Düstere Aussichten für den Euro
Die technische Situation der Gemeinschaftswährung ist bedrückend. Der Fall unter die Parität zum Dollar scheint ausgemacht, neue Tiefstände seit der Bargeldeinführung ebenfalls.
Die technische Situation der Gemeinschaftswährung ist bedrückend. Der Fall unter die Parität zum Dollar scheint ausgemacht, neue Tiefstände seit der Bargeldeinführung ebenfalls.
Verbraucher zahlen mehr für Baudarlehen und Ratenkredite – bekommen aber auf Sparkonten weiterhin fast nichts.
Die US-Notenbank strafft die Geldpolitik. Das erhöht den Druck auf die EZB, es ihr gleich zu tun. Die Finanzmärkte geraten allerdings einen Tag nach dem Entscheid in Unruhe.
Zum vierten Mal in Folge hebt die Notenbank den Leitzins an. Er liegt nun bei 1,0 Prozent. Hintergrund der strafferen geldpolitischen Ausrichtung ist die hohe Inflation, die zuletzt auf 7 Prozent gestiegen ist.
So ganz viel haben Verbraucher bisher nicht von der Zinswende. Sie müssen mehr Bauzinsen zahlen, die Kosten für Ratenkredite steigen – aber fürs Ersparte gibt es so wenig wie ehedem. Doch bei den ärgerlichen Negativzinsen fürs Girokonto gibt es offenbar Bewegung.
Nach dem Vizepräsidenten der Notenbank bringt ein weiteres Mitglied des Direktoriums der EZB einen ersten Zinsschritt im Juli ins Gespräch. Amerikas Notenbank Fed könnte schon am heutigen Mittwoch das nächste Mal zuschlagen.
Schnabel für Zinserhöhung
Der Referenzzins für den Euroraum steigt auf das höchste Niveau seit fast sieben Jahren. Die Anleger werfen wegen der Inflationsrisiken Anleihen aus dem Depot.
Die Winterwelle der Pandemie hat den Aufschwung in der Eurozone Ende letzten Jahres unterbrochen.
Zwei Jahre Rezession erwartet die russische Zentralbank wegen der harten Wirtschaftssanktionen.
Die Zinswende verteuert den Hauskauf drastisch. Das zwingt zu neuen Kalkulationen. Will die Politik private Investitionen in Wohnraum fördern, sind teure Vorgaben zu Sanierungen hinderlich.
Angesichts der westlichen Sanktionen und einer drohenden Rezession kappt Russlands Zentralbank den Leitzins. Schon im April hatte sie ihn gesenkt.
Nicht nur in Deutschland, auch im Euroraum insgesamt steigt die Inflation im April weiter. In immer mehr Euroländern sind die Inflationsraten jetzt zweistellig. In Estland sind es inzwischen sogar 19 Prozent. Droht das auch für Deutschland?
Die Bankenaufseher halten wenig von den Übergangsregeln, die deutsche Institute dauerhaft etablieren wollen. EZB-Direktor Elderson befürchtet dann einen Vertrauensverlust.
Die japanische Notenbank wird von nun an täglich unbegrenzt Staatsanleihen zum Festzins ankaufen. Mit dieser Änderung bekräftigte die Notenbank am Donnerstag, dass sie trotz der Abwertung des Yen an der expansiven Geldpolitik festhalten will.
Soziale Ungleichheit fördert das Misstrauen in EU-Institutionen generell. Der Europäischen Zentralbank werden Aufgaben zu Füßen gelegt, die nicht in ihr Mandat fallen, so die Studienautoren.
Christine Lagarde war heute zu Besuch in Hamburg. Dort hat sie höhere Zinsen im Sommer in Aussicht gestellt.
Die Gemeinschaftswährung schwächelt aus vielen Gründen. Einige Unternehmen mag der niedrige Stand des Euro freuen. Ein allzu starker Dollar ist aber auch nicht die beste Nachricht für die Weltwirtschaft.
Soziale Ungleichheit fördert das Misstrauen in EU-Institutionen generell. Der Europäischen Zentralbank werden Aufgaben zu Füßen gelegt, die nicht in ihr Mandat fallen, so die Studienautoren.
Der Euro hat am Mittwoch seine jüngsten Kursverluste ausgeweitet und ist zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gefallen.
Die Bank von Japan ist erfreut, die Regierung weniger. Manche Japaner fürchten schon eine Hyperinflation.
Das letzte Mal, als der Euro so niedrig stand, war gerade die Corona-Pandemie ausgebrochen. Im Moment belastet die geldpolitische Wende in Amerika den Kurs.
Mit einer Sondersitzung will der Chef der Eurogruppe Paschal Donohoe die anderen Länder animieren, das Projekt zum Abschluss zu bringen. Italien blockiert das Vorhaben seit vielen Jahren. Aber auch Deutschland steht weiter auf der Bremse.
Die Renditen steigen, doch die Notenbank zaudert noch. Das kann nicht lange gut gehen.
Der frühere Chefökonom der Deutschen Bank hat ein Buch über die Inflationsgefahr geschrieben aus Sicht der österreichischen Schule der Nationalökonomie. Es ist zutiefst pessimistisch.
Informelle Richtlinie soll Kritik zurückhalten
EZB-Chefin Christine Lagarde soll mit einer informellen Richtlinie versucht haben, Kritik der Währungshüter nach den Zinsbeschlüssen zu unterbinden. Kritiker sehen darin eine Art Maulkorb.
Eine Straffung der Geldpolitik ist überfällig.
Die Europäische Zentralbank sendet erste Signale für eine frühere Anhebung der Zinsen. Der Euro und die Anleiherenditen reagieren sofort.
Die Anleger reagieren erleichtert auf Macrons Sieg im TV-Duell gegen Le Pen. Doch weiten sich mit dem Anstieg der Renditen die Risikoaufschläge zu Deutschland aus.
Bis zu 1,0922 Dollar für eine Einheit: Der Eurokurs ist am Donnerstag ordentlich gestiegen. Führende europäische Notenbanker stellten eine Zinserhöhungen im Sommer in Aussicht.
Eine mögliche noch stärkere Straffung der amerikanischen Geldpolitik macht Anleger nervös. Die damit verbundene Dollarstärke sorgt in Japan für Unruhe.
Die starken Kursschwankungen der Landeswährung Yen machen der japanischen Zentralbank zufolge den heimischen Unternehmen das Leben schwer.
Wo liegt der faire Marktpreis für Staatsanleihen? Die Antwort könnte noch einige Zeit auf sich warten lassen.
Die Wirtschaft könne nicht mehr lange von den Reserven leben.
Die Sanktionen hätten sich bislang vor allem auf den Finanzmarkt ausgewirkt, sagte die Notenbankchefin Elvira Nabiullina am Montag. Sie würden jedoch zunehmend auch die Wirtschaft betreffen.