Kein Gadget zum Knutschen
Das Smartphone-Betriebssystem von Microsoft soll Nokia den Weg aus der Krise weisen. Jetzt kommt das erste Handy aus Finnland mit Windows Phone 7.5. Wie gut ist das neue Nokia Lumia 800?
Das Smartphone-Betriebssystem von Microsoft soll Nokia den Weg aus der Krise weisen. Jetzt kommt das erste Handy aus Finnland mit Windows Phone 7.5. Wie gut ist das neue Nokia Lumia 800?
ht. KÖLN, 16. August. Das Internetunternehmen United Internet hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr nur dank des Verkaufs der Beteiligung am defizitären Telekommunikationsanbieter Versatel steigern können.
Das soziale Netzwerk Facebook führt auch 2010 alle Wachstumsranglisten im Internet an. Daneben gehören Medien- und Spieleseiten zu den Gewinnern des Jahres im Web. Doch Google wird als erstes Unternehmen die Marke von einer Milliarde Nutzern in aller Welt überspringen.
Die Deutsche Telekom und United Internet wollen künftig in der Werbung im Internet und auf Mobiltelefonen zusammenarbeiten. In einem ersten Schritt haben die Unternehmen vereinbart, dass das Telekom-Vermarkter Interactive Media die Werbung auf den mobilen Portalen der zu United Internet gehörenden E-Mail-Dienstleister Web.de und GMX mit verkauft. Im Gegenzug darf United Internet die mit dem Logo des Absenders versehenen sicheren E-Mails auch in die Postfächer der 7,5 Millionen E-Mail-Kunden von T-Online senden.
Facebook hat sich mit den Web.de und GMX verbündet. Das soziale Netzwerk verknüpft seine Seite per Open ID mit den E-Mail-Diensten. Nutzer können also mit einer Anmeldung direkt von einer Seite zur nächsten springen. Web.de und GMX sind die ersten Open-ID-Partner von Facebook in Europa.
The social network Facebook chooses the leading German e-mail provider Web.de and GMX as the first partner for Open ID in Europe.
Eines haben die Phisher geschafft: Einer E-Mail von seiner Bank traut niemand. Nun wollen Ebay, Otto, die Postbank und andere Unternehmen gemeinsam mit Web.de und GMX die E-Mail wieder vertrauenswürdig machen.
Noch vor wenigen Jahren waren Portale wie T-Online, Yahoo oder Web.de die großen Magnete Im Internet. Heute sind sie die Dinosaurier, die keine Antwort auf die Herausforderer Google und Web-2.0-Angebote wie Facebook oder Twitter haben.
Im Internet bahnt sich einen Generationswechsel an: Web 2.0 Angebote gewinnen an Reichweite, Web 1.0 Portale verlieren Reichweite. Im Kampf der Web-Kulturen sehen vor allem die klassischen Portale alt aus.
Die Reichweiten-Rangliste im deutschen Internet gerät in Bewegung: Die Fernsehsender RTL und ProSieben fallen zurück; Web 2.0 Angebote rücken vor. Die großen Portale halten ihre Positionen nur mit Mühe.
Webciety heißt das Konzept der Cebit, Internetunternehmen auf die Messe zu locken.
Beinahe 60 Prozent der Internetnutzer sind in sozialen Netzwerken aktiv. Überraschenderweise heißt das meistgenutzte Netzwerke Stayfriends, gefolgt von StudiVZ und Wer-kennt-wen.
Nachdem der Verkauf an Facebook gescheitert war, wollte Holtzbrinck einen Teil von StudiVZ an United Internet verkaufen. Aber auch dieser Deal scheiterte. Dabei hätte United Internet die neue Reichweite gut gebrauchen können.
Hohe Abschreibungen, nur 20000 neue DSL-Kunden, Verlust und abermalige Prognosesenkung: United Internet muss das schlechteste Quartal seit Jahren hinnehmen. Ist die Wachstumsstory am Ende? Wie sehr belastet die Konjunktur das Unternehmen?
Der neue Web.de-Chef Jan Oetjen ruft eine neue Strategie aus: Web.de soll "Single Communication Point" werden, also alle Nachrichten aus den sozialen Netzwerken an einem Punkt bündeln. Auch für das erfolglose Netzwerk Unddu.de hat er eine Lösung: Community-Dienst statt eigenständiges Netzwerk.
Die Reichweiten im Internet verschieben sich: Die Fernsehsender verlieren ebenso wie die Freemailer GMX, Web.de und Freenet. Gewinner sind die sozialen Netzwerke wie StudiVZ und Wer-kennt-wen.
Matthias Greve, der (Mit-) Gründer des Internet-Portals Web.de und spätere Portalchef von 1&1, verlässt das Unternehmen. Nachfolger wird Jan Oetjen, der bisher Deutschland-Chef der Reiseseite Lastminute.com war. Zuvor war er als Geschäftsführer für die Travelocity Gruppe in Deutschland und in Frankreich tätig. Greve will nun wieder Unternehmer werden.
Der Markt für schnelle Internetanschlüsse nähert sich der Sättigung. Daher mobilisieren die Anbieter noch einmal alle Kräfte. Aber einige Akteure werden noch aus dem Markt ausscheiden.
Auf der Suche nach lokalen Anbietern schauen die Menschen meist im Internet nach. Aber die Gewerbetreibenden inserieren weiter unverdrossen in den Gelben Seiten. Nun greifen Google & Co. die lokalen Anzeigenmärkte an. Landkarten und Bewertungen sollen Nutzer und Werbekunden locken.
Combots stellt den Betrieb seines einzigen Produktes ein, denkt aber darüber nach, ein anderes Produkt zu entwickeln. Ein Schrecken ohne Ende?
Warum nur erklärte ein Sprecher von United Internet, sein Unternehmen werde in diesem Jahr kein Angebot für Freenet vorlegen? Ganz klar: Um den Preis zu drücken.
Combots macht weiterhin keinen Umsatz. So langsam sollte sich das Management fragen, ob es noch Sinn hat, an der alten Strategie festzuhalten.