Forderungen der Bundesbank nehmen zu
Die Forderungen der Bundesbank gegenüber der Europäischen Zentralbank im Rahmen des Zahlungsverkehrssystems „Target II“ haben im März beschleunigt zugenommen.
Die Forderungen der Bundesbank gegenüber der Europäischen Zentralbank im Rahmen des Zahlungsverkehrssystems „Target II“ haben im März beschleunigt zugenommen.
Der Leitzins im Euro-Raum bleibt vorerst bei 1,0 Prozent. EZB-Präsident Draghi stellt sich auf eine länger anhaltende Inflation ein - und will vorerst nicht aus den Krisenmaßnahmen aussteigen.
Der Bundesbank ist ein erster kleiner Schritt gelungen, um die Risiken in ihrer Bilanz zu reduzieren. Sie muss bestimmte, von finanzschwachen Euroländern garantierte Bankenanleihen nicht länger als Pfand akzeptieren.
Die Europäische Zentralbank könnte schon bald den Ankauf von Pfandbriefen einstellen. Der Markt hat sich stabilisiert und kommt ohne Intervention aus.
Bundesbank-Präsident Weidmann bleibt unbequem: Nach seiner Kritik an der Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank rügt er nun die Haushaltspolitik der Bundesregierung - und fordert einen strikteren Sparkurs.
Die Bundesregierung gibt und nimmt bei den Sozialversicherungen. Die Länder fordern ihren Teil. Die Bundesbank erwartet, dass der Überschuss der Krankenkassen steigt.
Die Bundesbank geht nach wie vor von einer konjunkturellen Belebung im Frühjahr aus. Um den Jahreswechsel herum dürfte sich die deutsche Wirtschaft allerdings seitwärts bewegt haben.
Die Bundesbank geht nach wie vor von einer konjunkturellen Belebung im Frühjahr aus. Um den Jahreswechsel herum dürfte sich die deutsche Wirtschaft allerdings seitwärts bewegt haben.
Zum dritten Mal in Folge überweist die Bundesbank einen geringeren Gewinn an den Bund. Damit macht sie sich im Finanzministerium keine Freunde. Doch Jens Weidmann hätte ruhig noch weitergehen können.
Wegen der Euro-Risiken sinkt der Bundesbankgewinn. Die Retterungsorgie gibt es nicht kostenlos. Von Philip Plickert
Die Staatsschuldenkrise im Euroraum hat tiefe Spuren in der Bilanz der Deutschen Bundesbank hinterlassen. Der Gewinn der Notenbank schrumpfte im vergangenen Jahr auf 643 Millionen Euro. Das reißt auch eine zusätzliche Milliardenlücke in den Bundeshaushalt.
United Internet verdient mehr, die Münchener Rück will den Gewinn mehr als verdreifachen. Die Bafin belangt Banken erstmals wegen Beratungs-Verstößen, Indien zwingt Bayer zur Weitergabe des Patents an einem Krebsmedikament. Bundesbankpräsident Weidmann dämpft die Sorgen über die Target-2-Salden, Moody’s senkt Zyperns Rating, die griechische Gesamtverschuldung sinkt stärker als erwartet, dafür steigt das amerikanische Budgetdefizit stark. Die Vereinigten Staaten wollen bei der WTO Beschwerde gegen China einreichen.
Mittlerweile wird die Debatte um das Zahlungsverkehrssystem Target auch politisch und öffentlich geführt. Bundesbankpräsident Jens Weidmann fordert in einem F.A.Z.-Gastbeitrag ein EZB-Konzept für die Rückführung der Nothilfen.
Bundesbankpräsident Weidmann meldet sich in der Targetdebatte zu Wort. Der Schlüssel zur Lösung der Schuldenkrise liege nicht bei den Notenbanken, schreibt er in einem Gastbeitrag für die F.A.Z.
Welche Banken haben sich beim jügsten Dreijahresgeschäft der Europäischen Zentralbank günstig Geld geliehen? Es waren nicht nur südeuropäische Banken. Auch die Deutsche Bank und die Commerzbank haben Milliardenbeträge abgerufen.
Eigentlich hat sich die EZB zum Ziel gesetzt, dass die Inflationsrate im Euroraum 2 Prozent nicht übersteigt. Doch nun wird die Notenbank ihr Inflationsziel wohl zum zweiten Mal in Folge verfehlen.
EZB-Präsident Mario Draghi hat sich gegen Kritik der Bundesbank an der Politik der Europäischen Zentralbank verwahrt. Niemand sei innerhalb der EZB isoliert, „schon gar nicht die Bundesbank“.
Der Überschuss der Bundesbank ist wegen der Schuldenkrise und des niedrigen Zinsniveaus drastisch gesunken. Finanzminister Schäuble muss ein neues Loch von knapp zwei Milliarden Euro in seinem Etat stopfen.
Der Überschuss der Bundesbank ist wegen der Schuldenkrise und des niedrigen Zinsniveaus drastisch gesunken. Finanzminister Schäuble muss ein neues Loch von knapp zwei Milliarden Euro in seinem Etat stopfen.
Er ist der ökonomische Stichwortgeber der Nation. Hartnäckig kämpft der Chef des Münchener Ifo-Instituts für seine Überzeugung: So lange, bis jeder weiß, was Target 2 heißt.
Die eintägigen Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB sind auf einen Rekordwert gesprungen. Die Übernacht-Einlagen stiegen am Freitag um mehr als 300 Milliarden Euro auf 776,9 Milliarden Euro.
Die wachsenden Ungleichgewichte im Zahlungssystem der Notenbanken untereinander spiegelt eine breite Debatte unter den Währungshütern wider. Das Problem und die Dimension im Überblick.
Abschreibungen belasten den Gewinn von Merck. Dürr ersetzt Heideldruck im M-Dax. Merck & Co scheitert mit einem Kombi-Cholesterin-Präparat an der FDA und General Motors zahlt 320 Millionen Euro für einen Anteil an Peugeot. Der Gewinn der Bundesbank sinkt 2011 unter 1 Milliarde Euro, deutsche Autobauer denken, dass das hohe Wachstumstempo nicht zu halten sein wird. AIG nimmt sechs Milliarden Dollar durch den AIA-Teilverkauf ein und Australiens Zentralbank lässt die Zinsen wie erwartet unverändert.
In der Bundesbank rumort es: Der größte Posten in der Bilanz sind Forderungen von zuletzt knapp 500 Milliarden Euro gegenüber Notenbanken finanzschwacher Länder, die über das Target-Zahlungsverkehrssystem aufgelaufen sind. Ein Brief von Bundesbankpräsident Weidmann zeugt von großer Sorge.
Die deutschen Aktien tendieren am Donnerstag etwas fester. Im Mittelpunkt des Börsengeschehens steht der geplante Schuldenschnitt in Griechenland.
Allein die Bundesbank hält Forderungen von zuletzt knapp 500 Milliarden Euro gegenüber den Notenbanken finanzschwacher Länder. Viele Ökonomen sehen darin enormen Sprengstoff, auch die Commerzbank warnt: Je höher die Summen, desto schwächer die Verhandlungsposition der Gläubiger.
Wie brisant sind die 500 Milliarden Euro schweren Target-Forderungen der Bundesbank? Die Europäische Zentralbank sieht keine Risiken. Ifo-Präsident Sinn, der die Salden „entdeckt“ hat, widerspricht vehement - und zeigt Lösungen auf.
Die Notenbanken der Euro-Länder kommen beim Schuldenschnitt für Griechenland wohl glimpflich davon. Ihre Anleihen werden vor Verlusten geschützt. Einen Teil ihrer Gewinne müssen sie aber an Griechenland leiten.
Befeuert von günstigen Hypothekenkrediten steigen die Preise für deutsche Wohnimmobilien kräftig. Im vergangenen Jahr legten sie um 5,5 Prozent zu, doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Bundesbank warnt: Die Demografie könnte den Boom stoppen.
Für den Ökonomen Hans-Werner Sinn ist der Zug in Richtung Transferunion abgefahren. „Die Rettungsschirme werden in Kürze verbraucht sein“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z. Im Endeffekt würden dreieinhalb Billionen Euro Staatsschulden der Südländer vergemeinschaftet.
Wie kann die Europäische Zentralbank ohne Verluste die griechische Umschuldung bewältigen? Mit einem Trick hat sich die EZB gerade abgesichert. Doch im Rat der Zentralbank gibt es Zweifel, ob das die richtige Lösung ist.
Bei den „Wirtschaftsweisen“ wird ein Platz frei. Beatrice Weder di Mauro - die einzige Frau im Sachverständigenrat - wechselt zur Schweizer Großbank UBS. Sie folgt dem früheren Bundesbank-Präsident Axel Weber.
Zehn Jahre nach der Einführung des Euro-Bargelds schlummern noch Milliarden D-Mark versteckt in Deutschland. Tauchen sie wieder auf, sind sie oft kaputt, aber nicht verloren.
Fast 500 Milliarden Euro sind als Target-Kredite in die Euro-Peripherie geflossen. Die Risiken steigen. Der Sonntagsökonom von Philip Plickert
Die Europäische Zentralbank schafft Sicherheiten zweiter Klasse: Nationale Notenbanken dürfen künftig auf eigenes Risiko Einzelkredite als Pfand akzeptieren.
Der neue europäische Fiskalpakt ist nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann kein großer Wurf. Die Stoßrichtung sei zwar grundsätzlich richtig, der Pakt sei aber in den Verhandlungen aufgeweicht worden.