Mehr Vergangenheit wagen?
Mut zur Lücke oder Stausee für den Twitterfluss? Bei einer Grundsatzdebatte in Marbach wird die Zukunft des Literaturarchivs diskutiert. Was gehört hinein, was nicht, hat ein Archiv einen Kanon? Streit ist unvermeidlich.
Mut zur Lücke oder Stausee für den Twitterfluss? Bei einer Grundsatzdebatte in Marbach wird die Zukunft des Literaturarchivs diskutiert. Was gehört hinein, was nicht, hat ein Archiv einen Kanon? Streit ist unvermeidlich.
Asymmetrische Freundschaftsdienste zwischen Politik und Wissenschaft: Martin Otto ermittelt in einem alten Berliner Plagiatsfall rund um den SPD-Mann Kurt Landsberg,
Auch andernorts steigen die Infektionszahlen. Doch was daraus folgt, ist von Land zu Land höchst unterschiedlich. Eine Reise durch einen mal mehr, mal weniger angespannten Kontinent.
An der Frankfurter Universität des Dritten Lebensalters finden die Seminare seit einem Jahr online statt. Das ist für viele eine Herausforderung, hält aber auch überraschende Lektionen bereit.
Nicht systemrelevant? Von wegen: Die Mitglieder der London Library steuern jährlich Millionen zur englischen Wirtschaft bei. In Zeiten der Sparpolitik ist das erfreulich - zumal viele Bibliotheken schließen müssen.
Einmal im Monat kommt im F.A.Z.-Bücher-Podcasts die Nebenfigur einer großen Geschichte zu Wort. Wer sie und das Werk erkennt, hat das Literaturrätsel gelöst und kann einen Buchpreis gewinnen.
Das Editionsarchiv von D. E. Sattler, dem Herausgeber der Frankfurter Hölderlin-Ausgabe, ist jetzt in Bad Homburg zugänglich. Seine Kinder sind mit den Werken des Dichters aufgewachsen.
Dass jüdisches Leben etwa in Frankfurt wieder aufblüht, ist erst seit der Jahrtausendwende herum sicher. Ein Symposium des Jüdischen Museums ergründet nun, wie Juden derzeit in Europa leben.
Was auch immer ihm begegnete, er nahm es ernst und wollte mehr wissen. Erinnerungen an meinen Freund Hans Puttnies.
Aus der spanischen Nationalbibliothek in Madrid ist ein wertvolles Dokument von Galileo Galilei verschwunden. Tatsächlich fehlt die astronomische Abhandlung wohl mindestens seit 2014.
Wohin geht’s wirklich? Hans-Jürgen Heinrichs legt mit „Der kürzeste Weg führt um die Welt“ eine enervierend-faszinierende Autobiographie vor.
Brummt ein Mann im Motorraum: In seinem ersten Kinderbuch, „Hey, hey, hey, Taxi“, setzt Saša Stanišić auf entfesselte Phantasie und Humor gleichermaßen.
Auf den Speicher mit dem alten Kram? Unter dem Corona-Druck sollen das Victoria and Albert Museum und der National Trust umgestaltet werden. Und zwar massiv.
In ihrer Premiere „In C“ gibt sich Sasha Waltz minimalistisch, optimistisch, souverän. Die Kritik an ihrem Rücktritt von Ko-Direktorat des Staatsballetts merkt man ihr nicht an.
Heute liegt Saarbrücken an der Peripherie, es beherbergt aber mit einem „gemalten Bismarckturm“ einen Kunstschatz des Malers Anton von Werner, den kaum jemand kennt. Erstmals seit 1944 ist er nun wieder zu sehen.
Mit der Entscheidung erschwert der Europäische Gerichtshof das ungewollte Einbinden von Inhalten im Netz. Hat der Rechteinhaber technische Schutzmaßnahmen getroffen, braucht es für ein „Framing“ seine Erlaubnis.
Ein früherer Schüler der Musterschule, Walter Jessel, hat nach dem Krieg seine Klassenkameraden gefragt, warum sie sich nicht gegen die Nazis stellten. Sein Buch ist ein fesselndes Dokument.
Auch auf Distanz zusammen: Wir haben Familien, Freunde, Nachbarn in Berlin gefunden, die auch in diesen Zeiten selbstverständlich Gemeinschaft leben.
Der Postkolonialismus steht dem, was als linke Politik gelten kann, diametral entgegen. Es droht die Zerstörung des Antikolonialismus. Ein Gastbeitrag.
Fotos, Briefe und ganze Nachlässe: Im Literaturarchiv der Frankfurter Goethe-Universität hütet der Germanist Wolfgang Schopf verborgene Schätze – und bringt sie in Büchern und Ausstellungen zum Sprechen.
Weltraumfahrten sind gefährlich, sie ziehen sich hin und man weiß nie, wo man am Ende landet: Die belarussische Oppositionsführerin Maria Kolesnikowa und der russische Korruptionsbekämpfer Alexej Nawalnyj machen aus dem Kerker ihren Unterstützern Mut.
Monika Helfer schreibt mit dem Roman „Vati“ die Geschichte ihres Erfolgsbuches „Die Bagage“ fort: unsentimental, wahrhaftig und niemals vorwurfsvoll.
Tausende jüdische Wissenschaftler wurden im Dritten Reich von Deutschlands Universitäten verjagt. Das hat der Forschung langfristig geschadet.
In den Schaufenstern der Kantstraße in Berlin spiegelt sich das Versagen der Wirtschaftspolitik während der Pandemie.
Die Extremadura überrascht mit einem neuen Museum für zeitgenössische Kunst: Die Galeristin Helga de Alvear hat hier im spanischen Cáceres ihren Traum verwirklicht.
Der britische Premierminister hat einen Plan für die Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorgelegt. Das Vorgehen seiner Regierung zeigt: Wer schneller impft, kann früher öffnen.
Ohne rot zu werden, begründet die Politik das Recht auf Haarschnitt mit der Würde des Menschen – und vergisst, wo diese Würde seit jeher wachgehalten wird. Gönnerhaft wird die Kultur weggetröstet. Ein Wutausbruch.
Die Sanierung der Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden ist endlich vollendet – noch aber bleiben die Pforten geschlossen. Die Besucher erwartet Großes.
Die Architekten Claudia Meixner und Florian Schlüter wollen die Frankfurter Innenstadt beleben und eine Bühne im Osthafen bauen. Die Stadt müsse Neues ausprobieren. Ein Schlüssel für die Entwicklung ist der ruhende Verkehr.
Vom ersten künstlichen Menschen zum Untergang unserer Spezies: „Der letzte Mensch“ von Mary Shelley wird endlich wiederentdeckt.
Steht er nun wirklich als Star neben Picasso? Der Kunstkritiker Blake Gopnik legt eine akribisch recherchierte Biographie von Andy Warhol vor.
Das Grauen der Bücher aus der Schulzeit: Wer Kinder hat, darf manche dieser Meisterwerke im Homeschooling jetzt wieder lesen. Andere sind froh, das nie mehr tun zu müssen. Neun Erinnerungen an traumatische Schullektüren.
Gruppenbild mit Kontrasten: Jay H. Geller folgt in seiner Biographie „Die Scholems. Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie“ den Lebensläufen der gleichnamigen Brüder ins Exil.
Im Kölner Dom gibt es zahlreiche antijüdische Bildzeugnisse. Nicht alle sind Relikte aus dem Mittelalter, manche sind keine 60 Jahre alt. Wie soll man mit ihnen umgehen?
Amazon legt die spanische Kultserie „El Internado“ neu auf und sperrt Schüler in einen rätselhaften Schulknast. Geboten werden ein sadistischer Sportlehrer, Medizinexperimente und grausame Ritualmorde.
Einmal im Monat kommt im F.A.Z.-Bücher-Podcasts die Nebenfigur einer großen Geschichte zu Wort. Wer sie und das Werk erkennt, hat das Literaturrätsel gelöst und kann einen Buchpreis gewinnen.