Die Autonome
In Wien, Hamburg und Berlin hat sie als Redakteurin gearbeitet. Ihr einziger Souverän aber ist die Literatur. Deshalb muss man sich diese Kritikerin als glücklichen Menschen vorstellen.
In Wien, Hamburg und Berlin hat sie als Redakteurin gearbeitet. Ihr einziger Souverän aber ist die Literatur. Deshalb muss man sich diese Kritikerin als glücklichen Menschen vorstellen.
Aus erzwungenem Anlass: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki äußert sich erstmals zu dem umstrittenen Gedicht von Günter Grass „Was gesagt werden muss“. Er attackiert den Nobelpreisträger scharf.
„Es ist eine Gemeinheit, so etwas zu publizieren“: In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung äußert sich der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki erstmals zum Israel-Gedicht von Günter Grass, zum Kalkül des Dichters und zur Frage, ob Grass ein Antisemit sei.
Liebe, Lebenskunst und Alkohol: Die Verfilmung von Wladimir Kaminers autobiographischem Roman „Russendisko“ ist gelungen. Vor allem überzeugt der authentische Soundtrack.
Tradition und Konvention darf man nicht verwechseln. Die Dichterin Marie Luise Kaschnitz bekannte sich zur Tradition, Gefälligkeiten sind in ihrem Werk aber nicht zu finden..
Seine höchst amüsanten Stücke waren Welterfolge, er selbst als Dramatiker, Filmemacher, Erzähler und Schauspieler berühmt. Doch mit seinem Tod 1960 verschwand auch der Ruhm von Curt Goetz.
Vor bald hundertfünfzig Jahren wurde er geboren, Freud hat in ihm einen Bruder im Geiste gesehen: Marcel Reich-Ranicki über die Aktualität Arthur Schnitzlers.
Christian Wulff bewegt sich dieser Tage in zwei Welten. Die eine ist die Welt des Bundespräsidenten, die andere ist die Welt der Vorwürfe. Manchmal geraten beide ganz ungewollt durcheinander.
Marcel Reich-Ranicki hat, fast siebzig Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, im Bundestag gesprochen. Ein Tag, an dem wir die befreiende Kraft der öffentlichen Rede spüren.
Der einundneunzigjährige Marcel Reich-Ranicki sprach zum offiziellen Gedenkakt an die Opfer des Holocaust. Mit seinen persönlichen Erinnerungen zog er den Bundestag in seinen Bann.
Welchen Unterschied es macht, wenn am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz kein Politiker spricht, sondern ein Zeitzeuge: Marcel Reich-Ranickis Auftritt im Bundestag ist denkwürdig.
„Wetten dass..?“ war das Wohnzimmer der deutschen Fernsehunterhaltung. Eine Inventur.
Die Schriftstellerin Hilde Spiel, geboren am 19. Oktober 1911, gestorben am 30. November 1990, war viele Jahre Kulturkorrespondentin der F.A.Z. Prägend für ihr Schreibleben wurde die Begegnung mit dem Romancier Heimito von Doderer.
Der ehemalige Chef des F.A.Z. Literaturteils, Marcel Reich-Ranicki, wurde im Rahmen der aktuellen Kluge-Köpfe-Kampagne an einen Ort gebracht, an dem er sich sicher wohlgefühlt haben dürfte. Auf einem Frankfurter Recyclinghof störte ihn während des F.A.Z. Foto-Shootings kein schlechtes Fernsehprogramm.
Marcel Reich-Ranicki dachte, sie wolle ihn vergiften, doch die Angst legte sich. Ein Gespräch mit der geheimen Chefin der Literaturredaktion der F.A.Z. seit 1967: Monika Kunz.
Die besten Romane der vergangenen fünfundzwanzig Jahre verbindet mehr als ihre Qualität: über die Epoche, in der wir schreiben.
Die Literatur hat ein Performanceproblem im Fernsehen. Sofern sie nicht über charismatische Fürsprecher wie Marcel Reich-Ranicki verfügt, gerät das Medium schnell an seine Grenzen, wenn es versucht, komplexe Zusammenhänge ins Bild zu setzen.
Bücher innerhalb von dreißig Minuten mit Scherz, Ironie und tieferer Bedeutung präsentieren? Kurz vor Mitternacht? Unmöglich. Doch Wolfgang Herles gelingt es. Weil er Gäste einlädt, die erzählen können, was sie beschäftigt, fesselt, ängstigt.
„Der Maßstab“ - „ein großer Kritiker“ - „ein Gefährte, zu dem ich aufgeblickt habe“: Thomas Gottschalk, Marcel Reich-Ranicki, Alexander Kluge, Andreas Maier, Harry Rowohlt, Thomas Gsella und Oliver Maria Schmitt zum Tod Loriots.
Er war ein Spieler und ein Träumer mit einem schwermütigen Charakter, der das Leben abwechselnd als herrlich oder abstoßend empfand. Marcel Reich-Ranicki über Ernest Hemingway im Blick der Gegenwart.