Reisende im Orient
Die Liebe, ein Missverständnis: In seinem neuen Buch schickt Amir Hassan Cheheltan einen jungen, von altpersischer Lyrik faszinierten Engländer auf Bildungsreise und Grand Tour nach Teheran.
Die Liebe, ein Missverständnis: In seinem neuen Buch schickt Amir Hassan Cheheltan einen jungen, von altpersischer Lyrik faszinierten Engländer auf Bildungsreise und Grand Tour nach Teheran.
Daniela Seel widmet dem Frauendasein einen großen lyrischen Gesang: „Nach Eden“ ist Klage und Bekräftigung zugleich.
Was ein alter italienischer Autor sagt, ist wahr: Die erste Komplettübersetzung von Giacomo Leopardis „Zibaldone“ ins Deutsche bringt ein Wunderbuch ins einundzwanzigste Jahrhundert – eines zum Be- wie zum Verwundern.
Er glaubte, dass Benjamin ihm auch nach dessen Tod noch auf die Finger schaute: Eine Erinnerung an den Suhrkamp-Lektor und Schriftsteller Friedrich Podszus.
Die Fragen des Literaturrätsels im Oktober kreisen alle um Tiere in der Literatur, der Lyrik, auf der Bühne. Es sind ein paar bekannte Tiere darunter, aber auch ein paar weniger berühmte. Wer kennt sie?
Schauspieler Christoph Maria Herbst schwärmt von den Vorteilen eines E-Readers und verrät, welche kleinen Gesten er sich für die Rolle im Kinofilm „Der Buchspazierer“ bei seiner Frau abgeschaut hat.
Als Dichter ist er berühmt, doch seine große Liebe galt dem Jazz: Über Ernst Jandls Verhältnis zur Musik.
Nachdem Paul Celan Israel bereist hatte, führte er eine Korrespondenz mit dem Dichter Yehuda Amichai. Ein Jahr nach dem 7. Oktober ist sie von neuer Aktualität. In Tel Aviv denkt der Philosoph Irad Kimhi darüber nach.
Heimat verloren, Halt verloren: Dieses Gedicht handelt vom Leid und Elend mittelloser Exilanten, die vor den Untaten der Nationalsozialisten geflohen waren.
Die Kunstwerke der „Pochen Biennale“ in Chemnitz vermitteln einen grausigen Eindruck der Schrecken des Ukrainekriegs. Etwa das Gefühl, dass in Kiew Bomben und Beats parallel existieren.
Alexandra Popp tritt als Nationalspielerin zurück. Was auf Dauer von ihr hängenbleibt, ist vor allem die Persönlichkeit. Mit ihren Stärken verdient sie eine größere Bühne als den Fußballplatz.
Der Sänger, Songschreiber und Schauspieler Kris Kristofferson hat wenig anbrennen lassen in seinem wilden Leben. Nun ist er mit 88 Jahren gestorben.
Er ist nicht mehr da, aber an seinem 100. Geburtstag immer noch erstaunlich präsent: Autoren und Weggefährten gedenken in Berlin des Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld.
Maxim-Biller-Musik, die zweite: Der Schriftsteller als Singer-Songwriter
Im norwegischen Stavanger findet das „Kapittel-Festival“ statt. In diesem Jahr waren deutsche Autoren zu Gast. Fern des deutschen Publikums sprach Christian Kracht über seinen nächsten Roman.
Aus der Tradition des Dadaismus zur bitteren Autobiographie, vom Schluckspecht zum literaturkritischen Gedicht: Peter Wawerzinek wird siebzig Jahre alt.
Im September kreiste das Literaturrätsel von Jürgen Kaube um die Frage, welche Schriftsteller ihre berühmtesten Werke nicht in ihrer Muttersprache verfasst haben Hier kommt die Lösung in Einzelschritten für Neugierige.
Aus zwei Heimaten machte er seine Literatur: Franz Hodjak ist einer unserer sprachgewaltigsten Dichter. An diesem Freitag wird er achtzig Jahre alt.
Harmoniesüchtig war er nie: Der Schriftsteller Peter Turrini, der an diesem Donnerstag achtzig Jahre alt wird, hat das Anecken stets als schöne dramatische Kunst betrachtet.
Ein Übersetzer und Lyriker braucht ein Ohr für den Klang der Sprache. Aber was, wenn es in Gefahr gerät? Ralph Dutli zum siebzigsten Geburtstag
Sie war das poetische Irrlicht der Jazz-Ära und ist heute ein vergessener Star: Die ungeheure Lyrikerin Edna St. Vincent Millay tritt uns neu in der zweisprachigen Ausgabe von „Journal“ entgegen.
Schnitzeleien für Spießer: Calixto Bieito inszeniert Carl Orffs szenische Trilogie an der Hamburger Oper als lärmend-exhibitionistisches Spektakel. Das Dirigat von Kent Nagano wird beklatscht.
Das hätte man von ihm nicht erwartet: Über die ästhetische Faszination, die Bertolt Brecht für den nationalsozialistisch belasteten Komponisten Carl Orff hegte.
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In Notre-Dame wurden die sterblichen Überreste eines der wichtigsten Dichter der französischen Literaturgeschichte gefunden. Nun weiß man sogar, an welchen Krankheiten er litt.
Der Pianist Alexei Lubimov entdeckt auf historischen Instrumenten Beethovens hellwache Lyrik neu und hat seinen Spaß beim Scheppern der Musik von Erik Satie. An diesem Montag wird er achtzig Jahre alt.
Willkommen im Club 27: „Trakl-Sound“ erweckt mit 32 Stimmen die poetische Musikalität der Lyrik von Georg Trakl für heutige Ohren zum Leben.
Die Dragqueen Chappell Roan beschimpft bei den MTV Video Music Awards einen aufdringlichen Fotografen.
Es gibt Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die ihre berühmtesten Werke nicht in ihrer Muttersprache verfasst haben. Welche sind es? Finden Sie die Lösung!
Freie Fahrt für freie Algorithmen: David Link hat die von ihm programmierte „Poetry Machine“ ein Langgedicht nach eigenen Vorlieben verfassen lassen. Ein Buch für alle und keinen.
Marino Moretti beschrieb 1935 in seinem Roman „L’Andreana“ eine Emanzipation. Nun erscheint er erstmals auf Deutsch. Im Titel „Die vorlaute Fischhändlerin“ klingt kecke, wortwitzige Übersetzung von Judith Krieg schon an.
Christian Schloyers Gedichtband „Venus-Mars“ kann man von vorne, von hinten und immer wieder anders lesen. Er bietet ein spielerisches Leseabenteuer, bei dem nicht klar ist, ob die Menschheit es überlebt.
Hinter den Echos der großen Tradition: Ein Band der Kritischen Gesamtausgabe Walter Benjamins versammelt die Erzählungen und Gedichte. Leidenschaftlicher Gehalt trifft hier auf allerstrengsten Formzwang.
Elf Quadratmeter fürs Universum: In dem kleinen Raum der Damocle Edizioni in der Calle del Perdon finden die Sprachen und Stimmen der Welt ein Zuhause.
Es gäbe noch vieles nachzuholen - ein Gedicht über letzte Reisevorbereitungen und das Abschiednehmen vom Chaos des Lebens.
Im sechzehnten Jahrhundert hatten er und seine Freunde aus der Dichtergruppe „Pléiade“ nicht weniger vor als die Runderneuerung der französischen Poesie. Vor fünfhundert Jahren wurde mit Pierre de Ronsard ein Lyriker geboren, dessen Kunst heute noch zu uns spricht - wenn wir denn hörten.