Der wahre Anwalt der Bücher
Von Marcel Reich-Ranicki ins „Literarische Quartett“ eingeladen zu werden, war eine Herausforderung. Dort angekommen, lernte ich ihn von einer neuen Seite kennen.
Von Marcel Reich-Ranicki ins „Literarische Quartett“ eingeladen zu werden, war eine Herausforderung. Dort angekommen, lernte ich ihn von einer neuen Seite kennen.
„Das literarische Quartett“ mit Marcel Reich-Ranicki lief im ZDF von 1988 bis 2001. Die Sendung kann uns bis heute einiges lehren. Auch über den Umgang mit Hassrede im Netz.
Marcel Reich-Ranicki war ein zivilisatorischer Faktor – in der Literatur und mehr noch in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Ein Gastbeitrag.
Frankfurts neuer Stadtteil ist in der Namensgebungsfindung. Und die Anti-Corona-Demonstrationen schrumpfen. Das, und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.
Als er kam, wollte sie sofort gehen. Ein halbes Jahr hat sie ihm gegeben, Paroli hat sie ihm geboten: Zum hundertsten Geburtstag von Marcel Reich-Ranicki erinnert sich seine langjährige Sekretärin Monika Kunz.
„So was müssen Sie wissen, sonst sind Sie hier nicht mehr lange.“ Aus den Tagebuchaufzeichnungen von Volker Hage über seine Gespräche mit Marcel Reich-Ranicki. Reich-Ranicki wäre am 2. Juni 100 Jahre alt geworden.
Marcel Reich-Ranicki, der am 2. Juni hundert Jahre alt geworden wäre, war der Begründer dieser Anthologie. Keinen anderen Autor ließ er öfter besprechen als Goethe. Aber Bewunderung machte ihn nicht blind für dessen Schwächen.
Was können wir verstehen? Im doppelten Gedenkjahr mit hundertstem Geburts- und fünfzigstem Todestag erscheinen zahlreiche neue Studien und Erinnerungen an den Dichter Paul Celan.
Ein Geschenk des Schriftstellers an den Kritiker zu dessen 65. Geburtstag. Hinter diesen vier Zeilen verbirgt sich eine jahrzehntelange Auseinandersetzung um Positionen, Macht und Einfluss im Literaturbetrieb.
Darf man Dichter verbessern? Sogar im Fall von Goethe? Der Philosoph Hans Blumenberg protestierte brieflich gegen einen Eingriff des Kritikers Marcel Reich-Ranicki.
Wenn der Künstler Tobias Rehberger zum Kochen (und Essen) einlädt, kommt das Bier aus Bayern, das Rezept für Knödel mit Schweinsbraten aus Böhmen und die Gude Laune von selbst.
Zwillingsfeinde: Volker Weidermann zeichnet das Verhältnis zwischen Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki nach und beschränkt sich dabei aufs Loben und Paraphrasieren. Welche wesentlichen Fragen hat er verpasst?
Zwischen 1986 und 1989 gab es beim Bachmannpreis vier aus der DDR stammende Gewinner. Was hatte das literarisch und politisch zu bedeuten? Ein Berliner Symposium brachte die Protagonisten von damals jetzt zusammen.
Die erste Ausgabe von „Gottschalk liest?“ ist ein Desaster für den Fernsehstar. Kritische Bemerkungen sind im Konzept der Sendung nicht vorgesehen, doch sowohl Publikum als auch Gäste verweigern den von Gottschalk angestrebten witzigen Grundton.
Die Architektur der siebziger Jahre hat in Frankfurt einige Hochhaus-Klassiker hervorgebracht. Aber auch viele Bauten, denen das menschliche Maß fehlt.
Jason Lutes beendet nach zwanzig Jahren seinen gewaltigen Geschichtscomic „Berlin“. Drei Bände sind es geworden, um die sechshundert Seiten, und doch sogar ein bisschen kürzer als geplant.
Marcel Reich-Ranicki holte ihn zur F.A.Z., noch bevor er selbst zur Zeitung stieß: Gerhard Schulz, der in Melbourne lehrte, hat seitdem 250 Rezensionen geschrieben. Heute wird er 90 Jahre alt.
Wenn der Kanon kicken könnte: Was ist die WM in Russland schon im Vergleich zum Fußballfinale einer Weltauswahl der Literatur gegen deutsche Schriftsteller? Eine Reportage aus dem Estádio Elíseo.
Dieses Gedicht hätte Marcel Reich-Ranicki gefallen. Es handelt von Liebe und Tod und beschreibt mit existentiellem Ernst die Tragik des Menschseins.
„Wer war Ingeborg Bachmann?“ heißt die neue Biographie von Ina Hartwig. Die Schriftstellerin wird hier nicht mehr als Opfer stilisiert, viele Bachmann-Mythen werden entzaubert.
Wer sich in Deutschland einbürgern lässt, wird auch die Last tragen müssen, Deutscher zu sein. Spätestens in Auschwitz wird er spüren, was das bedeutet.
Er war einer der führenden Feuilletonisten der vergangenen Jahrzehnte, einzig in seinem Ton und Stil. Nun ist der Kritiker Joachim Kaiser im Alter von 88 Jahren gestorben.
Sinnsuche als Paradox: Der frühere F.A.Z.-Literaturchef und spätere Universitäts-Professor Karl Heinz Bohrer gibt sich in seinem Erinnerungsbuch als Don Quijote der Geistesrepublik.
„In Rillen gepresstes Gefühlskino“: Udo Lindenberg hat einigen F.A.Z.-Redakteuren große musikalische Erlebnisse beschert. Ein Dankeschön, passend zu seinem 70. Geburtstag.
Das Motto ist provokant: „Mann, Muslim, Macho – Was hat das mit dem Islam zu tun?“. Die Debatte führt zu dem Punkt, an dem niemand mehr mit nichts zu tun hat. Alles wird weggeredet. Keine Verantwortung, keine Zusammenhänge, nirgends.
Martin Walsers neuer Roman, „Ein sterbender Mann“ handelt von Freundschaft und Verrat. Im Interview spricht der Schriftsteller über erste Sätze, vorletzte Dinge und Marcel Reich-Ranicki.
Nach dem Tod von Marcel Reich-Ranicki wanderte sein Büchernachlass zum größten Teil ins Literaturarchiv in Marburg – mit Ausnahme von einem Dutzend Bananenkisten. Diese 425 Bücher stehen nun zum Verkauf bereit.
Die beliebte CD-ROM der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) erscheint in diesem Jahr zum einundzwanzigsten Mal anlässlich der Frankfurter Buchmesse.
Teils vehement, teils einstudiert: Im ZDF streitet von diesem Freitag an das neue „Literarische Quartett“. Aber worum geht es hier eigentlich: um Kritiker oder um Bücher?
In Marcel Reich-Ranickis „Literarischem Quartett“ war er die ausgleichende Kraft, manchmal die Stimme der Zuschauer. Dabei kannte ihn das Land als einen seiner profiliertesten und populärsten Kulturjournalisten. Zum Tod von Hellmuth Karasek.
Der Literaturkritiker und Schriftsteller Hellmuth Karasek ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Zusammen mit Marcel Reich-Ranicki hatte er jahrelang die ZDF-Sendung „Das literarische Quartett“ geprägt.
Eine Frankfurter Ausstellung zeigt unbekannte Fotografien und Dokumente aus dem Leben von Marcel Reich-Ranicki. Am 2. Juni wäre der legendäre Kritiker fünfundneunzig Jahre alt geworden.
Was kaum einer weiß: Der legendäre Kritiker Marcel Reich-Ranicki und der berühmte Maler Frank Auerbach waren Cousins. Jetzt werden beide in zwei Ausstellungen in Frankfurt und Bonn gleichzeitig geehrt.
Marcel Reich-Ranicki wäre in diesen Tagen 95 Jahre alt geworden. In Frankfurt erinnert eine Ausstellung des Archivs der Goethe Universität an den verstorbenen Literaturkritiker.
Bis 2001 war „Das literarische Quartett“ die mit Abstand erfolgreichste Sendung der deutschen Literaturkritik. Schon länger plante das ZDF eine Wiederbelebung des Formates, jetzt stehen die Nachfolger fest.
Mit seiner Lust an Streit, Lob und Verriss ist das 2001 eingestellte „Literarische Quartett“ der Klassiker unter den Büchersendungen im deutschen Fernsehen. Jetzt will das ZDF das Format wiederbeleben.