger- und frühen Siebzigerjahre macht auf erschreckende Weise deutlich, wie wenig Gewicht es hatte, wenn Beamte historisch belastet waren.
Forderungen der Hohenzollern: Ob Wilhelm von Preußen dem Nationalsozialismus „erheblichen Vorschub geleistet“ hat, ist gar nicht so kompliziert zu entscheiden. Ein Gastbeitrag.
Keine Toleranz den Intoleranten: Die wehrhafte Demokratie darf dem Gespräch mit Antisemiten nie den Anschein der Normalität geben. Es reicht auch nicht, sich nur mit Floskeln zum Existenzrecht Israels zu bekennen.
Ein spanischer Beobachter der Machtergreifung Hitlers: Reportagen von Manuel Chaves Nogales aus Deutschland im Frühjahr 1933.
Russland meldet seit der Mobilisierung eine vermehrte Nachfrage nach Büchern über Nazi-Deutschland und den Zweiten Weltkrieg. Ganz vorne: „Der deutsche Krieg“ von Nicholas Stargardt.
Der Künstler Gunter Demnig erinnert an 23 Juden und Jüdinnen aus dem Budge-Heim, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.
Die Bürgermedaille geht an eine Frau, die sich für das Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus einsetzt. Einen weiteren Preis erhalten zwei junge Männer.
Im Jahr 1963 zog ein Mann in den Taunus, der im Nationalsozialismus an Dutzenden Hinrichtungsurteilen beteiligt war. Wie eine Gemeinde mit einem braunen Fleck in ihrer Geschichte umgeht.
Vier junge Frauen aus preußischem Militäradel auf eigenen Wegen: Gottfried Paasche erzählt aus der Geschichte seiner Familie Hammerstein. Der Großvater zählte zu den Skeptikern und Gegnern Hitlers in der Reichswehrführung.
Objekte können eindringlich erzählen. In der Sonderausstellung „Eine Stadt macht mit – Frankfurt und der NS“ im Historischen Museum Frankfurt berichten sie von Verfolgung, Massenmord, aber auch vom Willen zur Aufarbeitung.
Ulla Schmidt saß für die SPD mehr als 30 Jahre lang im Bundestag. Im Interview spricht die frühere Gesundheitsministerin über Quotenfrauen, die Vereinbarkeit von Politik und Familie und das Machogehabe von Gerhard Schröder.
Elisabeth Abendroth hat sich um die Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus in Frankfurt verdient gemacht, sie war eine Freundin der Anfang 2022 gestorbenen Ehrenbürgerin Trude Simonsohn und kümmert sich um Flüchtlinge.
Um die anatomische Sammlung der Reichsuniversität Straßburg zu ergänzen, wurden KZ-Häftlinge ermordet. Über das Verbrechen klärt nun eine Studie auf.
Der Augenspiegel, in dem sich der Kosmopolit und Humanist Johannes Reuchlin für den Erhalt der jüdischen Tradition einsetzte, wurde 1520 verboten.
Mit „Swing High“ erzählt Cornelia Franz von der Hamburger Swingjugend und erschafft ein atmosphärisch dichtes Porträt einer bestimmten Form des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.
Der Historiker Timothy Snyder sieht Parallelen zwischen Putin, Mussolini und Hitler. Er kritisiert Deutschlands Blick auf die Ukraine und erklärt, warum wir keine Angst davor haben müssen, dass Putin sein Gesicht verlieren könnte.
Lange war nicht genau bekannt, wie der Mossad dem Organisator der Shoa auf die Spur kam. Erst seit Kurzem ist klar: Ein Geologe aus Duisburg und ein Theologe aus Unna wirkten dabei mit.
Ihr Sohn habe sich ihres Wissen nie für den Nationalsozialismus interessiert, hat die Mutter von Franco A. vor Gericht gesagt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, Anschläge auf Politiker geplant zu haben.
Die Frankfurter Sparkasse und die Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt haben das örtliche Fritz-Bauer-Institut beauftragt, ihre Geschichte in den Jahren nach 1933 aufzuarbeiten.
Mit breitem Pinsel: Paul Mason sieht Widerstand gegen eine heraufziehende neue Ära des Faschismus geboten.
Vor 77 Jahren kämpften Russen und Ukrainer gemeinsam gegen Nazi-Deutschland. Nach Russlands jüngstem Angriff auf die Ukraine verhängte die Polizei für Sonntag Auflagen, damit es am „Tag der Befreiung“ nicht zu Spannungen in deutschen Städten kommt.
Als Thomas Mann seine Verteidigung der demokratischen Idee formulierte, war der langjährige Austausch mit dem tschechischen Politiker Edvard Beneš eine wichtige Inspiration.
Vor dem Internationalen Gerichtshof will Deutschland verhindern, dass Italien seinen Gerichten gestattet, Schadenersatzklagen von NS-Opfern zuzulassen. In Teilen wurde die Klage nun zurückgezogen.
Ein Sammelband über die Aufarbeitung des Nationalsozialismus enthält auch recht entschiedene Stellungnahmen zu jüngsten erinnerungspolitischen Debatten.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist einer der wichtigsten Akteure des deutschen Wissenschaftssystems. Der Historiker Patrick Wagner beschreibt ihre Entwicklung von der Notgemeinschaft zum Wachstumprojekt.
1772 von Erbprinz Wilhelm IX. gegründet, erlebte die Hanauer Zeichenakademie eine wechselvolle Geschichte. Ihrem Bildungsauftrag blieb sie fast immer treu. Nun feiert sie Jubiläum.
Bei einer Diskussion in Frankfurt weisen Historiker die Argumente ihres Berufskollegen Dirk Moses zurück, beim Gedenken an den Holocaust seien „Hüter der erinnerungspolitischen Orthodoxie“ am Werke, und Vergleiche mit Kolonialverbrechen seien in Deutschland nicht erlaubt.
Die Kunst des Holocaust-Überlebenden Józef Szajna stieß in Deutschland lange auf Abwehr. Jetzt kauft die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora eine monumentale Installation des polnischen Künstlers.
Frankfurt schafft in den einstigen Adlerwerken im Stadtteil Gallus und am ehemaligen Synagogen-Standort neue Erinnerungsorte. Mit dem Ableben der letzten Zeitzeugen entstehen neue Wege des Erinnerns an die NS-Zeit.
Was steckt hinter „entartet“ und „verfemt“? Die Frankfurter Schirn zeigt 14 Künstler, die im Nationalsozialismus nur verborgen arbeiten konnten.
Das KZ mitten in der Stadt: In den Frankfurter Adlerwerken wird jetzt an das Konzentrationslager Katzbach erinnert. Zwei Überlebende werden bei der Eröffnungsfeier berichten.
Noch in den Achtzigern wurden hier Frauen eingesperrt und gepeinigt: In „Herumtreiberinnen“ erzählt Bettina Wilpert von einer Venerologischen Anstalt in Leipzig, ihrer Vergangenheit und Zukunft. Ein Gespräch – und ein neues Literaturrätsel.
200 Jahre wird die Frankfurter Sparkasse in diesem Jahr alt, Historiker sollen ihre Geschichte aufarbeiten. Nun ist ein Streit über das Kapitel zum Nationalsozialismus entbrannt.