Dichter machen die Landschaft zu etwas Vertrautem
Wo die Seen wirken wie große Augen: Ein bislang nicht auf Deutsch erschienener Gedichtband von Lars Gustafsson liegt nun in Übersetzung von Kristina Maidt-Zinke und Stephan Opitz vor.
Wo die Seen wirken wie große Augen: Ein bislang nicht auf Deutsch erschienener Gedichtband von Lars Gustafsson liegt nun in Übersetzung von Kristina Maidt-Zinke und Stephan Opitz vor.
Genialer Bildhauer, Maler, Architekt und im Nebenamt auch noch Dichter: Dieses Gedicht bildet die überraschend düstere Lebensbilanz eines der großen Künstler der Renaissance.
Keine Instrumente, dafür aber ganz viel Gefühl: Der Frauenchor „Bodies“ macht es zum Markenzeichen, dass das Publikum bei ihren Auftritten weinen muss.
Amerikas Präsident sollte einfach mal antike Autoren lesen, um zu begreifen, was wahrhaft freies Denken und Handeln bedeutet.
Derrida als Leitlektüre im hohen Alter: Ein „Text+Kritik“-Sonderband widmet sich der Dichterin Friederike Mayröcker. Er enthält schöne Würdigungen, interessante literaturwissenschaftliche Zugänge und ein letztes „Proëm“.
Ejakulationen „ante portas“ und immer mehr Medikamente: In seinen Tagebüchern schilderte Thomas Mann ausführlich, wie sehr er wegen seiner Homosexualität litt. Die Forschung hat vieles davon bis heute verschwiegen.
Als Thomas Manns großer Teufelsroman gilt bislang „Doktor Faustus“. Doch in einer Leipziger Walpurgisnacht entdeckt Erik Schilling auch im „Zauberberg“ zahlreiche diabolische Referenzen. Geht Hans Castorp sogar einen Teufelspakt ein?
Georgi Gospodinov gehört zu den interessantesten Schriftstellern Europas. Sein neues Buch „Der Gärtner und der Tod“ ist Memoir, Bekenntnis und Momentaufnahme in einem - und sein bisher persönlichster Roman.
Wetten, dass: Ihn wird man auf der nächsten Documenta wiedersehen – Rashid Johnson überzeugt im Guggenheim.
In seinem neuen Roman „Der Kaiser der Freude“ versucht der amerikanische Starautor Ocean Vuong davon zu erzählen, wie gutes Leben gelingen könnte – auch in den Vereinigten Staaten von Trump. Ein Gespräch.
In Russland wurde er schikaniert, also emigrierte er nach Jerusalem. Heute ist er der populärste russischsprachige Autor, aber im Westen kennt ihn kaum jemand: Was Igor Gubermans Schreiben ausmacht.
Was dabei herauskommen kann, wenn Dichter Dichter ehren: Dieses Gedicht schillert zwischen Verehrung, Respekt, Widerspruch und leisem Spott.
Die Klanginstallation „Wenn alle Menschen“ erkundet im Kunsthaus Basis in Frankfurt das, was den Aufständischen der Bauernkriege vor 500 Jahren wichtig war. Heute sei das in Gefahr, sagen die Künstler.
In Nohant im Herzen Frankreichs, auf dem Landgut seiner Freundin George Sand, verbrachte Frédéric Chopin seine glücklichste Zeit. Dort kann man seine Musik in der weiten Landschaft des Berry erleben, wo sie auch entstand.
Sein wahrer Name ist Peyman Farahavar, seine regimekritischen Gedichte veröffentlicht er in Iran unter dem Pseudonym Sheyda. Für diese Lyrik ist er jetzt im berüchtigten Lakan-Gefängnis der Stadt Rasht in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt worden.
Michael Lockshins „Der Meister und Margarita“ hat in Russland Furore gemacht. Die Verfilmung von Bulgakows Roman spielt in Stalins Moskau, wo Höllenkräfte ihr Unwesen treiben. Ein Höhepunkt ist August Diehl als Teufel.
Ulla Hahns Aufstieg zu einer der bekanntesten deutschen Dichterinnen war auch Resultat von Marcel Reich-Ranickis Begeisterung für ihre Lyrik. Doch wie im ganzen Leben emanzipierte sich die Schriftstellerin schließlich von ihm.
Gedenkfeier in Seelow +++ Nach der Zollattacke +++ Urteil in Freiburg +++ Pflichtlektüre für Demokraten
Die Bezahlkarte läuft in Hessen schleppend an. Die hessische CDU ist im nächsten Bundeskabinett kaum vertreten. Und im Frankfurter Nordend soll eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Der Kampf ums Wasser ist auch ein Kampf um Flächen. Hier ist die neue Regierung gefordert.
Grenzüberschreitend in vielerlei Hinsicht: Die Internationalen Messiaen-Tage in Görlitz überzeugen mit einem vielseitigen Programm aus Musik und Kunst und mit erhellenden Diskussionen zum Krieg in der Ukraine.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
Preußische Kulturblüte um 1800 in Neuhardenberg, der Mythos von Caesar und Kleopatra in Speyer und koreanische Kultur aus zwei Jahrtausenden in Dresdens Grünes Gewölbe. Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Vor fünfzig Jahren kam Rolf Dieter Brinkmann, der romantische Rebell, in London ums Leben. Seine Heimatstadt Vechta tut sich noch heute schwer mit ihrem größten Sohn – hat ihm aber eine besondere Ausstellung ausgerichtet.
Vor fünfzig Jahren starb Rolf Dieter Brinkmann. Noch immer gibt es Neues aus seinem Werk zu entdecken. Das Bild des schwierigen, wütenden Kultautors wird dabei einerseits bestätigt, andererseits relativiert.
Im Münchner „Lyrik Kabinett“ hat Herbert Grönemeyer über seine Arbeitsweise gesprochen – das Ergebnis ist protokolliert in einem bibliophilen Heft der „Münchner Reden zur Poesie“.
Esa-Pekka Salonen und Simon McBurney bringen bei den Osterfestspielen in Salzburg Mussorgskis Oper „Chowanschtschina“ heraus. Das Stück ist eine Zumutung an Klarsichtigkeit. Aber eine Sensation ist Nadezhda Karyazina als Marfa.
In bester Gesellschaft: Daniela Seel lässt Wörter und Dinge vibrieren, verunsichert und bereichert uns. Dafür erhält sie den diesjährigen Kleist-Preis.
Vergessen, aber einer Wiederentdeckung würdig: Der Komponist Arnold Ludwig Mendelssohn brillierte vor allem mit seinen Liedern.
Du bringst mir Freude! Ein Gedicht eines Lyrikers aus dem schweizerischen Wallis, das klingt wie der Fanfarenstoß eines kindlichen Ewigkeitsvogels.
Seine Geschichte heißt „Knirsch“, aber es gibt keinen Grund für Joris Bas Backer, über diesen Vorabdruck in „Glitter“ zerknirscht zu sein. Er macht Lust auf die queere Graphic Novel „Falsch gestorben“, die noch in diesem Jahr erscheinen soll.
Eine Neuausgabe und eine Fortsetzung: Was Nenad Veličković im Roman „Nachtgäste“ und Miljenko Jergović im Erzählungsband „Das verrückte Herz“ vom Bosnienkrieg erzählen.
Wenn sie vorliest, stehen die Besucher Schlange: Clara Lösel erreicht über Social Media mit Gedichten zehn Millionen Leute. „Faschisten-Döner“ heißt ihr größter Erfolg. Nun legt sie ihr erstes Buch vor.
Lebenssinn im Racheglück: Die Poesie von Sergej Sawjalow bringt verschüttete Kulturschichten zum Sprechen. Christine Hengevoß hat sie für die Auswahl „nahe der brandung“ ins Deutsche übertragen.
Sie eint die Ablehnung des Überfalls auf die Ukraine: Exilverlage und Autoren aus aller Welt versammeln sich bei der russischen Buchmesse in Berlin.
Wie aus Trauer die Erkenntnis steigt: Ein Gespräch mit dem Übersetzer Hannes Langendörfer über Daniel Pedersens Buch „Offenes Wasser“