Die wichtigsten Romane des Frühjahrs
Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf charmieren und schimpfen, Steffen Kopetzky schreibt einen großen historischen Roman und Hans Ulrich Gumbrecht entdeckt das italienische Epos der Postmoderne.
Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf charmieren und schimpfen, Steffen Kopetzky schreibt einen großen historischen Roman und Hans Ulrich Gumbrecht entdeckt das italienische Epos der Postmoderne.
Offen, streitbar, produktiv: Über mehr als drei Jahrzehnte erstreckt sich der Briefwechsel von Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf. Doch mitunter kam es zum Zwist zwischen Dichter und Kritiker. Ein Vorabdruck.
„Wetten, dass ..?“, Deutschlands letztes Familien-Lagerfeuer, wärmte eine ganze Nation – und erhitzte die Kritiker. Das größte Lob der Sendung kam von Marcel Reich-Ranicki. 33 Jahre im Schnelldurchlauf.
Vierzig Jahre lang wurden in der Frankfurter Anthologie unter der Redaktion von Marcel Reich-Ranicki ausschließlich deutschsprachige Gedichte besprochen. Jetzt ist Zeit für eine Öffnung.
Martin Walser hat sein Verhältnis zum Judentum überdacht. Gemeinsam mit Susanne Klingenstein erinnert er in Überlingen an den jiddischen Romancier Sholem Yankev Abramovitsh.
Porzellanweiß mit blauer Schrift: In der Berliner Güntzelstraße wird eine Gedenktafel zu Ehren Marcel Reich-Ranickis enthüllt. Als alle gesprochen haben, ergreift der Kritiker selbst das Wort.
Ein Jahr nach dem Tod von Marcel Reich-Ranicki erscheint jetzt seine Geschichte der deutschen Literatur. Sie ist auch das funkelnde Porträt ihres Verfassers.
In der Nachfolge von Marcel Reich-Ranicki hat Rachel Salamander ein Jahr lang die „Frankfurter Anthologie“ und das neu gegründete „Literaturforum“ betreut. Am 30. September beendet sie ihre Mitarbeit in dieser Zeitung.
Frank Schirrmacher hat emotionale Debatten versachlicht und den Weg zur Normalität zwischen Juden und Nichtjuden mit seismographischem Gespür bereitet. Eine Danksagung.
Frank Schirrmacher war Journalist mit Leib und Seele. Er wollte der Gesellschaft ihre Probleme nicht nur erklären, er wollte sie erzählen. Die großen gesellschaftlichen Fragen fasste er in Bilder, er stellte sie szenisch und dramaturgisch-dramatisch dar. Mit ihm ist ein „public intellectual“ gestorben, wie es sonst kaum einen anderen in der Republik gibt.
Was die Germanistik Marcel Reich-Ranicki alles zu verdanken hat: Eine Würdigung anlässlich des 94. Geburtstags, den der Kritiker und langjährige Leiter des Literaturblatts dieser Zeitung an diesem Montag gefeiert hätte.
Der im Vorjahr verstorbene Literaturkritiker und langjährige Leiter des Literaturblatts dieser Zeitung wäre am Montag 94 Jahre alt geworden. Die Stadt Frankfurt lud zu einer Gedenkfeier.
Wie kann man etwas so Flüchtiges wie Musik in Worte fassen? Eleonore Büning kann es. In ihren Kritiken werden ganze Akkorde beim Lesen förmlich fühlbar in ihrer Stofflichkeit. Eine Laudatio.
Den Deutsche Fernsehpreis gibt es nur noch einmal. Dann ist er Geschichte. Damit endet eine von Skandalen geprägte Dekade. Doch was kommt jetzt? Die Beteiligten sollten das ganze System in Frage stellen.
„An vollen Büschelzweigen“ ist nicht das bekannteste Gedicht Goethes, doch kein anderes liefert ein besseres Zeugnis vom Verhältnis des alten Dichters zu den Frauen.
Marcel Reich-Ranicki machte seine Frankfurter Anthologie zu einer Institution. Jede Woche eröffnete sie ihren Lesern einen unmittelbaren Zugang zur Poesie. Wie wird sein Werk fortgeführt?
Fontanes Liebe blieb vom preußischen Adel unerwidert. Mit seinem Gedicht „An meinem Fünfundsiebzigsten“ manifestiert sich seine Kränkung - dafür dankt er einer anderen Gruppe.
Die Vergänglichkeit des Lebens muss keine Last sein. Friedrich Hebbels „Wenn die Rosen ewig blühten“ berauscht sich am irdischen Glück.
Auch große Dichter liefern nicht immer nur allerfeinste Poesie. Goethes wohl dümmstes Gedicht? Hier will Marcel Reich-Ranicki es gefunden haben.
Innerhalb kürzester Zeit schuf der expressionistische Dichter Paul Boldt sein Werk - außerhalb des Literaturbetriebs. Davon zeugt sein Gedicht „In der Welt“.
Das Glück der Liebe kennt keine Uhrzeit: Walther von der Vogelweides Gedicht „Under der linden“ lässt eine Liebende sprechen.
Flottheit und Härte charakterisieren das Leben in Berlin bis zum heutigen Tag. Dafür fand der Dichter Klabund vor langer Zeit treffende Worte.
Niemand wird grundlos zum Kultautor. Wolf Wondratscheks makelloses Sonett „Am Quai von Siracusa“ rechtfertigt diesen Status.
Ja, sie würden kommen: Energisch antworteten Tosia und Marcel Reich-Ranicki auf meine zögerliche Frage. Und so reimte sich von 1993 an Kürbissuppe auf Sternenschnuppe - und einen Tannenbaum gab es auch.
„Das schönste, das vollkommenste erotische Gedicht in deutscher Sprache“? Das fand Marcel Reich-Ranicki in Goethes „Freudvoll und leidvoll“.
Ein Umzug nach Paris mit Folgen: Heinrich Heine sendet mit seinem Gedicht „Leise zieht durch mein Gemüt“ Liebeszeichen in zweifacher Hinsicht.
Marcel Reich-Ranicki nannte ihn einmal den wohl einzigen deutschen Verleger von Rang, der trotz seines immensen Erfolges keine Feinde habe: Dem scheidenden Hanser-Chef und Dichter Michael Krüger zum Siebzigsten.
Von einem jungen Mann mit einem schwachen Gedächtnis: Bertolt Brechts Liebesgedicht „Erinnerung an die Marie A.“ versöhnt klassische Form und inhaltliche Neuerung.
Erich Frieds Lyrik kennt keine Heimat, dafür öffnete sie Wort für Wort einen Spielraum. Sein Gedicht „Logos“ zeigt dieses befreite Eigenleben der Sprache.
Eine schnörkellose Küstenszene mit zwei nackten Menschen: Günter Kunerts Gedicht „Frist“ gewinnt aus alltäglicher Sprache unerhörte Wucht.
Am Sonntag ist Rachel Salamander mit dem Marbacher Schillerpreis ausgezeichnet worden. Er ehrt eine Frau, die die jüdische Kultur in Deutschland wieder heimisch gemacht hat.
Einer bitteren Idylle darf das Wort „Liebe“ getrost fehlen. Sarah Kirschs Gedicht „Schwarze Bohnen“ provoziert Kritik und Emotionen - ein untrügliches Merkmal großer Lyrik.
Für Friedrich Hölderlin war die Poesie die Erlöserin. Sein Gedicht „An die Parzen“ überträgt diese Vision auf den Leser - Widerstand ist zwecklos.
Anlässlich des Todes von Marcel Reich-Ranicki stellt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) ein eBook vor, das die Stationen seines Wirkens anhand von aktuellen und zeitgenössischen Texten würdigt.
Der Riesling aus dem äußersten Westen Deutschlands muss keinen Vergleich scheuen – obwohl es in dieser Gegend oft rau zugeht.
Das schöne Eheleben? Kurt Tucholskys Gedicht „Danach“ beschreibt wohl eher das Gegenteil. Mit dem Berliner Dialekt umgeht er geschickt jede Andeutung von Banalität.