Ror Wolf: „Viertes kleines Nachtgedicht“
In diesem Gedicht hat der Reim die Uhr gestellt. Ob es an Silvester spielt, bleibt offen. Aber es enthält eine Anleitung, wie man, möglicherweise, alle Selbstzweifel beseitigt.
In diesem Gedicht hat der Reim die Uhr gestellt. Ob es an Silvester spielt, bleibt offen. Aber es enthält eine Anleitung, wie man, möglicherweise, alle Selbstzweifel beseitigt.
Berlin bemüht sich, aus dem Streit am türkisch-deutschen Istanbul Lisesi über Bräuche zur Weihnachtszeit keine Staatsaffäre werden zu lassen. Die angesehene Schule hat eine lange Geschichte.
Was will uns der Dichter damit sagen? Diese acht Worte des Jahres 2016 geben uns Rätsel auf. Können Sie die Bilder deuten?
Schaurig ist’s, übers Moor zu gehen: Niels Freverts Song „Ich würd’ dir helfen, eine Leiche zu verscharren (wenn’s nicht meine ist)“ ist eine der ungewöhnlichsten Liebeserklärungen der deutschen Pop-Musik.
Der Name „lyrics“ für die Texte der Popmusik ist nicht einfach das englische Wort für Lyrik. Wie unterscheiden sich Songtexte und Gedichte? Diese und andere Fragen behandelt in unserer Online-Anthologie.
John Neumeier choreographiert das „Lied von der Erde“. Doch der Meister des Aparten scheut den Blick in den Abgrund der Seele, den Gustav Mahlers Musik gewährt.
Bei „Hart aber fair“ geht es um die Frage, wie lange sich die ewige Kanzlerin noch halten kann. Ausgerechnet ein ehemaliger Maoist unter Frank Plasbergs Gästen hält Merkel für alternativlos.
Die Kandidatur Merkels zur CDU-Vorsitzenden wecke auch „negative Emotionen“, sagt Annegret Kramp-Karrenbauer. Wurden Fehler gemacht? „Wir haben alle Fehler gemacht“, so die saarländische Ministerpräsidentin im F.A.Z.-Interview.
Horst Seehofer findet Donald Trump also gut, weil der die Leute „nicht verschwurbelt“ anspreche, sondern „mit konkreten Antworten“. Will jetzt auch der CSU-Vorsitzende seinen Teil zur verbalen Verrohung beitragen?
Funktioniert der deutsche Sozialstaat noch – und was soll er überhaupt leisten? Sandra Maischberger und ihre Gäste diskutieren ein wichtiges Thema und seine Mythen. Einer reduziert soziale Unterschiede dabei auf die Frage der inneren Einstellung.
Aber man hört: Fürst Gremin liebt Tatjana wirklich. An der Oper Frankfurt trägt der Dirigent Sebastian Weigle die Sänger gleichsam auf Händen durch Peter Tschaikowskys „Eugen Onegin“.
Wenn wir von „Weltliteratur“ reden, klingt immer auch ein positives Qualitätsurteil an. Aber was sind heute die Merkmale jener Texte, welche weltweit Leser erreichen?
Gegen Bismarck angeschrieben und schließlich von Hitler verboten: Vor 150 Jahren erschien die erste Ausgabe der „Frankfurter Zeitung“. Viele Traditionen verbinden sie bis heute mit der F.A.Z.
Paterson liest „Paterson“ in Paterson: Jim Jarmuschs neuer Film ist ein leises Meisterwerk, das die sonstige laute Kinokonkurrenz stumm machen sollte vor Neid.
Seit über zehn Jahren hat Sting kein Rock/Pop-Album mehr veröffentlicht, seit zwanzig keine richtig gute Platte. Klar, dass die Erwartungen an „57th & 9th“ groß waren. Ein einziges Lied löst sie ein.
Schon bei seinem Platten- und Bühnendebüt ausgerechnet im bunten Jahr 1967 verströmte er diese bis heute nicht nachlassende Magie. Zum Tod des verführerisch-monotonsten Sängers: Leonard Cohen.
Die Balladendichtung ist heute so gut wie tot. Einer ihrer letzten, besten und wirkungsvollsten Vertreter ist Wolf Biermann, der am kommenden Dienstag quicklebendig achtzig Jahre alt wird.
Marcel Beyer wird von der Akademie für Sprache und Dichtung mit dem Büchner-Preis geehrt. In seiner Rede zeigt der Dichter Biss und Hartnäckigkeit. Doch die Tagung hatte auch Tiefpunkte.
In diesem Gedicht wird der Gegenwart die Pokemonkrawatte umgelegt. Dem Autor, einem hier in Versen schwerelos tänzelnden Marcel Beyer, wird an diesem Samstag der Büchnerpreis verliehen.
Nur der Krimi bietet wahren Realismus: Nicola Lagioia legt mit „Eiskalter Süden“ einen preisgekrönten Roman vor, der ins grausame Herz eines apulischen Clans führt. Eine Gegenwartsanalyse.
Der Frankfurter Christian Reccius lebt für Poetryslam – trotz mancher Rückschläge und Selbstzweifel. Jetzt hat er die Chance auf einen großen Titel.
Bei einer Podiumsdiskussion auf der Buchmesse erzählten zwei Finalisten des Wettbewerbs Beirut Short Stories, warum sie schreiben und wie es nach der Auszeichnung ihrer Kurzgeschichten für sie weitergeht.
Der allererste Tag auf der Buchmesse fühlt sich an wie ein einziges überdimensionales, immer wieder von vorne beginnendes Daumenkino. Zum Lesen kommt hier nur eine.
Ungewohnt primärliterarisch gab sich die Eröffnungsveranstaltung der Frankfurter Buchmesse: Es kam zu echter Lyrik auf offener Bühne. Soviel Glitzer war jedenfalls lange nicht mehr.
Viel Geld für den „Bob Dylan des spanischen Krimis“: Dolores Redondo erhält den Planeta-Preis. Gerüchte um Gemauschel gibt es wie immer auch.
Mit seinem Referendum über die europäische Flüchtlingspolitik ist Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán gescheitert. Jetzt will er die Verfassung ändern. Was bezweckt er damit?
Wer erzählt uns davon, wie die Erde entstand und das irdische Leben? Raoul Schrott erkundet die epische Dimension der Naturgeschichte.
Bob Dylan hat den Ur-Meter ans Singer-Songwritertum gelegt, und jeder seiner Nachfolger muss sich an ihm messen. Aber wird man ihm mit dem Literatur-Nobelpreis gerecht?
Wie Homer: Bob Dylan betreibt Gesang und Verskunst – und hat den Nobelpreis verdient.
Mit Bob Dylan hat zum ersten Mal ein Künstler den Literaturnobelpreis erhalten, der nicht primär als Schriftsteller gilt. Der Musiker galt schon lange als Kandidat, endlich hat er den Preis erhalten.
Aus jüngster Zeit – nein, aus dem Frühwerk! Aus popgeschichtlichen Gründen oder mit einem persönlichen Erlebnis verknüpft? Einig sind sich die Redakteure, die über ihren liebsten Dylan-Song schreiben, nur in einem Punkt: Den Nobelpreis bekommt der Richtige.
Am Stand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) werden unter anderen zwei Nominierte des Deutschen Buchpreises zu Gast sein. Die 20-seitige Literaturbeilage erscheint am kommenden Samstag, und auf FAZ.NET sind Hintergrundberichte und weitere Rezensionen verfügbar.
Der Nobelpreis wurde in den vergangenen Jahren meist nach moralischen Kriterien vergeben. Preiswürdig sind politisches Engagement und ethische Tiefe. Kann das richtig sein?
Sie macht Musik. Sie schreibt Gedichte und Theaterstücke. Sie ist eines der Gesichter des jungen Widerstands gegen den Brexit. Aber jetzt singt Kate Tempest erst einmal wieder. Ein Gespräch.
Befreie dich von deinen Träumen, glaube nicht, dass es mehrere Welten gibt, vergiss deine Allmachtsfantasien! All diese Botschaften stecken in diesem Gedicht von Olav H. Hauge, dem Vorbild von Karl Ove Knausgård.
Sechzehn junge Autoren befassen sich in einem oft poetischen, schier unendlichen E-Book mit der Geburt der Zukunft aus der abgeschmierten Gegenwart.