Der Meister der Nagelprobe
Wer nur einen Hammer hat, für den sieht alles wie ein Nagel aus. Der Archäologe Luca Giuliani geht umgekehrt vor: Er findet den Nagel und sucht dann im hermeneutischen Werkzeugkasten den passenden Hammer.
Wer nur einen Hammer hat, für den sieht alles wie ein Nagel aus. Der Archäologe Luca Giuliani geht umgekehrt vor: Er findet den Nagel und sucht dann im hermeneutischen Werkzeugkasten den passenden Hammer.
Ein Gerücht verdichtet sich zum Verdacht, je weiter das Coronavirus seine Kreise zieht. In vielen Pandemie-Hotspots mit hohen Feinstaubwerten ist die Covid-19-Sterblichkeit höher. An einen Zufall wollen einige Forscher nicht mehr glauben.
Der norwegische Schriftsteller und Schreiner Thure Erik Lund lässt in seinem neuesten Roman „Das Grabenereignismysterium“ einen Intellektuellen verrückt werden. Der Text ist ein wüstes, kaum ertragbares Protokoll einer Regression.
Ohne Theorie würde kein Computer laufen, doch die Wissenschaften rechnen heute lieber mit den Beständen. Was eine Zeit entdeckt, die der großen Theorien müde ist.
Urlaube in der Ferne werden in Zukunft schwieriger zu gestalten sein. Mit etwas Phantasie und einem Netflix-Zugang kann man trotzdem verreisen. Unser Autor hat den Selbstversuch mit Filmen aus Nigeria gewagt.
Dänemark feiert den 80. Geburtstag von Königin Margrethe II. Doch große Feste können wegen Corona nicht stattfinden. Aber die Dänen haben sich etwas einfallen lassen.
Ob im Büro oder im Home-Office: Während der Mahlzeiten Mails zu checken oder SMS zu schicken ist schlecht für uns, sagt der Ernährungspsychologe Christoph Klotter.
Die Musiker des Ensemble Modern: Rainer Römer ist seit 1985 Schlagzeuger des Spezialensembles für zeitgenössische Musik, das in diesem Jahr sein vierzigjähriges Bestehen feiert.
Alles hundertprozentig im Griff, volle Leistung erbracht, erstklassige Ergebnisse erzielt! Perfekt zu arbeiten – dieses Ziel haben viele. In Corona-Zeiten einfach unmöglich. Jetzt gilt es, Schritt für Schritt das Unperfekte auszuhalten.
Zu weit, zu schlaff, zu faltig: Immer mehr Frauen unterziehen ihre Vulva einer Schönheitsoperation, weil sie das Gefühl haben, das Äußere ihres Geschlechtsorgans sei nicht schön genug. Das Problem ist das System.
Soziale Geringschätzung, Diskriminierung oder Deklassierung scheinen sich tief in die deutsche Seele gefressen zu haben. Doch wie wertgeschätzt man sich fühlt, hat wenig mit Religion oder Herkunft zu tun.
Fachleute erwarten, dass Immobilien wegen der Corona-Pandemie in den kommenden Monaten um bis zu 25 Prozent günstiger werden – und Zuwanderung die Preise danach wieder nach oben treibt.
Hochverschuldete Hedgefonds haben am Markt für amerikanische Staatsanleihen schwere Störungen verursacht. Wie ist das passiert?
Die Regierung stellt 100 Milliarden Euro bereit – und das ist vielleicht nicht das Ende. „Ganze Teile der Wirtschaft können von der Krise vernichtet werden“, sagt Finanzminister Bruno Le Maire.
Wie wird sich die Covid-19-Pandemie entwickeln, und welche Maßnahmen können bei der Eindämmung helfen? Simulationen geben Antworten – aber wie kann man ihre Zuverlässigkeit prüfen?
In diesen Tagen mangelt es hierzulande nicht nur an einem Allerwelts-Schmerzmittel. Nun will der Pharmakonzern Sanofi etwas gegen die Abhängigkeit Europas von Asien tun. Sein Werk Höchst spielt dabei eine wichtige Rolle.
Die Eröffnung der Funès-Ausstellung in Paris wurde verschoben, dafür sehen jetzt Millionen Franzosen „Drei Bruchpiloten in Paris“ im Nachmittagsprogramm: Im Hausarrest wird der große Komiker Louis de Funès rehabilitiert.
Die Schriftstellerin Fang Fang hat ein Tagebuch über das Leben und Sterben im abgeriegelten Wuhan geschrieben. Nun ist die Stadt wieder zugänglich. Fang Fang aber will weiter gegen das Vergessen kämpfen – und für die Aufarbeitung.
Zehn Jahre nach „Deutschboden“ ist Moritz von Uslar nochmal in die brandenburgische Provinz gereist. Auch sein neues Buch ist besessen von der Härte und Melancholie, die die Männer dort angeblich auszeichnet.
Was bleibt vom „Lob des Sports“ in Zeiten von No Sports? Ein Gespräch mit dem Autor Hans Ulrich Gumbrecht über das, was der Welt in der Corona-Krise verlorengeht – und darüber, ob es je wiederkommt.
In der Corona-Krise scheint die Provinz der beste Ort. Kulturgeograph Werner Bätzing über arrogante Städter, die Abwehrreaktionen der Landbewohner und warum die Realität dort ganz anders aussieht als in Land-Zeitschriften.
Das WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Italien 1970 war das „Spiel des Jahrhunderts“. Der Blick zurück auf das äußere Geschehen und das innere Empfinden dieser epochalen Partie ist seltsam verzerrt.
Das Coronavirus wird die Welt nicht verändern, nur der Marxismus kann sie noch retten: Das ist die Überzeugung des Philosophen Alain Badiou. Ein Besuch in Paris.
Zwei Wienerinnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, sexuelle Übergriffe in sozialen Netzwerken sichtbar zu machen. Ihre Veröffentlichungen sind besorgniserregend.
Ausländische Banken benötigen kurzfristig Zugang zum Dollar. Amerikas Währungshüter stellen die Währung bereit – und stabilisieren so heimische Märkte.
In Quarantäne steigen die Fälle häuslicher Gewalt: Frauenorganisationen erwarten den Andrang mit Sorge. Die Frankfurter Stadträtin Rosemarie Heilig will Kapazitäten ausbauen und dafür auch ungewöhnliche Räumlichkeiten nutzen.
Ein alter Impfstoff gegen Tuberkulose soll nun Ärzte und Pflegekräfte vor schweren Verläufen von Covid-19 schützen. Damit er wirksamer ist, wurde er jetzt aufgerüstet. Doch der Wirkstoff ist nur eine Zwischenlösung.
Wenn es an den Finanzmärkten wirklich eng wird, entdecken die Banken ihre Liebe zum Sparer wieder. Von Dauer ist das aber meistens nicht.
Die Serie „The Unicorn“ kommt wie gerufen: Ein Witwer und Vater von zwei Töchtern sucht, von den Freunden gedrängt, eine Lebenspartnerin. Übers Internet und „Social Media“. Das birgt Humorpotential.
Alle zu Hause, alle im Netz, alle unruhig: Franziska Nori, Leiterin des Frankfurter Kunstvereins, spricht über die Kunst dieser Tage in Zeiten der Corona-Pandemie.
Blutspenden von genesenen Covid-19-Patienten könnten helfen, wenigstens die Schwerstkranken schnell zu versorgen. Die ersten Studien aus Kliniken machen Hoffnung. Doch was das alte Behandlungsrezept wirklich wert ist, muss sich erst zeigen.
Das Coronavirus hat inzwischen nicht nur Hunderttausende Menschen infiziert, sondern auch sämtliche Mediensparten befallen. Überall tummeln sich Experten, aber nicht alle haben unsere Aufmerksamkeit verdient.
Viele Bürger hamstern Klopapier, anderen geht es aus. Sie greifen zu alternativen Hilfsmitteln wie Feuchttüchern – was für Kläranlagen zu bösen Folgen führen kann.
Das Elsass leidet besonders stark unter der Corona-Pandemie. Die Präsidentin des Departements Oberrhein, Brigitte Klinkert, berichtet im F.A.Z.-Interview, wie schlimm die Zustände in den Krankenhäusern wirklich sind, wie viel die Hilfe aus Deutschland nutzt – und was die Lehren aus der Krise sind.
Durch das Coronavirus ist der motorisierte Verkehr fast zum Erliegen gekommen. Doch das Wetter hat einen deutlich größeren Einfluss auf die Schadstoffbelastungen in der Luft.
Die Forschung zum Antisemitismus ist umstritten, sagt Stefanie Schüler-Springorum. Doch das stimmt nicht, wenn man alle seine Formen berücksichtigt. Eine Entgegnung.