Die natürlichste Sache der Welt
Maxim Biller träumt von wilder Ehrlichkeit, Juli Zeh wünscht diese zur Hölle, und Peter Handke widerspricht Marcel Reich-Ranicki: Was bedeutet Authentizität in Bezug auf literarische Texte?
Maxim Biller schreibt weiter für die „Die Zeit“. Das ist nicht selbstverständlich. Erst depublizierte die Zeitung seine Kolumne „Morbus Israel“, dann druckte sie Briefe von Lesern, die seine Demission forderten. Er hat eine Antwort.
Maxim Biller träumt von wilder Ehrlichkeit, Juli Zeh wünscht diese zur Hölle, und Peter Handke widerspricht Marcel Reich-Ranicki: Was bedeutet Authentizität in Bezug auf literarische Texte?
Ob „1913“, „Zeit der Zauberer“ oder „Marseille 1940“: Die meistverkauften historischen Sachbücher unserer Zeit stellen kleine Szenen aus dem Alltag von Dichtern und Denkern dar. Warum sie so erfolgreich sind – und was dabei verloren geht.
Die „Zeit“ druckt eine ganze Seite mit Leserbriefen zur Kolumne „Morbus Israel“ von Maxim Biller. Das hat den Charakter einer öffentlichen Hinrichtung. Die Leserbriefe seien repräsentativ, sagt die „Zeit“. Und was folgt nun?
Dass die „Zeit“ Maxim Billers Kolumne mit dem Titel „Morbus Israel“ aus der Online-Ausgabe entfernt hat, wird kontrovers diskutiert. Der Vorgang ist Symptom eines größeren Problems.
Die „Zeit“ hat die Kolumne „Morbus Israel“ von Maxim Biller gelöscht. Den Text gebracht zu haben, sei ein „Fehler“ gewesen. Darüber darf man streiten.
Die „Zeit“ hat einen Beitrag ihres Kolumnisten Maxim Biller online depubliziert. Darin beschreibt er die „neugermanische Orient-Neurose“ und wirft Kritikern Israels vor, auf einem „pathologischen Anti-Israel-Horrortrip“ zu sein.
Eigentlich wollte Maxim Biller keine literarischen Texte mehr schreiben. Jetzt erscheint eine neue Novelle: „Der unsterbliche Weil“. Sie spiegelt die Lage des Autors wider, der sie sich ausgedacht hat.
Pariser Liebesleid eines Berliners: 93 Jahre nach seiner Entstehung erscheint an diesem Dienstag Sebastian Haffners bislang ungedruckter Roman „Abschied“. Die Geschichte hatte einen höchst realen Hintergrund.
Der Nachhauseweg durchs Jahrhundert der Extreme: In einer neuen Novelle erinnert Maxim Biller an das Schicksal des tschechischen Schriftstellers Jiří Weil und macht dabei die Schönheit Prags zum Klangerlebnis.
Der Berliner Galerist und seine Ehefrau glauben, sich in einem Buch wiederzuerkennen, und gehen juristisch gegen dessen Verbreitung vor. Vor dem Landgericht Hamburg sind sie jetzt mit einer einstweiligen Verfügung gescheitert.
Der Berliner Galerist Johann König und seine Frau fühlen sich durch Christoph Peters’ neues Buch „Innerstädtischer Tod“ in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Nun klagen sie dagegen. Und werfen damit die Frage auf: Was darf die Kunst?
Sie stellt die Eindeutigkeit des Erzählten in Frage und macht das oft widersprüchliche Verhältnis der Literatur zur Wirklichkeit zum Thema: Zur Erzählkunst des Maxim Biller. Eine Laudatio anlässlich der Verleihung des Nicolas-Born-Preises.
Voller Bewunderung, guter Beobachtungen und Zuneigung ist Daniel Kehlmanns Buch über den jüdischen Schriftsteller Leo Perutz. Und doch verkennt es einen entscheidenden Aspekt.
Zum 150. Geburtstag von Thomas Mann erscheinen fast alle seine Romane als Hörbücher. Nur eines ist ungekürzt: „Lotte in Weimar“. Gert Westphal bringt seine Ambivalenzen stimmlich zur Geltung.
Das Hörspiel „Kein König in Israel“ handelt von dem Schriftsteller Josef Chaim Brenner, der vor mehr als 100 Jahren ermordet wurde. Das Stück von Maxim Biller wirkt wie ein Kommentar zum Hier und Heute.
Maxim-Biller-Musik, die zweite: Der Schriftsteller als Singer-Songwriter
Um dem Niedergang der Fernsehgesprächssendungen über Literatur etwas entgegenzusetzen, hat sich Insa Wilke „Café lit“ ausgedacht. Auf der gleichnamigen Website und bei Youtube sind jetzt zwei Pilotsendungen zu sehen.
Der Bestsellerautor Ferdinand von Schirach ist immer für eine Schlagzeile gut. Jetzt fordert er ein Strafgeld bei falscher Anschuldigung. Doch die Aufregeridee erweckt nicht einmal den Anschein rechtspolitischer Handwerkskunst.
Diesmal hatte ich mir sogar noch weniger ausgedacht als davor: Maxim Billers Roman „Mama Odessa“ ist eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte des Autors und einem mit ihr verbundenen Ort.
Maxim Biller wollte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine kein Schriftsteller mehr sein. Nun erscheint ein Roman, den er kurz vor dem Krieg beendet hat. Und der beweist, dass Literatur nicht umsonst sein muss.
Volker Weidermann erzählt von Thomas Mann und dem Meer. In der Hörbuchfassung feiert Hanns Zischler mit ihm den „Zauberer“.
Er galt als linker Jude und Israelkritiker: Jetzt bekennt der Journalist Fabian Wolff in einem larmoyanten Artikel auf „Zeit online“, seine angeblich jüdische Identität beruhe auf einem Irrtum.
Als Philip Roth starb, war er der bekannteste amerikanische Autor in Deutschland. Eine Recherche im Archiv des Rowohlt-Verlags zeigt jedoch: Anfangs tat man sich schwer damit, ihn auf dem deutschen Markt einzuführen. Ein Gastbeitrag.
Bei einem dem Gedenken an Hans Magnus Enzensberger gewidmeten Abend tragen Christoph Ransmayr, Durs Grünbein, Lutz Seiler und Ralf Rothmann die immerjunge Lyrik des Schriftstellers vor. Und Ulrich Enzensberger lässt den Bruder auferstehen.
In der neuen Reihe „Bücher meines Lebens“ nähern sich Mithu Sanyal und Florian Illies ihren Lieblingsautoren: Es sind Emily Brontë und Gottfried Benn.
Als Provokateur ist er aus deutschen Debatten nicht wegzudenken, als Literat zeigt er, wie jüdische Geschichten heute aussehen können: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Maxim Biller über das Handwerk des Schreibens.
Als Mitglied des „Literarischen Quartetts“ von 1988 bis 2000 revolutionierte sie das Fernsehformat mit ihrer modernen, eher zum 21. Jahrhundert gehörenden Stimme. An diesem Sonntag wird die Literaturkritikerin Sigrid Löffler achtzig.
Sucht man nach einer Kritikerin, die ebenso klug wie belesen ist, ebenso mutig wie brillant schreibt, fällt die Wahl auf sie: Zum 80. Geburtstag von Sigrid Löffler
Endlich wird über seine Werke gesprochen: Ein Abend in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt widmet sich den Büchern, die Marcel Reich-Ranicki geschrieben hat in der einzig angemessenen Form – als „Literarisches Quartett“.
Dominique Goblet ist eine Künstlerin des Comics. Mit ihren beiden Büchern zu Ostende hat sie Wunderwerke geschaffen, die das gewohnte Erzählen verabschieden und ein assoziatives begründen.
Warum hat er nicht einfach die Wahrheit gesagt? Die Debatte um den Publizisten Max Czollek berührt eine offene Frage der jüdischen Tradition. Ein Gastbeitrag.
Maxim Billers „Der falsche Gruß“ ist kein Schlüsselroman über neurotische Gegenwartsdebatten: Er zieht sein Publikum in die mörderischen Ideologien des 21. Jahrhunderts. Und ist so sentimental wie spielerisch.
Was ist nur aus dem „Literarischen Quartett“ geworden? Die traditionsreiche Büchersendung fällt unter Thea Dorn vor allem mit der Auswahl seiner Gäste wie Lisa Eckhart auf. Und setzt zwischen den Zeilen politische Signale.
Einfühlung tut Abrüstung gut: Volker Weidermann erzählt aus dem Leben von Anna Seghers in Mexiko. Dabei fehlt es oft an Distanz.
Sie will neue Fäden spinnen: Die von Rachel Salamander gegründete Literaturhandlung zieht ins Museum ein. Frankfurt ist für die Literaturwissenschaftlerin kein Neuland – doch diesmal ist alles ganz anders.
Justizromane sind ein gängiges Genre, Verfassungsromane indessen gibt es keine. Oder doch? Eine Spurensuche.