Man hatte schon gewisse Befugnisse
Als die Nachbarn West-Fernsehen schauten: Die Doku „Spezialkommission“ schildert, wie die Stasi in der DDR Verbrechen vertuschte und die Statistik schönte. Ein Machtgefühl eigener Art.
Als die Nachbarn West-Fernsehen schauten: Die Doku „Spezialkommission“ schildert, wie die Stasi in der DDR Verbrechen vertuschte und die Statistik schönte. Ein Machtgefühl eigener Art.
Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ nimmt sich vor, alle Hintergründe der massenhaften sexuellen Übergriffe in Köln zu beleuchten. Leider weist die journalistische Aufbereitung blinde Flecken auf.
Am meisten vermissen sie das Sofa, den Bäcker, das Souvenir aus Madrid: Der Film „Haunted“ von Liwaa Yazji erzählt die Geschichte des syrischen Krieges so, wie man sie noch nicht gehört hat.
Die Schauspielerin Christiane Paul, die RTL-Serie „Deutschland 83“ und der Dokumentarfilm „Krieg der Lügen“ gewannen die wohl begehrteste internationale Auszeichnung der Fernsehbranche.
„Immer ist hier Krieg“: Heidi Specognas Dokumentarfilm „Cahier Africain“ erzählt von Menschen in einer unheimlichen Zeiten in Zentralafrika. Ein großes Menschheitsdokument.
Er sollte nach einem Drehbuch des Regimes arbeiten, doch das tat er nicht: Vitalij Manskijs Dokumentarfilm über das gute, schöne, nicht ganz so wahre Leben in Nordkorea ist eine kleine Sensation.
Techno-Musik in Iran? Der ungewöhnliche Dokumentarfilm „Raving Iran“ begleitet zwei DJs bei dem Versuch, ihr Elektro-Album in der Heimat zu vermarkten bis hin zur einmaligen Chance, dem strengen Regime zu entfliehen.
Fünf junge afghanische Flüchtlinge haben einen Dokumentarfilm gedreht. Sie wollen die Situation in Flüchtlingsunterkünften zeigen - obwohl sie dort nicht filmen durften.
Ulrich Seidls Dokumentarfilm „Safari“ über Jagdtourismus in Afrika zeigt erschütternde Szenen. Der einzige Mensch, dem man in diesem Film begegnet, ist die Giraffe.
Massenvernichtungswaffen, mit denen Politik und Diplomatie nicht Schritt halten können: Alex Gibneys Dokumentarfilm „Zero Days“ zeigt den Cyber-Krieg als Gefahr und Wirklichkeit unserer Zeit.
Mit so viel Unglück lässt sich kein starker Staat machen: Mor Loushys Dokumentarfilm „Censored Voices“ erinnert an den israelischen Sechstagekrieg von 1967.
Das Dokudrama „Der Traum von Olympia - Die Nazi-Spiele von 1936“ schafft nur die halbe Distanz. Die Geschichten von Gretel Bergmann und Wolfgang Fürstner bleiben zwischen Fiktion und Archivmaterial auf der Strecke.
Was geschieht, wenn wenig gebildete Menschen mit verquasten Überlegenheitsphantasien und hoher Gewaltbereitschaft über andere herrschen wollen: Jürgen Todenhöfers Dokumentarfilm „Inside IS - 10 Tage im Islamischen Staat“.
Bei Arte sollte ein Film über den Tod des russischen Anwalts Sergej Magnizki laufen. Es ist gut, dass er abgesetzt wurde. Er hätte die Unwahrheit verbreitet. Ein Gastbeitrag.
Die Filmemacherin Nurith Aviv schaut den Menschen in den Kopf. In „Poetik des Gehirns“ fragt sie, welche Spuren unser Denken hinterlässt. Daraus resultiert ein verblüffender Film.
Was steckt hinter dem Fall des toten Sergej Magnizki? Im F.A.Z.-Interview spricht Regisseur Andrej Nekrassow über seinen Film - den bislang niemand sehen durfte.
Endlich eine gelungene Künstlerdokumentation: Marcie Begleiters Film über die früh in New York verstorbene Eva Hesse reißt wegen der Dichte des Materials mit.
Die Interventionen gegen das Dresdner „Aghet“-Projekt, die Festnahme einer niederländischen Journalistin: Die Türkei nutzt die politische Erpressbarkeit der EU nun ganz gezielt.
Was passiert mit Profifußballern, die plötzlich arbeitslos werden? Der Dokumentarfilm „Zweikämpfer“ wirft einen unverstellten Blick auf ihr Leben – und begleitet sie in die hintersten Ecken der Fußballwelt.
Der „Lichter“ Filmfest Frankfurt International ist vorüber, die Preise sind vergeben. Auch dieses Mal gibt es dazu einen Kritikerblog - es ist schon die dritte Generation.
Eine gutgelaunte Lektion von Michael Moore, ein Lebenszeichen von Spike Lee, starke moralische Reibungshitze und ein Achtstundentag mit Lav Diaz – vier Blicke auf das, was von der Berlinale bleibt.
Die Berlinale beweist wieder einmal politische Geistesgegenwart. Gianfranco Rosis Dokumentarfilm „Fuocoammare“ erhält den Goldenen Bären. Auch gegen die übrigen Sieger ist wenig einzuwenden.
In dem Dokudrama „Letzte Ausfahrt Gera“ versucht das ZDF, die Persönlichkeit der NSU-Terroristin Beate Zschäpe zu entschlüsseln. Bei jemandem, der zu allem schweigt, ist das ein heikles Unterfangen.
Einmal hat Beate Zschäpe doch geredet – nicht vor Gericht, aber während einer Autofahrt. Das Dokudrama „Letzte Ausfahrt Gera: Acht Stunden mit Beate Zschäpe“ handelt davon.
Worüber die Großeltern schwiegen: Im Ersten erzählt der Dokumentarfilm „Vater, Mutter, Hitler“ vom Generationengespräch über die NS-Zeit.
Es begann mit einem Mordanschlag: Das Attentat auf die französische Satirezeitschrift vom Januar dieses Jahres hatte ein Vorspiel. Dafür öffnet der Film „Der Fall Charlie Hebdo“ die Augen.
Kleine Zellen, entnervte Wachen und marode Gebäude: Der Film „Das Gefängnis - ein Narrenschiff“ zeigt, wie psychisch gestörte Häftlinge in einem Gefängnis im Südwesten Brüssels leben. Am schlimmsten ist nicht das Eingesperrtsein.
Ein neuer Dokumentarfilm zeigt das Leben von Jigal Amir. Er erschoss 1995 den damaligen israelischen Ministerpräsidenten Rabin. Trotz Protesten lief „Beyond the Fear“ beim Jerusalemer Filmfestival.
Am 23. Juli 2011 wurde Amy Winehouse mit nur 27 Jahren tot aufgefunden. Sind gewissenlose Männer mit Schuld an ihrem Tod? Ein Dokumentarfilm sucht Antworten.
Der Dokumentarfilm „Seht mich verschwinden“ von Kiki Allgeier begleitet das Model Isabelle Caro durch die Hölle aus Mode und Magerwahn. Coaches und Kampagnen treiben die Jugendliche immer weiter in die Krankheit.
Der berufslose Moorbewohner war Bastler, Sammler, Phantast – und weithin bekannter Exzentriker. Nun entsteht über das Schicksal des Einsiedlers Ernst Otto Karl Grassmé ein Dokumentarfilm. Auf den Spuren eines ewigen Außenseiters.
„Beyond Punishment“: Hubertus Siegerts Dokumentarfilm versuchte die Täter mit den Angehörigen der Opfer von Gewaltverbrechen in einen Dialog zu bringen. Das ist gewagt, heikel - und sehr spannend
Drei Menschen soll der Immobilien-Mogul Robert Durst auf dem Gewissen haben. Belangt wurde er nie. Dann hat er sich verplappert: bei den Dreharbeiten zu einer Doku-Serie, die jetzt bei Sky zu sehen ist.
Ein Dokumentarfilm über Campus-Vergewaltigungen beeindruckt die politische Klasse Amerikas. Dass „The Hunting Ground“ es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, scheint niemanden zu stören.
Ab in die Anstalt: Online-Süchtigen droht in China eine harte Behandlung. Mit militärischem Drill sollen sie in Bootcamps zur Besserung erzogen werden. Die Dokumentation „Web Junkie“ beleuchtet eine einsame Generation.
Schon vor der Ausstrahlung sorgte eine Dokumentation über Vergewaltigungen für Unmut in Indien. Die Regierung in Neu Delhi hat sogar verboten, den Film im Fernsehen zu zeigen. Und jetzt, da die BBC die Doku ausstrahlte, droht Indien mit Konsequenzen.