Wie die Länder Skeptiker und Impfmuffel überzeugen wollen
Unter den Ungeimpften sind gar nicht so viele Verschwörungstheoretiker. Viele waren bisher nur zu lethargisch, um zum Arzt zu gehen. Sie sollen nun überzeugt werden.
Unter den Ungeimpften sind gar nicht so viele Verschwörungstheoretiker. Viele waren bisher nur zu lethargisch, um zum Arzt zu gehen. Sie sollen nun überzeugt werden.
Sobald Politiker festlegen, dass Geimpfte in der vierten Corona-Welle mehr Freiheiten genießen werden, bricht der Shitstorm los. Aber es wird so kommen. Und es ist völlig legitim.
Annalena Baerbock kann nachvollziehen, dass Impfunwilligen nicht die Freiheit der Geimpften gestattet werden. Die Grünen-Kanzlerkandidaten will die Impfquote unbedingt erhöhen und spricht sich für mobile Impfteams aus.
Bereits 900.000 Jugendliche haben sich laut Jens Spahn bereits einmal impfen lassen. Derweil diskutieren Forscher und Politiker unterschiedliche Anreize für Impf-Skeptiker.
Die Inzidenz im Landkreis Ahrweiler lag am Freitag bei knapp 48 – deutlich höher als im Rest des Landes. Außerdem herrscht dort laut Bundeswehr „eine latente Seuchengefahr“ – speziell was Durchfallerkrankungen angeht.
Die Testpflicht ist das Eingeständnis von Bund und Ländern, dass ihre Strategie nicht aufgegangen ist. Die Impfmüdigkeit ist zu groß. Der Grund: Eigensinn und Politiker wie Hubert Aiwanger.
Die impfkritischen Aussagen des Freie-Wähler-Chefs verunsichern auch die CSU. Die Grünen fordern von Ministerpräsident Söder „eine klare Reaktion“.
Aus Hessen sind nur etwas weniger neue Corona-Fälle bekannt geworden als vor einer Woche. Die Inzidenz geht kaum zurück, Frankfurt bleibt über dem Schwellenwert 35. Auch beim Impfen fällt das Land im Vergleich zum Bund zurück.
In einem internen Papier der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC wird davor gewarnt, wie infektiös die Delta-Variante ist. Auch von zweifach Geimpften kann demnach eine hohe Ansteckungsgefahr ausgehen.
Aufatmen in den Tourismusregionen: Die Bundesregierung stuft nach F.A.Z.-Informationen kein afrikanisches Land mehr als besonders heiklen Herkunftsstaat ein. Zwei Länder in Lateinamerika bleiben aber auf der Liste.
Mit besonderen Aktionen sollen in Hessen vor allem jüngere Leute für Corona-Impfungen gewonnen werden. In Gießen sind zur „Impf-Nacht“ auch Frankfurter willkommen. Auch die Eintracht macht ein Angebot.
Die Politik will nicht länger auf eine Empfehlung der Stiko warten. Erste Bundesländer machen Impfangebote für Schüler ab 12 Jahren. Ob das reicht, um Schulschließungen zu verhindern?
Um den Impfschutz zu erhöhen, bietet Israel Menschen über 60 Jahren eine dritte Impfung an. In Portugal sind Lockerungen der Beschränkungen in Sicht. Deutsche Apotheken stellen wieder das digitale Impfzertifikat aus.
Frankreich wappnet sich für die Zeit nach den Sommerferien. Sollte es einen Coronafall in einer Klasse geben, müssen in der Mittel- und Oberstufe nur noch die Ungeimpften zu Hause bleiben.
Spitzenforscher Armin Falk fordert eine Impfpflicht und findet, dass der Impfstatus bei der Triage eine Rolle spielen sollte. An Politiker, die sich nicht impfen lassen, hat er eine klare Ansage.
Nach einem Rückgang in den vergangenen Tagen steigt die zentrale Corona-Kennziffer in Hessen wieder. In Frankfurt legt die Inzidenz sogar sprunghaft zu. Der Impf-Fortschritt bleibt übersichtlich.
Mehr als 100 Impfdosen sollen in Brasilien an Goldhändler verkauft worden sein. Sie waren eigentlich für die indigene Bevölkerung bestimmt.
Während die Impfungen stocken, steigt die Inzidenz täglich. Es gilt jetzt, jene an ihre gesellschaftliche Verantwortung zu erinnern, die bislang nicht Teil der Lösung sind.
Unsere Erde ist am Limit, in Schleswig-Holstein sollen bald mobile Teams in Schulen impfen und der Rauch in Leverkusen bereitet Sorgen. Das und mehr steht im F.A.Z. Frühdenker.
Angesichts einer schleppenden Impfkampagne setzen die Vereinigten Staaten zunehmend auf Zwang: Google und Facebook lassen nur noch Geimpfte ins Büro, Präsident Joe Biden plant offenbar verschärfte Anforderungen an die zwei Millionen Bundesangestellten.
Während CSU und Ständige Impfkommission weiter um den richtigen Kurs bei Kinderimpfungen ringen, schafft ein Bundesland Fakten – und schickt seine Impfteams Mitte August in die Schulen.
In Hessen lässt die Impfbereitschaft der Bevölkerung nach. Mit Sonderaktionen und einer geänderten Strategie will die Landesregierung gegensteuern. Vom 2. August an können alle Hessen auch ohne Termin und Registrierung ein Impfzentrum ihrer Wahl aufsuchen.
Deutschland hat eine wichtige Etappe in der Impfkampagne erreicht. Dennoch bleibt die Frage, wie Impfmüde motiviert werden können.
In Frankfurt hat die Sonder-Impfaktion „Ärmel hoch – gegen Corona“ begonnen. Der Kreis Gießen lädt für Freitag zu einer „Impfnacht“ mit Musik und Cocktails. Die Hessen-Inzidenz sinkt derweil, aber nur etwas.
Justizministerin Christine Lambrecht warnt davor, dass Falschbehauptungen Menschen vom Impfen abhalten. Tun die sozialen Netzwerke genug, um das zu verhindern?
In den Vereinigten Staaten haben viele konservative Politiker und Moderatoren eine Corona-Impfung für unnötig erklärt. Die rapide steigenden Infektionszahlen durch die Delta-Variante scheinen zu einem Umdenken zu führen.
Ab der kommenden Woche können Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren in Irland geimpft werden. Dafür soll auf Vakzine der Hersteller Moderna oder Pfizer/Biontech zurückgegriffen werden.
Am Dienstag teilte die Klimaaktivistin Greta Thunberg auf Twitter und Instagram ein Foto ihrer ersten Corona-Impfung. In dem Post appellierte die 18-Jährige, die Impfangebote anzunehmen.
Im Vergleich zum Montag sind in Hessen kaum Erstimpfungen gegen Corona hinzugekommen. Die Inzidenz sinkt leicht. Impfaktionen ohne Vorab-Termine gibt es in Marburg und in der Frankfurter Festhalle.
Oskar Loerke +++ Ehrengrab für Loerke +++ Impfbereitschaft +++ Impfverweigerer +++ Reform ARD/ZDF +++ Öffentlich-Rechtliche Sender
Während die Infektionszahlen weiter steigen, lassen sich immer weniger Menschen gegen das Virus impfen. In Berlin wachsen die Befürchtungen, dass neue Einschränkungen nötig werden.
Testen ist teuer und unsicher, Impfen ist billig und sicher. Aber wegen des Impfchaos hat die Politik beides für gleichwertig erklärt. Das rächt sich jetzt.
Der Politikwissenschaftler Florian Stöckel erforscht Impfskepsis in Bezug auf Populismus und findet interessante Zusammenhänge. Ein Gespräch über Impfgegner, ihre Beweggründe und Unterschiede zwischen den Impfstoffen.
„Wir sind auf dem falschen Kurs“, sagt der Chefberater der amerikanischen Regierung für die Virus-Bekämpfung. Dass viele Bürger sich nicht impfen lassen wollten, sei „sehr frustrierend“.
Auch Griechenland führt wie Frankreich und Italien eine partielle Impfpflicht ein. Fast ein Drittel der Griechen will sich nicht impfen lassen, Anreize haben nicht gewirkt.