Die natürlichste Sache der Welt
Maxim Biller träumt von wilder Ehrlichkeit, Juli Zeh wünscht diese zur Hölle, und Peter Handke widerspricht Marcel Reich-Ranicki: Was bedeutet Authentizität in Bezug auf literarische Texte?
Maxim Biller schreibt weiter für die „Die Zeit“. Das ist nicht selbstverständlich. Erst depublizierte die Zeitung seine Kolumne „Morbus Israel“, dann druckte sie Briefe von Lesern, die seine Demission forderten. Er hat eine Antwort.
Maxim Biller träumt von wilder Ehrlichkeit, Juli Zeh wünscht diese zur Hölle, und Peter Handke widerspricht Marcel Reich-Ranicki: Was bedeutet Authentizität in Bezug auf literarische Texte?
Die „Zeit“ druckt eine ganze Seite mit Leserbriefen zur Kolumne „Morbus Israel“ von Maxim Biller. Das hat den Charakter einer öffentlichen Hinrichtung. Die Leserbriefe seien repräsentativ, sagt die „Zeit“. Und was folgt nun?
Dass die „Zeit“ Maxim Billers Kolumne mit dem Titel „Morbus Israel“ aus der Online-Ausgabe entfernt hat, wird kontrovers diskutiert. Der Vorgang ist Symptom eines größeren Problems.
Die „Zeit“ hat die Kolumne „Morbus Israel“ von Maxim Biller gelöscht. Den Text gebracht zu haben, sei ein „Fehler“ gewesen. Darüber darf man streiten.
Die „Zeit“ hat einen Beitrag ihres Kolumnisten Maxim Biller online depubliziert. Darin beschreibt er die „neugermanische Orient-Neurose“ und wirft Kritikern Israels vor, auf einem „pathologischen Anti-Israel-Horrortrip“ zu sein.
Eigentlich wollte Maxim Biller keine literarischen Texte mehr schreiben. Jetzt erscheint eine neue Novelle: „Der unsterbliche Weil“. Sie spiegelt die Lage des Autors wider, der sie sich ausgedacht hat.
Der Nachhauseweg durchs Jahrhundert der Extreme: In einer neuen Novelle erinnert Maxim Biller an das Schicksal des tschechischen Schriftstellers Jiří Weil und macht dabei die Schönheit Prags zum Klangerlebnis.
Der Berliner Galerist und seine Ehefrau glauben, sich in einem Buch wiederzuerkennen, und gehen juristisch gegen dessen Verbreitung vor. Vor dem Landgericht Hamburg sind sie jetzt mit einer einstweiligen Verfügung gescheitert.
Der Berliner Galerist Johann König und seine Frau fühlen sich durch Christoph Peters’ neues Buch „Innerstädtischer Tod“ in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Nun klagen sie dagegen. Und werfen damit die Frage auf: Was darf die Kunst?
Sie stellt die Eindeutigkeit des Erzählten in Frage und macht das oft widersprüchliche Verhältnis der Literatur zur Wirklichkeit zum Thema: Zur Erzählkunst des Maxim Biller. Eine Laudatio anlässlich der Verleihung des Nicolas-Born-Preises.
Zum 150. Geburtstag von Thomas Mann erscheinen fast alle seine Romane als Hörbücher. Nur eines ist ungekürzt: „Lotte in Weimar“. Gert Westphal bringt seine Ambivalenzen stimmlich zur Geltung.
Das Hörspiel „Kein König in Israel“ handelt von dem Schriftsteller Josef Chaim Brenner, der vor mehr als 100 Jahren ermordet wurde. Das Stück von Maxim Biller wirkt wie ein Kommentar zum Hier und Heute.
Maxim-Biller-Musik, die zweite: Der Schriftsteller als Singer-Songwriter
Diesmal hatte ich mir sogar noch weniger ausgedacht als davor: Maxim Billers Roman „Mama Odessa“ ist eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte des Autors und einem mit ihr verbundenen Ort.
Maxim Biller wollte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine kein Schriftsteller mehr sein. Nun erscheint ein Roman, den er kurz vor dem Krieg beendet hat. Und der beweist, dass Literatur nicht umsonst sein muss.
Er galt als linker Jude und Israelkritiker: Jetzt bekennt der Journalist Fabian Wolff in einem larmoyanten Artikel auf „Zeit online“, seine angeblich jüdische Identität beruhe auf einem Irrtum.
Als Philip Roth starb, war er der bekannteste amerikanische Autor in Deutschland. Eine Recherche im Archiv des Rowohlt-Verlags zeigt jedoch: Anfangs tat man sich schwer damit, ihn auf dem deutschen Markt einzuführen. Ein Gastbeitrag.
Bei einem dem Gedenken an Hans Magnus Enzensberger gewidmeten Abend tragen Christoph Ransmayr, Durs Grünbein, Lutz Seiler und Ralf Rothmann die immerjunge Lyrik des Schriftstellers vor. Und Ulrich Enzensberger lässt den Bruder auferstehen.
Als Provokateur ist er aus deutschen Debatten nicht wegzudenken, als Literat zeigt er, wie jüdische Geschichten heute aussehen können: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Maxim Biller über das Handwerk des Schreibens.
Warum hat er nicht einfach die Wahrheit gesagt? Die Debatte um den Publizisten Max Czollek berührt eine offene Frage der jüdischen Tradition. Ein Gastbeitrag.
Maxim Billers „Der falsche Gruß“ ist kein Schlüsselroman über neurotische Gegenwartsdebatten: Er zieht sein Publikum in die mörderischen Ideologien des 21. Jahrhunderts. Und ist so sentimental wie spielerisch.
Sie will neue Fäden spinnen: Die von Rachel Salamander gegründete Literaturhandlung zieht ins Museum ein. Frankfurt ist für die Literaturwissenschaftlerin kein Neuland – doch diesmal ist alles ganz anders.
An die Figuren lässt das Buch uns nicht heran: Maxim Billers Roman „Sechs Koffer“ bedient mit seiner stereotypen Sprache Klischees.
Knapp vier Wochen vor der Preisverleihung hat die Jury die engste Auswahl für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht. Vier Autorinnen und zwei Autoren haben es auf die Shortlist geschafft.
Der Schriftsteller Maxim Biller poltert als Poetikdozent in Heidelberg. Es offenbart sich die Zerrissenheit eines Autors, der sich mit seiner eigenen Polemik im Weg steht.
Wer die Romane von Maxim Biller nicht gut findet und das als Literaturkritiker auch schreibt, muss einen dunklen Hintergrund haben. Das meint der Schriftsteller zumindest.
Wechsel im „Literarischen Quartett“: Die Schriftstellerin Thea Dorn übernimmt in der ZDF-Sendung den Platz von Maxim Biller.
Wenn der Stil zum Protagonisten eines Romans wird: Maxim Billers „Biografie“ ist ein Kampf von Balzac gegen Flaubert. Über Billers Lust am Textexzess und eine Leseerfahrung, die das Selbst des Lesers demontiert. Das Buch hat beinah tausend Seiten, deshalb hat sich der Rezensent etwas Zeit gelassen.
Zwei Jahre im Leben von zwei jüdischen Freunden - und das ganze Leben ihrer Familien gleich mit: Maxim Billers Romanfarce „Biografie“ witzelt und kitzelt die Tragödie dahinter heraus. Doch dem Riesenbuch fehlt etwas Entscheidendes.
Vor zehn Jahren, am 22. November 2005, wurde Angela Merkel Bundeskanzlerin. Was hat dieses Jahrzehnt mit uns gemacht? Wir haben deutsche Schriftsteller und Regisseure gefragt.
Teils vehement, teils einstudiert: Im ZDF streitet von diesem Freitag an das neue „Literarische Quartett“. Aber worum geht es hier eigentlich: um Kritiker oder um Bücher?
In Deutschland gibt es keine gute Zeitung und kein gutes Theaterstück; deutsche Autoren sind Langweiler. Dies und mehr hat Maxim Biller in einem Interview der Zeitung „Jediot Ahronot“ erklärt.
Als populärster Holocaust-Überlebender Deutschlands hat man es nicht leicht. Markus Lanz drückt einem den Arm und freut sich über jüdischen Humor. Und dann lädt auch noch Pegida ein.
Rund hundert Texte sind für den Michael-Althen-Preis 2014 eingereicht worden, dreizehn von ihnen kommen in die engere Wahl. Der Preis wird am 15. Oktober verliehen.
Zur Debatte um die Deutsche Gegenwartsliteratur: eine Replik auf die Herren Kessler, Biller, Dath, Stahl und viele andere.
Die Gegenwartsliteratur steht unter dem ständigen Vorwurf, zu angepasst zu sein. Sie müsse wieder von echten, wilden Geschichten ihrer Autoren zehren, heißt es. Literatur aber muss gar nichts! Schon gar nicht authentisch sein.