Das Ende von „Dublin“
Bislang war das Dublin-Abkommen einfach nicht tot zu kriegen. Denn ein noch so mangelhaftes Abkommen war besser als gar keines. Ist jetzt etwas Besseres gefunden worden?
Bislang war das Dublin-Abkommen einfach nicht tot zu kriegen. Denn ein noch so mangelhaftes Abkommen war besser als gar keines. Ist jetzt etwas Besseres gefunden worden?
Sein Treffen mit Boris Johnson führte zu einem Stimmungswechsel in Brüssel – und hat damit das neue Brexit-Abkommen ermöglicht: Doch die persönlichen Berechnungen des irischen Premierministers im Spiel sind dabei nicht zu unterschätzen.
Das Verhalten der Briten macht einen ungeregelten Brexit immer wahrscheinlicher. Besonders EU-Ratspräsident Donald Tusk ist verärgert über Johnsons „blödes Spiel mit dem Schwarzen Peter“.
Der britische Premierminister will den Norden aus der Zollunion mit dem Süden herauslösen. Damit zieht er eine neue Grenze in Irland. Das gefährdet die Existenz vieler Landwirte – und den mühsam errungenen Frieden.
Trotz des bevorstehenden Brexits behauptet sich die City als führendes Finanzzentrum. Befürchtungen, der Austritt aus der EU könne den Finanzplatz London ruinieren, bewahrheiten sich bisher nicht.
Der britische Premier hält Grenzkontrollen auf der irischen Insel für unausweichlich – und sieht die Verantwortung bei der EU. Irlands Außenminister hält gegenüber der F.A.Z. vehement dagegen und droht: „Dann wird es keinen Deal geben“.
In Dublin schlägt Boris Johnson versöhnlichere Töne an als zuletzt. Er bringt sogar eine alte Lösung für die Grenze wieder ins Spiel. Doch seine Gegner trauen ihm noch immer nicht.
Der britische Premier Boris Johnson hat bei seinem Antrittsbesuch in Dublin der irischen Regierung keine Alternative zur umstrittenen Auffanglösung für die Grenze zu Nordirland vorgelegt.
Brexit ohne Backstop? Warum die Vereinigten Staaten nicht mitspielen würden, wenn der Friedensprozess in Nordirland durch einen ungeordneten Brexit gefährdet würde. Ein Gastbeitrag.
Wie eine Geburtstagsparty bei Freunden, deren Wohnung zu klein ist: Auf der „Worldcon“, dem Welttreffen der Science-Fiction, wird um Geschlechterrollen und den Klimawandel gestritten – und natürlich um die Zukunft.
War es richtig, über die Bloggerin Marie Sophie Hingst und ihre erfundene Familiengeschichte zu berichten? Der „Spiegel“-Journalist Martin Doerry erklärt, warum er über die junge Frau, die Mitte Juli gestorben ist, geschrieben hat.
Das dürfte in Ländern wie Italien gut ankommen: Als EU-Kommissionspräsidentin will Ursula von der Leyen das Dublin-Verfahren für Asylanträge ändern.
Kaffee statt Bier aus dem Zapfhahn, alkoholfreier Wein und Cocktails ohne Prozente: In Dublin gibt es jetzt Irlands erstes Pub, der keinen Alkohol ausschenkt. Der Laden läuft überraschend gut.
Die meisten Irland-Touristen bereisen nur den Süden. Dabei gibt es alles, was den Charme der Insel ausmacht, auch im Norden – und vielleicht sogar ein bisschen mehr.
Dublin könnte das neue London werden - zumindest was den Status als Finanzmetropole angeht. Wegen des bevorstehenden Brexits verlassen immer mehr Firmen die britische Hauptstadt und gehen in die irische, um mit dem Firmensitz in der EU zu bleiben.
In Dublin ist in der St.Michan-Kirche eine Mumie enthauptet und ihr Kopf gestohlen worden. Die Kirche ist berühmt, weil Bram Stoker bei einem Besuch der Krypta zu „Dracula“ inspiriert wurde.
In Nordirland fühlen sich gerade die Katholiken von London im Stich gelassen und hoffen auf Brüssel. Bedeutet Brexit Bürgerkrieg oder kommt das Karfreitagsabkommen ohne die EU aus?
Der Ire Philip Lane wird nächster Chefvolkswirt der EZB. Er gilt als hochkompetent, aber auch als „Taube“. Wie Draghi steht er für eine lockere Geldpolitik und Niedrigzinsen.
Einst kämpfte Andrew Rawding als britischer Soldat im nordirischen Coalisland gegen Terroristen der IRA. Vor einiger Zeit kehrte er als Pfarrer zurück. Liebt eure Feinde, predigt er. Seine Gemeinde hört das nicht gern.
Der Brexit verändert den Londoner Rechtsmarkt, viele Anwälte schaffen ihren eigenen Backstop und registrieren sich in Irland. Deutsche Kanzleien mit eigenem Büro in London sind dagegen noch optimistisch.
In den Tresoren eines Schließfach-Betreibers in der irischen Hauptstadt Dublin schlummern unzählige Goldbarren. Brexit-besorgte Anleger aus Nordirland haben sie dort deponiert.
Kein EU-Mitglied wird die Folgen des Brexits so stark spüren wie Irland. Das Land bemüht sich, die Auswirkungen abzufedern – und sucht den Kontakt nach Berlin.
Das britische Austritts-Chaos betrifft die Iren unmittelbar. Viele befürchten, dass der Brexit den fragilen Frieden auf der Insel wieder gefährden könnte – und hoffen auf deutsche Vermittlung in London.
Bei einem Besuch in Dublin warnt Heiko Maas Irland eindringlich vor den Gefahren eines ungeregelten Brexit-Abkommens. Die Briten müssten „verantwortungsvoll handeln“, fordert der Außenminister.
Ryanair hat seine Passagierzahlen für das Jahr 2018 vorgelegt – sie sind trotz der vielen Streiks überraschend gut. Um Lufthansa vom Thron zu stoßen, reicht es aber nicht.
Irlands Wirtschaft floriert: Die Steuereinnahmen legen zu, die Immobilienpreise steigen rasant. Mancher glaubt, die Wirtschaft könnte überhitzen – genau wie vor der letzten Krise.
Während die britische Premierministerin heute in Dublin für ihr Brexit-Abkommen weiterkämpft, könnte ein Misstrauensantrag gegen sie unmittelbar bevorstehen. Aus der EU gibt es unterdessen Kritik am britischen Parlament.
Noch ein bisschen mehr Fußball: Die Uefa hat die Einführung eines weiteren Europapokalwettbewerbs beschlossen. In der Summe dürfen sich ab 2021 weitere 16 Klubs Europapokalteilnehmer nennen. Auch ein Bundesligaklub wird profitieren.
Den Neuaufbau vorantreiben – und nebenbei die Qualifikation für die EM 2020 schaffen. Das sollte der deutschen Fußball-Nationalelf nach der Auslosung der Gruppen nicht allzu schwer fallen.
Die Auslosung der EM-Qualifikation in Dublin ist der letzte Termin für den Bundestrainer im völlig verkorksten Fußball-Jahr 2018. Gesetzt ist das DFB-Team nicht – und das schmeckt Joachim Löw nicht.
Viele Briten sind bereit, einen hohen Preis für den EU-Austritt zu zahlen. Sogar das Ende des irischen Friedensprozesses nehmen sie in Kauf. Was übrig bleibt, ist der Humor.
Der Billigflieger Ryanair senkt sein Gewinnziel für das laufende Jahr. Damit reagiert der Konzern auf die Streiks in ganz Europa und hohe Kerosinpreise. Das erbost vor allem die Aktionäre.
Papst Franziskus schweigt zu den schweren Vorwürfen des einstigen Nuntius Viganò. Diesen sehen manche in der Kurie als Whistleblower – andere als einen Putschisten.
Die katholische Kirche in Irland ist gespalten. Konservative beklagen eine „schleichende Akzeptanz“ von Homosexualität – und sehen in ihr gar eine Ursache der Missbrauchsfälle. Kirchenkritiker boykottieren den Papst-Besuch.
Am Samstag sagte Franziskus bei seinem Besuch in Dublin, das Fehlverhalten der Kirche bleibe „eine Quelle des Schmerzes und der Scham für die katholische Gemeinschaft“.
Der irische Premierminister Varadkar will ein „neues Kapitel“ in der Beziehung zum Vatikan aufschlagen – und dessen Einfluss minimieren. Der Papst betet für die Missbrauchsopfer und verspricht Hilfe.