Wie verlassene Pixel die Zeit bezeugen
Der Sieger des F.A.Z.-Feuilletonpreises: Klaus Rössler über die Frage, was aus Minecraftservern und NFT-Kunstwerken wird, wenn sich niemand mehr um sie kümmert. Ein Streifzug durch digitale Ruinen.
Der Sieger des F.A.Z.-Feuilletonpreises: Klaus Rössler über die Frage, was aus Minecraftservern und NFT-Kunstwerken wird, wenn sich niemand mehr um sie kümmert. Ein Streifzug durch digitale Ruinen.
Nazis, Gangster, Egozentriker: Kaum jemand bringt mehr Intensität auf die Leinwand als Albrecht Schuch. Wie geht er damit um? Und warum schwärmt er vom Dreh mit Idris Elba?
Der „Tatort“ aus Hannover kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Heißt: Maria Furtwängler dreht als Kommissarin Charlotte Lindholm eine Solonummer. Sie geht aufs Land, löst den Fall und alle stimmen ihr zu. Das ist recht schlicht.
In den vergangenen 20 Jahren wurden viele Pläne für das alte Areal der Uni Frankfurt in Bockenheim erstellt. Mit dem, was dort heute unter dem Namen Kulturcampus entstehen soll, haben sie wenig zu tun.
Theodor Storms Meisternovelle erzählt vom Kampf mit dem Meer, vom Deichbau und von einem Geisterpferd. Anregungen dazu fand er beim romantischen Maler Füssli. Und bei Edgar Allan Poe.
Der Bleistift tut bescheiden, dabei ist er aus unserem Alltag nicht wegzudenken: Hanns Zischler hat ihm einen gelehrten Ehrenkranz in Form eines Essays gewidmet.
.
Einen „erweiterten Zugang zu Bildung und Information“ verspricht sich Wolfram Weimer von einer Sonntagsöffnung öffentlicher Bibliotheken. Der Kulturstaatsminister will dafür sorgen, dass das Arbeitszeitrecht dazu passt.
Es war das erste gemeinsame öffentliche Gebet eines Oberhauptes der anglikanischen Kirche von England mit einem Papst überhaupt: König Charles III. und Papst Leo XIV. waren gemeinsam bei einer ökumenischen Gebetsfeier.
Ausländische Studenten nur als Ausnahmefall: Die geplante Bildungsreform der Regierung in Tiflis wird das Land weiter von Europa entfernen.
Schlechte Arbeitsbedingungen und immer seichtere Bücher: ein Reisebuchautor packt aus.
Der Preis der Jugendjury für ein Buch über Klima-Aktivismus und der fürs Gesamtwerk für eine Illustratorin, die sich selbst mitten im Schaffen sieht: Der Deutsche Jugendliteraturpreis 2025 wurde verliehen.
Weil er wegen seiner Homosexualität verurteilt worden war, entzog die britische Nationalbibliothek Oscar Wilde 1895 seinen Leseausweis. Nun stellte man dem Schriftsteller in London eine neue Karte aus.
Nach einem Besuch der Frankfurter Buchmesse 1959 beklagte Theodor W. Adorno den „Verfall der Bücher“. 66 Jahre später greifen wir seine Überlegungen auf: Was macht das Buch zum Buch – abgesehen vom Inhalt?
Weshalb liegen derzeit so viele Romane aus, in denen es um Buchhandlungen geht? Was vielerorts vom Verschwinden bedroht ist, wird in der Unterhaltungsliteratur gnadenlos verklärt. Hollywood hat es vorgemacht.
In einer pfälzischen Kleinstadt versuchte Horst Stowasser frei von Regeln und Herrschaft zu leben. Heute steht dort ein großes anarchistisches Archiv. Ein Ortsbesuch.
In Luca Guadagninos Film „After the Hunt“ spielt Julia Roberts eine Philosophie-Dozentin mit dunklem Geheimnis. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als eine ihrer Studentinnen von einem Kollegen sexuell missbraucht wird.
15 Motive von Barbara Klemm in der U-Bahn-Station Bockenheimer Warte zeigen den Alltag an der Universität vor 40 Jahren. Zwei Stadtteil-Historiker haben erforscht, wer auf den Bildern zu sehen ist und was aus diesen Menschen geworden ist.
Kann ich mal Ihre Bechers haben? Das Ismaninger Kallmann-Museum macht einen Hausbesuch beim Verleger und Sammler Lothar Schirmer – und zeigt ausgewählte Gegenwartskunst von Twombly bis Handke.
Susanne Schmitt ist seit 25 Jahren Hutmacherin. In ihrem Geschäft im Darmstädter Martinsviertel präsentiert sie Exemplare aus völlig unterschiedlichem Material.
Ulrich Raulff hat ein assoziationsreiches Panorama des Geschmacks vorgelegt. Aber hat der Geschmack eine eigene Geschichte? Und wie erzählt man sie? Ein Gespräch.
Nicht nur Schriftsteller wollen seit jeher unsterblich werden. Wenn es mit eigenen Büchern nicht klappt, sollte man sich dann plastinieren lassen – oder gleich auf die guten alten Pyramiden zurückgreifen?
Einmal im Monat kommt im F.A.Z.-Bücher-Podcast die Nebenfigur einer großen Geschichte zu Wort. Wer sie und das Werk erkennt, hat das Literaturrätsel gelöst und kann einen Buchpreis gewinnen.
Die Deutschen lesen immer weniger – aber dafür immer öfter gemeinsam mit anderen: Hinter der Popularität von Buchclubs könnte mehr stecken als die Lust nach einer guten Geschichte. Was steckt wirklich hinter dem Boom?
Elke Heidenreich, Daniel Glattauer und viele andere: Der Hanser Verlag will sein Programm sichtbarer machen und bringt deshalb eigene Taschenbücher heraus. Was bedeutet das für den Buchmarkt?
Thomas Pynchon, Clemens J. Setz, Arundhati Roy, Ian McEwan oder Oswald Egger: Unsere Literaturbeilage zur Frankfurter Buchmesse versammelt 18 Rezensionen bemerkenswerter Titel. Die Übersicht.
Auf Pferderücken und in Baumstümpfen, aus dunklen Zeiten und für eine ferne Zukunft: Der Lonely-Planet-Band „Bücherschätze“ stellt ungewöhnliche Bibliotheken vor.
Beider Naturelle und Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein: Den Auftakt der neuen Ukrainischen Bibliothek machen Gedichte von Taras Schewtschenko und Erzählungen von Lesja Ukrajinka.
Keine Windmühlen, keine Grachten, keine Tulpen: Dafür aber überrascht Almere, die jüngste Stadt der Niederlande, mit kühner Architektur, wilder Natur und einem der aufregendsten urbanen Landwirtschaftsprojekte der Welt.
Abermals führt das Einkaufszentrum die Liste der Einkaufszentren in der Region an, die von Mietern am besten bewertet werden. Der neue „Food Garden“ bringt weiteren Schwung.
Das Dromoland Castle im Westen Irlands war einst Sitz der Barone von Inchiquin. Heute wird dort zwischen Golfplatz, Gärten und Falknerei ganz entspannt feudales Landleben gepflegt.
Zum 7. Oktober öffnet das Jüdische Museum Frankfurt seine Türen im Gedenken an die Opfer. Im Artist Talk berichtet Künstlerin Ruthe Zuntz, wie sich nach dem Massaker der Hamas die Bilder und Erfahrungen schmerzhaft zu überlagern.
Mit seinem nun erstmals ins Deutsche übersetzten „Filocolo“ von 1339 begründete Giovanni Boccaccio die Tradition des italienischen Prosaromans. Das Buch verrät viel über den späteren Autor des unsterblichen „Decamerone“.
Mobiles Mittagessen, digitale Bordkarte, Onlinebücherei: Besonders Senioren profitieren von digitalen Angeboten, sagt Lena-Sophie Müller vom Digitalnetzwerk Initiative D21. Sie weiß, wie noch mehr Ältere fit werden.
Kein Bucherfolg ohne Lesereise. In Literaturverlagen arbeiten unbeachtet von Branche und Publikum zumeist Frauen, die dafür sorgen, dass Bücher zu Menschen in alle Winkel finden, dass Autoren stattfinden und Karrieren gelingen. Ein Gespräch mit fünf von ihnen.
Im Rennen um den Feuilletonpreis der F.A.Z.: Nora Gomringer über die Veränderung der Wahrnehmung in Zeiten des Krieges.