Krankenkassen sollen Bluttest auf Down-Syndrom bezahlen
Der Bluttest, der die risikoreichere Punktion ergänzen soll, wird aber an bestimmte Voraussetzungen gebunden sein. Behindertenverbände warnen vor Selektion.
Der Bluttest, der die risikoreichere Punktion ergänzen soll, wird aber an bestimmte Voraussetzungen gebunden sein. Behindertenverbände warnen vor Selektion.
Immer weniger Menschen werden heute mit Behinderungen geboren - dank moderner Medizin und Pränataldiagnostik. Aber ist das überhaupt ein Gewinn? Nein, sagt Timo Oelschläger, der selbst schwerbehindert ist. Er fordert Inklusion statt Selektion.
Zahlen die gesetzlichen Krankenkassen bald einen neuen Bluttest auf das Down-Syndrom? Die Gegner der Untersuchung warnen vor einer Selektion, es würden immer weniger Kinder mit der genetischen Veränderung geboren. In dieser Woche erreicht das Thema den Deutschen Bundestag.
Verändert Nachwuchs die Liebe? Wo bleibt die Freiheit? Und was können nur Väter? Die Philosophin Svenja Flaßpöhler und ihr Mann, der Schriftsteller Florian Werner, ergründen das Elternsein.
Ein Bluttest, der die Wahrscheinlichkeit eines Down-Syndroms bei ungeborenen Kindern berechnet, soll Kassenleistung werden. Betroffene warnen, dass die Angst vor Behinderung so verstärkt würde.
Paare planen ihr Familienleben heute anders als die Generation ihrer Eltern – manche verlassen auf die Hilfe der Medizin. Schwangere wollen wissen: Entwickelt sich mein Kind normal? Das birgt auch Gewissenskonflikte.
Die Geburt der am Genom manipulierten chinesischen Zwillinge wäre für den Bundestag eine gute Gelegenheit zur Debatte über nicht weniger als die zukünftige „Menschheit“ gewesen. Leider vertan.
Familie de Martimprey erwartet ihr viertes Kind. Dann raten die Ärzte wegen eines Gendefekts zur Abtreibung. Doch das kommt für die Familie nicht in Frage.
Dem Baby Liah sind nur wenige Monate Leben vergönnt. Die Familie verbringt sie mit ihr intensiv. Ohne Hilfe hätte sie das nicht geschafft.
Die evangelische Kirche bereitet mit ihrer Stellungnahme einen fruchtbaren Boden für die Debatte um vorgeburtliche Diagnostik. Damit setzt die EKD auch Maßstäbe für eine Debatte in der Politik.
Wenn das Kinder-Palliativ-Team auf die Geburtsstation kommt, ist das auch für die Ärzte dort eine Hilfe. Denn Sterben auf einer Station, die eigentlich für das Leben steht, wird nie zur Routine.
Den Bluttest, der feststellt, ob ein ungeborenes Kind Trisomie 21 hat, bezahlen wahrscheinlich bald die Kassen. Doch wie viel Wissen können werdende Eltern ertragen?
Jeder Euro hilft: Die Aktion „F.A.Z-Leser helfen“ sammelt in diesem Jahr für Frühgeborene in Paraguay und Eltern in Südhessen, die mit einem schweren Schicksal zu kämpfen haben.
Im Stadtteil Neukölln sterben nahezu doppelt so viele Säuglinge wie im Berliner Durchschnitt. Unsere Autorin hat sich auf die Suche nach dem Warum gemacht.
Der Trend zur immer früheren Diagnose von Krankheiten, gefolgt von möglichst wirksamer medizinischer Intervention, ist mit zahlreichen Fragen verbunden. Anna Seidinger im Gespräch mit Betroffenen und Experten aus dem Gesundheitswesen.
Junge oder Mädchen? Mit Tests aus dem Ausland können Eltern sich diese Frage schon beantworten, bevor deutsche Ärzte es ihnen mitteilen dürfen. Das birgt Gefahren.
Wer eine Familie gründet und Kinder großzieht, auf den kommen zusätzliche Verpflichtungen und Kosten zu. Doch einen Teil dieser Ausgaben können Sie sich vom Finanzamt zurückholen.
Pränataldiagnostik macht es möglich, sich vor der Geburt für oder gegen ein Kind mit Behinderung zu entscheiden. Doch wie reagieren werdende Eltern im Angesicht dieser Wahl?
Ärzteverbände raten bei Intersexualität von Operationen ab. Doch werden ungewöhnliche Geschlechtsmerkmale weiter als Geburtsfehler behandelt. Der Gesetzgeber darf sich hier nicht auf das Personenstandsrecht beschränken.
Eine Frau wird schwanger, ein Wunschkind. Doch dann bekommt es die Diagnose Trisomie 21, Down-Syndrom. Der Befund ist der Anfang eines Leidensweges, dessen Protokoll jetzt als Buch vorliegt.
Ein Junge oder ein Mädchen, und ist es gesund? Was wollen Schwangere vor der Geburt über das Ungeborene wissen? Grete Götze hat Ärzte, werdende und gewordene Eltern gefragt.
Wissenschaftler arbeiten an einer Methode, durch die sie Krebszellen schon anhand einer Blutprobe erkennen können. Gibt es bereits erste Erfolge zu vermelden?
Die Gentechnik legt einen Zahn zu. Eingriffe an Embryonen sollten eigentlich ausbleiben. Doch die Front bröckelt. Die amerikanische Akademie hat ein Zeichen gesetzt: Schon bald könnte man starten.
Zürich gibt sich de Sade hin: Alvis Hermanis inszeniert Mishima, Milo Rau mutet behinderten Schauspielern „Die 120 Tage von Sodom“ zu.
Mission possible: Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt die erste kulturhistorische Ausstellung über Menschen mit Down-Syndrom – eine Expedition in ein unbekanntes Land.
Das gelbe Vorsorgeheft begleitet Kinder von Geburt an. Jetzt wurde es reformiert. Das hat Folgen für Eltern, Kinder und Ärzte. Was ist neu und wo gibt es das Heft? Hier ein Überblick.
Wie neue Tests die Pränataldiagnostik und die Beratung herausfordern.
Lisa und Tim sind zwölf und Zwillinge. Aber nur Tim hat Down-Syndrom. Die Familie ist eine Art Bilderbuchfamilie geworden – trotz allem oder gerade wegen der schwierigen Startbedingungen? Ein Hausbesuch.
Die Moral kann hier nicht mithalten: Anne Zohra Berracheds Kino-Drama „24 Wochen“ über eine Spätabtreibung lehrt etwas Seltenes – Demut vor dem Leben, wie es gerade kommt.
Der neun Jahre alte Mathieu Kneisel hat das Downsyndrom. Seine Eltern entschieden sich gegen Pränataldiagnostik. Und sie würden es wieder so machen.
1832 formulierte Johann Wolfgang von Goethe in einem Gespräch mit Eckermann: „Die Fragen der Wissenschaft sind sehr häufig Fragen der Existenz.“ Dies gilt im Zeitalter der Zauberscheren und der Genomeditierung ganz besonders.
China lässt im großen Stil jedes Leben umbauen. Ohne Skrupel optimieren Forscher Pflanzen und Tiere, der Staat speichert das Genom des ganzen Volkes. Ein Besuch im Labor, das die Welt verändert.
Sie haben sich durch die Instanzen gekämpft: Die Eltern eines behinderten Mädchens wollen Geld von den Ärzten, die in der Schwangerschaft eine Trisomie 21 und einen Herzfehler nicht festgestellt hatten. Doch ihre Klage wird abgewiesen.
Wer im Namen der Selbstbestimmung Hilfe beim Selbstmord verlangt, muss Ärzten auch erlauben, Patienten zu töten. Die Abgeordneten müssen wissen, wohin eine Liberalisierung führen kann.
Sie hat es sich lange überlegt, aber irgendwie konnte sie nicht anders: Die Mutter eines behinderten Kindes verklagt ihre Ärzte, weil diese sie über den Zustand des ungeborenen Kindes falsch informiert hätten.
Bald könnten Computer den Tod abschaffen, sagen Transhumanisten. Das klingt nach wilden Science-Fiction-Phantasien. Doch auch die EU investiert mittlerweile in die Digitalisierung des Körpers