Perversion des Denkens
Frau Maischberger bat zum Tanz, der letzte Sirtaki war ihr Thema. Griechen bankrott, Deutsche zahlen trotzdem? Bis jetzt profitieren wir allerdings noch vom Elend. Doch das will niemand hören.
Frau Maischberger bat zum Tanz, der letzte Sirtaki war ihr Thema. Griechen bankrott, Deutsche zahlen trotzdem? Bis jetzt profitieren wir allerdings noch vom Elend. Doch das will niemand hören.
Bisher galt der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling als klassischer Hinterbänkler. Seit gestern kennt ihn die halbe Netzwelt. Mit markigen Worten hat er ihre Möchtegern-Avantgarde kritisiert, und die reagierte höchst getroffen.
Europa solle sich nicht totsparen, schreibt Guido Westerwelle im „Handelsblatt“. Ob sich die Kanzlerin, die anderen EU-Ländern das Sparen vorschreiben will, davon inspirieren lässt?
Die Euro-Staaten sollen nach Ansicht des luxemburgischen Regierungschef Jean-Claude Juncker auf einen Teil ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verliert unterdessen allmählich die Geduld mit den Griechen. Auf Unternehmensebene kann Samsung mit einem dicken Gewinnplus aufwarten. Und auch Starbucks befindet sich weiter auf Expansionskurs. Der Handyhersteller Motorola schreibt dagegen Verluste.
Die Krise hat die Ökonomen beschämt. Auf einem Kongress sprachen sie oft von "neuem Denken". Verhaltensökonomen misstrauen dem Homo oeconomicus und vertrauen stattdessen dem Staat. Der soll den irrenden Menschen einen Schubs zu vernünftigerem Verhalten geben. Andere Ökonomen warnten vor einem Zusammenbruch des Papiergeld-Systems. Von Philip Plickert
Trotz Schuldenkrise kann Deutsche Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret keine allgemeinen Anzeichen für eine Kreditklemme auszumachen. Und die Europäische Zentralbank warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor einer Aufweichung des EU-Fiskalpakts. In China sind die Devisenreserven erstmal seit 1998 gesunken. Auf Unternehmensebene plant die Deutsche Telekom nach dem gescheiterten Verkauf bei ihrer Mobilfunktochter in Amerika wieder in Marke und Netz zu investieren. Investieren will auch VW. Nach einem Rekordabsatz sind in China Milliardeninvestitionen angedacht.
Der Dax ist mit moderaten Gewinnen in den letzten und zudem verkürzten Handelstag des Jahres gestartet. Die asiatischen Aktienmärkte haben das Krisenjahr 2011 mit kräftigen Verlusten abgeschlossen.
Der japanische Atomkraftwerksbetreiber Tepco bittet um weitere Hilfen für Entschädigungszahlungen. Airbus rechnet 2012 mit weniger Aufträgen. Die Privatisierung von Russlands größtem Ölförderer Rosneft im nächsten Jahr ist noch ungewiss. Die brasilianischen Umweltbehörden haben den Konzern Chevron wegen des Ölunfalls mit einer zweiten Millionenstrafe belegt. Die spanische Wirtschaft fällt in die Rezession zurück. Und in Frankreich ist die Arbeitslosenzahl im November auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren gestiegen.
Auch zur Wochenmitte gibt es wieder Neues zur Euro-Schuldenkrise: Die Euro-Länder wollen zur Verstärkung ihrer Krisenabwehr den IWF mit mehr Finanzkraft ausstatten. Und die Euro-Finanzminister haben eine weitere Nothilfe an Griechenland freigegeben. Auf Unternehmensebene hat die Deutsche Telekom weiter Probleme beim Verkauf von T Mobile USA. Denn die Einwände der amerikanischen Regulierer an AT&T gehen noch viel weiter als bisher bekannt. Erwähnenswert ist ansonsten auch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Großbanken durch Standard & Poor“s.
Die Nachrichtenlage gestaltet sich am Freitagmorgen noch relativ ruhig. Negativ zu werten sind allerdings der Rückfall Japans in die Deflation sowie die Rückstufung der ungarischen Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau durch Moody´s. Auf Unternehmensebene hat der Kupferkonzern Aurubis das Gewinnziel deutlich übertroffen. Singulus bestätigt die Prognosen und KWS startet mit einem deutlichem Umsatzplus ins Geschäftsjahr.
Marcus Brendel, 46, wird spätestens am 1. Mai 2012 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH (F.A.Z.) als Leiter Digital Sales beginnen. Er übernimmt die Führung des Online-Sale Teams und wird den Ausbau der Vermarktungsaktivitäten für alle Online- und Mobile-Angebote sowie die crossmedialen Anzeigenangebote der F.A.Z. verantworten.
Die Nachrichtenlage gestaltet sich am Freitagmorgen eher ruhig. Auf Unternehmensebene scheinen die Nachricht, wonach Suzuki weiter die Partnerschaft mit VW beenden will, noch am spannendsten. Interessant klingt auch der Einstieg von BMW beim Carbon-Hersteller SGL. Und bei den Wirtschaftsnachrichten gilt das für die Meldung, wonach in Deutschland der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im Vormonat leicht rückläufig war.
Moody's stuft die Bonität von drei amerikanischen Großbanken herab, Lufthansa will die Flüge deutlich reduzieren, Metro-Chef Cordes erwägt einen Verkaufsstopp für Real und Qatar eine Beteiligung an der BNP Paribas.
Die Herabstufung Italiens hat am Dienstag am deutschen Aktienmarkt für neue Nervosität gesorgt. Jetzt hoffen Börsianer auf eine Lösung für Griechenland in der anberaumten zweiten Telefonkonferenz.
Nach dem Wahl-Debakel von Berlin gerät die FDP-Führung von allen Seiten unter Beschuss: SPD und Grüne fordern Neuwahlen im Bund, parteiintern wird der Europa-kritische Kurs des Vorsitzenden Rösler kritisiert. Und auch die Forderung nach Steuersenkungen wird wieder laut.
Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank geht von Bord. Seine Gründe sollen persönlich sein, doch das, woran er glaubte, könnte sich ohnehin überlebt haben.
Die deutschen Aktien tendieren am Donnerstag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) uneinheitlich. Nebenwerte zeigen sich stärker, während die Standardwerte unter Druck stehen.
Bei Conergy droht angeblich abermals ein Stellenabbau, Sinopec meldet eine Gewinnsteigerung, BP drohen neue Klagen wegen Deepwater Horizon, der EFSF hält ein Ende der Euro-Krise in zwei, drei Jahren für möglich.
Das Sicherheitspfand für Finnland ist vom Tisch, der Frühsommer beschert Fielmann einen höheren Brillenabsatz, Griechenland belastet das Ergebnis des Credit Agricole, die Raiffeisen Bank verzeichnet einen Gewinnsprung und der Gewinn von Ahold schrumpft.
Leighton drückt den Hochtief-Gewinn, Dell senkt die Prognosen, die Telekom Austria revidiert die Prognose. Bei Eon drohen Streiks, RWE will Anteile an den regionalen Versorgern verkaufen und die griechischen Banken brauchen wohl bald Notfall-Liquiditätshilfen.
Vor dem Treffen von Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy haben sich CDU-Politiker für Eurobonds und damit gegen Merkel ausgesprochen. Der Vorsitzende der Jungen Union, Mißfelder, ergreift in der F.A.Z. für Merkels Position Partei.
pps. FRANKFURT, 15. August. Als sie am Freitag bewusstlos im Badezimmer ihrer Wohnung in Georgetown in Washington gefunden wurde, nahm die Polizei an, dass es sich um einen Unfall handelte. Wenige Stunden später war die 91 Jahre alte Viola Herms Drath tot.
Die Politik streitet über Eurobonds, Frankreich will sein Defizit 2012 um rund 10 Milliarden Euro senken, Japans Wirtschaft schrumpft weiter. Dier Weltbank sieht die Weltwirtschaft in einer neuen und gefährlichen Phase, die GfK verzeichnet einen Gewinnsprung.
"Geht es wirklich nur ums Geld? Woran es in vielen Fällen stärker mangelt, ist etwas anderes: Anerkennung. Respekt, würden manche sagen. Um Selbstbewusstsein, das aus dem Gefühl und der Gewissheit entsteht, dazuzugehören, ein wertvoller Mensch zu sein.
Die Deutsche Telekom will einem Zeitungsbericht zufolge Personal in ihrer Konzernzentrale abbauen. Betroffen seien 1600 Stellen und damit acht Prozent aller Posten in der Verwaltung des Telekommunikationsunternehmens in Bonn.
STUTTGART, 21. Juli (dpa). Der Sportwagenbauer Porsche will in den kommenden sechs Jahren etwa 7000 neue Arbeitsplätze schaffen. Hintergrund sei der Ausbau der Palette von vier auf sieben Baureihen bis 2018, sagte Porsche-Chef Matthias Müller dem "Handelsblatt".
Das Online-Geschäftsnetzwerk LinkedIn lässt seine Online-Werbung künftig von der Handelsblatt-Gesellschaft IQ Media verkaufen. Die Nähe zur Zielgruppe sei für die Wahl ausschlaggebend gewesen, sagt LinkedIn-Europachef Eyres.