Wo Berthold Beitz das Wild erlegte
Das ehemalige Anwesen von Thyssen-Krupp in Gerlos gehört heute einer Seilbahngesellschaft. Der kleine Ort in Tirol verbindet viel mit dem Stahlkonzern – und seinem legendären Manager.
Das ehemalige Anwesen von Thyssen-Krupp in Gerlos gehört heute einer Seilbahngesellschaft. Der kleine Ort in Tirol verbindet viel mit dem Stahlkonzern – und seinem legendären Manager.
Die Kleinstadt Comiso liegt am Rand – von Sizilien, von Italien, von Europa. Doch für den Schriftsteller Gesualdo Bufalino war ihre Piazza „der einsame Pol des Universums“: Höchste Zeit, ihn nicht nur dort zu feiern.
Der frühere Frankfurter Stadtdekan Walter Adlhoch soll ein Mädchen missbraucht haben – doch die Tat ist niemals in einem Prozess festgestellt worden. Sein Neffe will nun seine Unschuld beweisen.
Sie steckten jahrelang auf engstem Raum fest und segelten ins Ungewisse – können wir gerade von den norwegischen Polarreisenden lernen? Zu Besuch in Roald Amundsens Wohnhaus, das nun digital zugänglich ist.
Wenn junge Erwachsene wieder bei den Eltern einziehen, drohen Konflikte. Eine Mutter und ihr Sohn berichten.
Ein Roman, der während der Weimarer Republik spielt. Eine junge Frau, die sich durchs Leben schlägt. Künstlich ist da gar nichts, alles ist das pralle Berliner Leben: Irmgard Keuns „Das kunstseidene Mädchen“.
Prinz Ernst August von Hannover hat seinen Sohn darauf verklagt, ihm die Marienburg südlich von Hannover zurückzugeben. Kern des Streits ist die Kontrolle über das nach wie vor beträchtliche Vermögen der Welfen.
Fernsehen für heranwachsende Eremiten mit dem Wunsch nach mehr Licht: Amazons „The Map of Tiny Perfect Things“ erzählt von zwei Jugendlichen in einer Zeitschleife.
Nahezu alle Stiftungen mit Kunstbesitz sind hierzulande gemeinnützig. Aber auch sie können in der NS-Zeit entzogenes Kulturgut restituieren. Es kommt auf den Stifterwillen an.
Der „Technik-Oscar“ für wissenschaftlich-technische Errungenschaften geht 2021 auch an drei Saarländer. Sie arbeiten daran, dass Filme wie „Spider Man“ oder „The Grinch“ besonders realistisch wirken.
Im Jahr 1949 verschenkte Berlins Staatsbibliothek wertvolle Handschriften des Komponisten Frédéric Chopin an Polen. Offenbar nicht ganz freiwillig. Spielte Polens Geheimdienst dabei eine Rolle?
Im ersten Film der Popmusikerin Sia sollte es um ein autistisches Kind gehen. Das wird auf halbem Weg vergessen. Dafür läuft er über vor Klischee.
Bevor er zum traurigen Dichter wurde, war er ein glücklicher Student: Eine imaginäre Reise nach Recanati in Leopardis Bibliothek, mitten in der Nacht, zum jungen Giacomo.
Am Vesuv wurden im 18. Jahrhundert etwa tausend antike Buchrollen gefunden. Ihre Lektüre ist ein formidables Puzzle. Doch moderne Methoden entlocken ihnen immer mehr Informationen.
Die Buchmesse in Leipzig ist abgesagt worden, der Pandemie wegen. Zum Trost hier eine Geschichte aus einer Zeit, als Bücher riskant waren.
Die Buchrollen aus der Villa dei Papiri bilden die einzige erhaltene antike Bibliothek. Thematisch ist sie allerdings etwas einseitig. Dafür bietet sie interessante Einblicke in eine damals schwer angesagte philosophische Strömung.
Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung soll ein heikles Thema in die Öffentlichkeit bringen, ohne die Vertriebenenverbände oder das Ausland zu brüskieren. Das sorgt bei jeder Gelegenheit für Zwist. Neuester Anlass ist ein geplatztes Filmprojekt.
Es muss nicht immer Neubau sein: Auch ein Anbau an ein altes Haus kann zum maßgeschneiderten Platz für die eigenen Wohnwünsche werden.
Ein Ehepaar aus Gießen schickt seine Töchter auf eine private Grundschule. Sie finden: Die Kinder erhalten dort ein besseres Rüstzeug fürs Leben.
Der aufsehenerregende Prozess um Steuerbetrug endete 2017 für Guy Wildenstein mit einem Freispruch. Das höchste Gericht Frankreichs hat jetzt die Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet.
Der französische Autor Roger Martin du Gard ist ein in Deutschland vergessener Nobelpreisträger. Es ist Zeit, ihn zu entdecken: mit der beklemmenden Broschüre „Maumort und die Nazis“.
Für die einen ein Skandal, für die anderen ein Glücksfall: Umberto Ecos bedeutende Bibliothek wird aufgeteilt. Die älteren Werke bleiben in Mailand, die modernen gehen nach Bologna.
Eigentlich beginnt nach dem Abitur für viele die beste Zeit: von zu Hause ausziehen, studieren, reisen, feiern. Wie aber fühlt es sich an, ein Studium zu beginnen, wenn die Welt stillsteht? Sechs „Erstis“ erzählen davon.
Aktion „Offene Theater“: Dutzende von Bühnen in ganz Frankreich hatten angekündigt, am Samstagnachmittag um 15 Uhr ihre Türen zu öffnen. In Marseille kam es zum Ernstfall.
Was einmal die Hauptstadt der Uckermark war, ist heute verloren zwischen Backstein und Platte: Der Dichter Gottfried Benn lebte hier wenige, aber entscheidende Monate.
Ins Exil getrieben: Der Offenbacher Ehrenbürger Siegfried Guggenheim ist vor 60 Jahren gestorben. Der Kunstmäzen und Rechtsanwalt starb 1961 im Amerikanischen Exil.
Deutschland liebt das Image einer Kulturgesellschaft. Was es nicht liebt, sind die, die Kultur und Wissen erschaffen, veredeln, vermitteln. Das wird in der Corona-Krise und beim Urheberrecht deutlich. Ein Gastbeitrag.
Eine alte Dame. Ein Mord. Aber keine Leiche. Ist alles nur ausgedacht? In ihrem neuen Roman „Der Tod in ihren Händen“ lässt Ottessa Moshfegh die Realitätsebenen unglaublich raffiniert verschwimmen.
Sollte die von Nationalsozialisten zerstörte Bornplatzsynagoge wiederaufgebaut werden? Ein genauer Blick auf das bisherige Mahnmal und nach Jerusalem verdeutlicht die Kraft der bewussten Lücke.
Rostock verzeichnet seit dem Frühjahr so wenige Corona-Fälle wie keine andere Großstadt in Deutschland. Bürgermeister Claus Madsen erklärt, wie er das mit seiner Verwaltung macht.
Der Erweiterungsbau der Württembergischen Landesbibliothek setzt darauf, dass die Stadt des Autos demnächst verkehrspolitische Vernunft annimmt. Allerdings glauben seine Architekten vom Büro LRO selbst nicht mehr recht daran.
Schon an Silvester musste Papst Franziskus wegen Nervenschmerzen in den Beinen seine Teilnahme an Zeremonien absagen. Für kommende Veranstaltungen soll das Kirchenoberhaupt jetzt vertreten werden.
Grete de Francesco schrieb in den dreißiger Jahren ein Buch über die Figur des Scharlatans. Seine Neuausgabe zeigt, wie überraschend aktuell das Thema gerade jetzt ist.
Der Komponist Johannes Brahms galt als wortkarg und mitteilungsscheu. Dennoch hat er viele Äußerungen hinterlassen. Die Brahms-Kenner Renate und Kurt Hofmann haben daraus eine stattliche Sammlung erstellt.
Das Krisenjahr 2020 brachte den Auktionshäusern in Frankreich weniger Umsatz, mehr Digitalisierung – und gute Ergebnisse für Moderne sowie Asiatica.
In Niedersachsens Wäldern wurde ein verbuddeltes Fass mit Schriftstücken aus den achtziger Jahren entdeckt. Handelt es sich um eine Zeitkapsel von RAF-Terroristen?