Jan Wagner: „ansprache an die kaiserpinguine“
Ernste Botschaft für komische Vögel: Ein Gedicht über Pinguine, das ewige Eis und jenen Schmerz, den nur ein Abschied für immer bereiten kann.
Ernste Botschaft für komische Vögel: Ein Gedicht über Pinguine, das ewige Eis und jenen Schmerz, den nur ein Abschied für immer bereiten kann.
Ich habe Familie und Freunde in den USA und selbst dort gelebt. Doch das Land, dem ich so viel verdanke, existiert nicht mehr. Solange Trump im Amt ist, werde ich keinen Fuß mehr dorthin setzen – aus Angst und aus Überzeugung.
Annett Gröschner wird neue Stadtschreiberin von Mainz. Ihr neues Domizil passt gut zur Perspektive ihres neuesten Buches, ihre vielfältigen Projekte und ihr Interesse an gesellschaftlichen Veränderungen versprechen spannende Impulse.
Garten- und Islamfreundin: Barbara Frischmuth setzte sich in ihrem vielgestaltigen literarischen Werk für den Einklang von Mensch, Natur und Glauben ein. Nun ist die österreichische Schriftstellerin dreiundachtzigjährig gestorben.
Alles schon mal dagewesen? Das hier nicht: Malakoff Kowalski singt, meisterlich begleitet, für sein Album „Songs With Words“ Ginsberg-Texte zu Klavierstücken von Schumann und anderen. Das Ergebnis ist atemberaubend.
Freiheitsversprechen bei der Festnahme: Die Leipziger Buchmesse stand im Zeichen der finsteren politischen Situation. Und was wird aus der Literatur?
Die Last der Erinnerung, schwer wie ein eingestürztes Haus: Dieses Gedicht beschreibt, was Krieg für den eigenen Körper und die Psyche bedeutet.
Arcimboldo, Bassano und Bruegel in Wien, zahlreiche Rollen der Mutter in Düsseldorf und Polaroids von Helmut Newton in Berlin. Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Größenwahn passt in die kleinste Hütte: In seinem satirischen Roman „Tiny House“ zwingt Mario Wurmitzer die dramatischsten Themen der Gegenwart unter ein Dach.
Schwarz-Rote Aufgabe +++ Inken Gallner im Gespräch +++ Gastbeitrag von Irene Gerlach zur Familienpolitik +++ Oper „Die wunderbaren Jahre“
Kein Exotismus? Keine kulturelle Aneignung? Beat Furrer hat aus dem argentinischen Roman „Eisejuaz“ eine Oper gemacht. Sie führt in die Welt der Eingeborenen Nordargentiniens. Jetzt wurde sie in Zürich uraufgeführt.
Seine Lyrik ist einfach, prägnant und musikalisch schön und berührt Grundfragen des menschlichen Daseins. Nun erhält Christian Lehnert den mit 20.000 Euro dotierten Friedrich-Hölderlin-Preis.
Literarisches Versteckspiel von höchsten Gnaden: Normen Gangnus gibt die von ihm fingierten Aufzeichnungen und Briefe eines im Dritten Reich wirkenden Kunsthistorikers heraus. Entstanden ist ein Buch, wie es noch keines gab.
Ein Meilenstein hiesiger Science-Fiction: In dem Roman „Lyneham“ schickt Nils Westerboer die auf und an der Erde gescheiterte Menschheit ins kosmische Exil.
Fünfzig Jahre nach dem Tod von Rolf Dieter Brinkmann kommt dessen Gedichtband „Westwärts 1 & 2“ neu heraus, begleitet von einer Biographie.
Ihr Geburtstagswunsch ist eine Leiche zum Sezieren: Christine Wunnickes Roman „Wachs“ erzählt funkelnd klug vom Leben der Anatomin Marie Biheron und stellt die immer gültige Frage nach dem Unterschied zwischen Mensch und Maschine.
Sein letztes dichterisches Wort war ein erotisches: Vor vierhundert Jahren starb der ehedem hochberühmte italienische Dichter Giambattista Marino.
Was ich an den norwegischen Büchern liebe – und am staatlichen Einsatz für sie: Der Schriftsteller Matthias Jügler über die Vielfalt der norwegischen Literatur und ihre besonderen Produktionsbedingungen.
Literaturgrüße aus dem Buchmessengastland: In der norwegischen Stadt Bergen blühen Lyrik, Prosa und Jazz – obwohl Autoren wie Tomas Espedal ihre Heimat manchmal verfluchen.
Gedichte vor Gericht: Erst lesen junge Lyriker, dann äußert sich die Jury. Seit 1968 gibt es in Darmstadt den „Literarischen März“. Jetzt findet der Wettbewerb zum 24. Mal statt.
Er gehörte zu den originellsten Kreativen des zwanzigsten Jahrhunderts, doch heute ist er fast vergessen: Zum hundertsten Geburtstag des Dichters und bildenden Künstlers Werner Schreib.
Trumps Unberechenbarkeit, die notwendigen Reaktionen in Europa mit Staatsausgaben in gewaltigem Ausmaß: Das alles stellt auch die Notenbank vor Herausforderungen. Wie reagiert EZB-Präsidentin Lagarde?
Das Bemühen um die jüdische Identität im Habsburger-Reich war eines um Anerkennung des Jiddischen als „landesübliche“ und als Literatursprache.
Anfange, Aufbrüche: Wie ich mich in den späten Sechzigerjahren als junger Schriftsteller der Anziehungskraft von Günter Grass entziehen musste.
Ein Manuskript-Fund in Oxford zeigt, wie Shakespeares frühe Verehrer seine Gedichte für ihre Zwecke umdeuteten. Einer von ihnen nutzte ein berühmtes Sonett über die Liebe für eine Kampfansage an seine politischen Gegner.
Ein Grabstein in Form eines Gedichts: Klage einer israelischen Mutter über den Verlust ihres Sohnes, der so unersetzlich war wie jedes andere Kind dieser Welt.
Was mich an norwegischen Büchern fasziniert. Und am staatlichen Einsatz für sie. Eine Liebeserklärung vor dem Gastlandauftritt Norwegens bei der Leipziger Buchmesse.
Schöner Heulen mit Heidi Klum: Bei der Topmodelsuche wird es emotional. Reichen Zwiebeln, um schöne Tränen laufen zu lassen? Und was macht man als Model, wenn einem die Klamotten zu freizügig sind?
Im „Sommernachtstraum“ des Choreographen Edvard Clug stimmen viele Details, doch das Ganze hinterlässt Fragen. Es brilliert die non-binäre Leroy Mokgatle.
Vor hundert Jahren wurde der Illustrator Edward Gorey geboren: Ein Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Walter Moers über den amerikanischen Sonderling und den Zauber seines Werks.
Daria Kosyrewa ist eine der jüngsten Politgefangenen Russlands. Die Medizinstudentin hat ein Gedicht des ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenko ausgehängt. Jetzt drohen ihr siebeneinhalb Jahre Lagerhaft.
In Hanoch Levins Komödie „Dingens“ inszeniert Sapir Heller die Machtspiele einer Familie. Die Aufführung im Schauspiel Frankfurt besticht durch groteske und humorvolle Absurdität.
Was sieht unser geistiges Auge, wenn wir die Verse eines großen Malers lesen? Mit diesem Gedicht eines Romantikers lässt sich die Probe aufs Exempel machen.
Unser Korrespondent ist mit dem Zug durch Wahlkampf-Deutschland gereist. Szenen aus einem Land, das mit sich ringt.
Wie kann es sein, dass dieser englische Dichter so viel über ein fernes Land wusste? William Shakespeares italienische Inspirationen.
Und beeindruckte die Wiener Salons, bevor sie vergessen wurde: Die österreichische Lyrikerin und frühe Journalistin Betty Paoli zeigt sich alles andere als biedermeierlich.