Ein unstillbarer Hang zu reisen
Von Köln aus rund um die Welt: Anne Haeming und Carl Deußen machen mit dem Ethnologen und Sammler Wilhelm Joest bekannt.
Von Köln aus rund um die Welt: Anne Haeming und Carl Deußen machen mit dem Ethnologen und Sammler Wilhelm Joest bekannt.
Die Schottischen Nationalgalerien setzen auf ein neues Konzept: Nach einem Umbau soll der Zugang zur Kunst nun unhierarchisch und populär erfolgen.
Die Anfänge waren nicht einfach, doch Statista ist längst etabliert und vielfach gefragt. Mit einem Bezahlmodell waren sie früh dran, jetzt wartet etwa die Herausforderung KI. Der scheidende und künftige Chef blicken zurück – und nach vorne.
Marbacher Schillerrede: Der Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah über die Gräuel der Kolonialherrschaft in seiner afrikanischen Heimat.
Als hätte Sigmund Freud das Exposé geschrieben: Arnon Grünbergs Roman „Gstaad“ über einen Hochstapler.
Miodrag Danilovic studiert Geschichte und Englisch auf Lehramt an der Uni Frankfurt. Er findet, dass es einfacher sein sollte, sich für Lehrveranstaltungen anzumelden.
Natur, Geschichte, Kolonialismus: Was alles eine Rolle in John Akomfrahs Filmarbeiten spielt, kann man nun bei der Ausstellung „A Space Of Empathy“ in der Frankfurter Schirn erkunden.
Studenten an amerikanischen Unis reiben sich in der Auseinandersetzung um den Krieg in Gaza auf, der ihnen vor allem ihre Ohnmacht zeigt – und, wie schnell Antisemitismus und Hass auf Muslime um sich greifen.
Die Ptujer sind mit ihrem Latein nicht am Ende und bewahren ihr römisches Erbe. Ein „Römer Camp“, Ausgrabungen und geschichtsinteressierte Leute halten die Traditionen in Sloweniens ältester Stadt lebendig.
Ein Comic über Wilhelm Heinse erzählt von einem heute Unbekannten der Deutschen Klassik, der eine Wiederentdeckung verdient hat: nicht nur seines berühmt-berüchtigten Erfolgsromans „Ardighello“ wegen.
Herbert Grönemeyer möbelt mit seiner Musik einen genialen alten Schwank zum Musical auf. „Pferd frisst Hut“ ist eine vergnügliche und intelligente Wiederbelebung.
In Monroeville sind Harper Nelle Lee und Truman Capote aufgewachsen. Die Kleinstadt in Alabama schöpft bisher kaum aus dieser literarischen Sensation.
Die deutsche Fußgängerzone feiert Geburtstag: Über ihren Aufstieg und schleichenden Niedergang, siebzig Jahre nach ihren Anfängen.
Alte Rechte, Tiktok-Linke, Islamisten: Wir haben es in Deutschland nicht mit einem Antisemitismus zu tun, sondern mit einem ganzen Antisemitismus-Komplex. Durch Abschiebung wird das Problem allerdings nicht gelöst.
Ein Schatz aus dem 19. Jahrhundert geht an die Frankfurter Universitätsbibliothek: Mit einem Konzert ist der Nachlass von Frankfurts erstem Musikdirektor übergeben worden.
Colette machte Weltkarriere als Schriftstellerin, doch von ihrer Heimat im bäuerlichen Burgund löste sie sich nie. Lange Zeit wurde diese Liebe nicht erwidert. Zu ihrem 150. Geburtstag sieht es jedoch ganz anders aus.
Im November fällt die Entscheidung, ob sich der Bund an den Sanierungskosten für Goethes Wohnhaus in Weimar beteiligt. Den Gedenkort dem Verfall preiszugeben, kann keine Option sein.
Avital Benshalom leitet eine bilinguale Grundschule im Süden Israels. Sie ist eine von nur acht jüdisch-arabischen Schulen im ganzen Land. Nach dem Angriff der Hamas ist in der Gemeinschaft aus Lehrern, Eltern und Schülern nichts mehr wie zuvor.
Doris Knechts Roman „Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe“ vergisst erstaunlich wenig, wenn’s um Effekt geht.
Das Land der Amurdak darf kaum ein Fremder betreten. Dabei gibt es hier die vielleicht schönsten Felszeichnungen der Welt, atemberaubende Wildnis und Legenden voller Geheimnisse.
Meinungen vermehren sich, das Urteil ist suspekt: Die Zeitschrift „Texte zur Kunst“ widmet der Lage der Rezension ein Heft und eine Tagung.
Begabt, gebildet – und doch ohne Chance auf ein selbstbestimmtes Leben wie ihr Bruder Johann Wolfgang. Eine Zeitreise mit Cornelia Goethe in das Frankfurt vor 250 Jahren.
Sie haben Jobs gerettet, tragen zum Erhalt des Kulturerbes oder zum Klimaschutz bei: Die drei Sieger-Unternehmen des Wettbewerbs Hessen-Champions 2023 und ihre Konkurrenten.
Heiner Thoferns „Beautiful Games. Roman Entrances“ zeigt, was Roms Hauseingänge über die italienische Hauptstadt erzählen.
Großes Angebot, kleiner Markt: Fotoverleger haben es schwer. Aber die Fotografen brauchen sie. Begegnungen auf dem wichtigsten britischen Festival der Branche.
Die Papyrusrollen aus Herculaneum bergen eine ganze antike Bibliothek. Die meisten aber sind zu verschmort, um sie zu lesen. Jetzt ist es gelungen, Schrift im Inneren einer ungeöffneten Rolle zu lesen – die ehrwürdige Altphilologie steht möglicherweise vor einer Revolution.
Da sind Milla und Matti platt: Im Garten finden sie ein kuscheliges Tier, das es eigentlich gar nicht geben sollte. Wie es weitergeht, verrät Autorin Bettina Obrecht bei einer Lesung am 5. November 2023.
Ab Ende der Neunzigerjahre galten DVDs als modern und praktisch, nun sind sie längst durch Streaming-Dienste abgelöst und sogar museumsreif geworden.
Kataloniens Weinbau hat in den vergangenen Jahren spektakuläre Fortschritte gemacht. Zwischen Pyrenäen und Ebro liegt heute ein ganzer vinophiler Kosmos voller Überraschungen – die sich nicht aufs Glas beschränken.
Von leer stehenden Hotels mit Schimmelproblemen ist in Bad Gastein bald nicht mehr viel zu sehen. Dort, wo Gebäude aus dem Kaiserreich auf soziale Medien treffen, entstehen glamouröse Neu- und Wiedereröffnungen.
Kurze Verträge, Bezahlung knapp über dem Mindestlohn und Aufgaben, die eigentlich Festangestellte erledigen sollten: Viele studentische Hilfskräfte sind unzufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen. Ihre Gewerkschaftsvertreter fordern einen Tarifvertrag und drohen mit Streik.
Max Wolf studiert Politik und VWL an der Uni Frankfurt. Der Campus gefällt ihm, aber das RMV-Ticket ist ihm zu teuer.
Sie überlebte Auschwitz und Bergen-Belsen: Das Lesebuch „Durch innere Kontinente“ gibt Einblicke in das reiche Werk der jiddischsprachigen Autorin Chava Rosenfarb.
Zwei Mitarbeiterinnen warteten unbeirrt auf Interessenten: Der Verlag De Gruyter präsentierte auf der Buchmesse kaum Bücher, dafür aber markige Werbebotschaften.
Ahnung statt Antwort: Jon Klassen erzählt ein Tiroler Volksmärchen nach und um – von der Flucht eines Mädchens, der Freundschaft mit einem Totenschädel und dem Kampf mit einem Skelett.
Die Frankfurter Buchmesse hat ihre Pforten für Privatbesucher geöffnet Und wieder fragen sich alle: Wer liest eigentlich noch Romane? Dabei feiern ausgerechnet junge Leser Gedrucktes – auf Tiktok.