Wenn der Nebel sich lichtet
Wie verbindet man Sufismus, Christentum und Beat Poetry? Dem Jazzpianisten Tord Gustavsen gelingt das auf seinem Album „What Was Said“ besonders durch die Unterstützung der Sängerin Simin Tander.
Wie verbindet man Sufismus, Christentum und Beat Poetry? Dem Jazzpianisten Tord Gustavsen gelingt das auf seinem Album „What Was Said“ besonders durch die Unterstützung der Sängerin Simin Tander.
Er ist ständig unterwegs – mit der Band Die Ärzte oder ohne. Farin Urlaub über seine Reisen in mehr als 100 Länder, seine Bilder von anderen Kulturen, das Verfassen von Liedern und den Menschen an sich und überhaupt.
Oft lassen Dichter keinen guten Vers an den Werken des Kollegen. Bei den beiden großen polnischen Lyrikern Adam Zagajewski und Czesław Miłosz war das anders. Beide verband eine seltene Zustimmung zur Welt.
Martin Walsers neuer Roman, „Ein sterbender Mann“ handelt von Freundschaft und Verrat. Im Interview spricht der Schriftsteller über erste Sätze, vorletzte Dinge und Marcel Reich-Ranicki.
Martin Walsers Roman „Ein sterbender Mann“ ist eine absichtsvoll vertrackte Parodie über die Sprache der Liebe im Alter. Manche Kulturmenschen könnten sich darin wiedererkennen.
Lange hat man auf eine umfassende Biographie des Schriftstellers Thomas Bernhard gewartet. Manfred Mittermayer hat sich getraut. Aber ist er auch weit genug gesprungen?
Für Nachzügler tickt die Uhr – doch noch bleibt etwas Zeit für letzte Besorgungen. Das Feuilleton der F.A.Z. hilft mit Empfehlungen für Bücher, Platten, Filme und Serien.
An diesem Donnerstag werden die Nobelpreise verliehen. Die schillernde Persönlichkeit des Stifters kann man am besten im Nobel-Museum in Stockholm kennenlernen.
Monika Rinck gehört zu den herausragenden Protagonistinnen der Gegenwartslyrik. In ihrem rasanten Essayband „Risiko und Idiotie“ streitet sie für das Gedicht und seine Relevanz.
Viele Literaturgattungen nähern sich vorsichtig den Maschinen an, nur die Lyrik hat Berührungsängste. Wie digital kann ein Gedicht sein?
Der unstete Weltenbürger aus Würzburg erfuhr auf einer Schiffspassage nach Java vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Der Wunsch nach Heimkehr zu seiner Frau erfüllte sich nicht. Dieses Gedicht hat seine Sehnsucht bewahrt.
Der Slam-Poet Patrick Salmen spricht über Vollbärte, Trucker, große Sehnsüchte – und erklärt, was den modernen Mann überhaupt noch ausmacht.
Nachdem Berlusconi den Medienkonzern RCS übernommen hat, verlassen gleich mehrere Starautoren die Verlagsgruppe. Auch Umberto Eco verabschiedet sich, hat aber schon neue Ufer im Blick.
Schopenhauer verehrte Goethe. Umso erstaunlicher, dass er sich in einem satirischen Epigramm gegen den Klassiker aus Weimar wandte – zur Verteidigung der Gattung „Hund“.
Am Morgen vierfüßig, am Mittag zweifüßig, am Abend dreifüßig: Älter werden ist nicht leicht. Wird man auf seinem Lebensweg von vielen begleitet, so ändern sich die Mitstreiter. Manche bleiben auf der Strecke.
Bekritzelt, vergessen, gestohlen – oder doch gelesen? Bücher erfüllen gleich mehrere Zwecke. Das Literaturmuseum der Moderne in Marbach erzählt eine fesselnde Geschichte der benutzten Bücher.
Eine Frau kehrt zurück in das Haus ihres sterbenden Mannes. War es eine gute Ehe? Warum hat sie Angst? Edna St. Vincent Millays Verse gewinnen ihre Wirkung durch eine ungewöhnliche formale Spannung.
In diesem Sommer verstarb der Schriftsteller Ulrich Zieger im französischen Montpellier. Wenige Tage vor seinem Tod entstand sein letztes Gedicht, das hier erstmals veröffentlicht wird. Zugleich antwortet der Lyriker Uwe Kolbe darauf.
Das Graduiertenkolleg „Schreibszene Frankfurt“ schlägt eine Brücke zwischen einsamer Schreibarbeit und Literaturbetrieb. Am Ende soll ein Modell stehen, dass für alle Städte gilt.
Nach dem Sturz des Janukowitsch-Regimes: Ein Wahlkampf mit Filmen, Kopfschmerzmittel und zumindest etwas fragwürdigen Kandidaten. Ein Besuch vor der Kommunalwahl in Poltawa.
Gary Snyder lernte Zen-Buddhismus in Japan und ließ sich anschließend in der Bergeinsamkeit der Sierra Nevada nieder. Nur in der Lyrik habe die Natur eine Lobby, meinte er. Dieses Gedicht beweist es.
Einzeln ist der Mensch ganz erträglich, im Rudel weniger. Wir sollten Schwarmphasen daher so schnell wie möglich hinter uns lassen. Dankesrede zur Verleihung des Frank-Schirrmacher-Preises.
Nach der Büchermesse hat man wieder genügend Lesestoff für die kürzer werdenden Tage. Wir verraten unsere Lieblingsplätze zum Schmökern, aber auch zum Entspannen und Genießen.
Einsamkeit und Weltferne, das war einmal das Bild für die Arbeit des Schriftstellers. Heute führen unter den vielen Wegen vom literarischen Blog zum Buch manche im Kreis. Geht so die Zukunft?
Indonesien ist in dieser Woche das Gastland auf der Frankfurter Buchmesse. Seine Schriftsteller bieten Orientierung für eine Gesellschaft auf der Suche, in der man auf fünf Arten beten kann.
Die einen wünschen sich einen eigenen Staat, die anderen begreifen sich als Teil Spaniens. Worum geht es eigentlich bei der katalanischen Unabhängigkeit wirklich? Schlichte Bemerkungen zu einem dornigen Thema
Am Stand der F.A.Z. werden unter anderem zwei Nominierte des Deutschen Buchpreises zu Gast sein. Die 24-seitige Literaturbeilage erscheint am Samstag.
Indonesien ist Gastland der Frankfurter Buchmesse, die in wenigen Tagen eröffnet wird. Viele Ausstellungen bieten zur Einstimmung schon jetzt Einblicke in Kunst und Leben des Gastes.
Dieses Gedicht von Walt Whitman wurde oft unterschlagen. Wahrscheinlich, weil es einem Zyklus entstammt, in dem sich der amerikanische Nationaldichter offen zu seiner Homosexualität bekannte. Es sind Verse von raumgreifender Sinnlichkeit.
Der Dichter Adonis ist einer der bekanntesten Intellektuellen Syriens. Nun soll er in Osnabrück als Mann des Friedens ausgezeichnet werden: Was für ein dramatisches Missverständnis! Ein Gastbeitrag.
Vor mehr als hundert Jahren veröffentlichte Friedrich Eisenlohr seine „Kriminal-Sonette“, eine Sammlung formvollendeter lyrischer Hochkomik. Am Mittwoch erst starb seine Witwe, die Schriftstellerin Annemarie Bostroem.
Große Begriffe meidet Les Murray in seiner Lyrik. In diesem Gedicht aber nimmt er sich einen der abstraktesten vor: Zukunft. Oder handelt es mehr von der Angst davor?
In seiner Rede zur Lage der Europäischen Union fordert Jean-Claude Juncker mehr Engagement für Flüchtlinge. Das führt zu Widerspruch und einem bizarren Auftritt bei den Rechtspopulisten.
Während in den Bestsellerlisten gedruckter Bücher der massentaugliche literarische Realismus vorherrscht, werden im Digitalen Experimente gewagt. Die Ergebnisse sind ebenso unterhaltsam wie lehrreich.
Dichten, das ist, als werfe man die Welt ins Wasser der Sprache: So beschreibt der Frankfurter Lyriker Marcus Roloff das, was er tut. Jetzt hat er einen neuen Gedichtband geschrieben.
Er ist beharrlich und scheut sich nicht, die Angehörigen der Toten auch mal in den Arm zu nehmen: Friedrich Anis neuer Ermittler Jakob Franck kommt ohne einen straffen Spannungsbogen aus.