Kollisionskurs in Europa
Das Urteil aus Karlsruhe zur EZB-Geldpolitik birgt Gefahren. Zwischen der EU und Deutschland droht ein Konflikt mit gravierenden Folgen – auch für die europäische Integration.
Das Urteil aus Karlsruhe zur EZB-Geldpolitik birgt Gefahren. Zwischen der EU und Deutschland droht ein Konflikt mit gravierenden Folgen – auch für die europäische Integration.
Die Kanzlerin äußert Verständnis für die EZB – und erläutert, wie die EU-Regierungen auf die Entscheidung des Verfassungsgerichts reagieren sollten.
Das Verfassungsgerichtsurteil offenbart ein Dilemma: Die deutsche Notenbank muss deutsches Recht und Europarecht beachten.
Die EU-Kommission erwägt ein Vertragsverletzungsverfahren wegen des Karlsruher EZB-Urteils. Aus Brüsseler Sicht hat das Bundesverfassungsgericht europäisches Recht gebrochen. Aber was könnte Deutschland überhaupt tun?
Als Banker hat Johannes Esswein groß gedacht. Heute ist er in einer kleinen Werkstatt glücklich und mit einem Instrument, das er entworfen hat.
Die für Rechtsstaatlichkeit verantwortliche Vizepräsidentin der EU-Kommission Vera Jourova weist das Karlsruher EZB-Urteil in scharfer Form zurück. Auch EVP-Fraktionschef Weber äußert Unverständnis. Lob kommt aus Polen.
Wie kann man die Arbeit einer Notenbank kontrollieren – auf deren Unabhängigkeit gerade die Deutschen immer besonderen Wert gelegt haben?
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der Notenbank kochen die Emotionen hoch. Vor allem in Italien ist die Regierung aufgebracht. Aber selbst Frankreichs Notenbankchef murrt.
Das Bundesverfassungsgericht begeht in seinem EZB-Urteil die methodischen Fehler, die es dem EuGH vorwirft, und erweitert seine Prüfungskompetenz nebenbei ins Grenzenlose. Ein Gastkommentar.
An den Finanzmärkten geht es am Mittwoch eher ruhig zu. Obwohl das nichts heißen will, ist es zunächst einmal willkommen.
Das Verhältnis zwischen Karlsruhe und dem Europäischen Gerichtshof ist schon lange angespannt – mit dem EZB-Urteil erreicht der Konflikt eine neue Dimension.
Das Bundesverfassungsgericht sorgt mit einem negativen Urteil zu den milliardenschweren Anleihekäufen der Notenbank für Aufsehen. Was wird die EZB jetzt tun? Und was darf die Bundesbank überhaupt noch?
Die Verfassungsrichter bremsen die EZB nicht in der Krise. Aber sie zerstören Illusionen.
Die deutschen Banken sind nach Ansicht der Aufseher noch in einer stabilen Verfassung. Doch die große Welle an Kreditausfällen steht noch bevor.
Das Bundesverfassungsgericht schreitet gegen den Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB ein – und nimmt Bundesregierung und Bundesbank in die Pflicht. Was daraus wirklich folgt, ist unter Fachleuten umstritten.
Mit jeder Krise gewinnt die Europäische Zentralbank an Bedeutung. Das Bundesverfassungsgericht muss nun entscheiden, ob Deutschland da noch mitmachen kann. Die Ersten haben jetzt schon Angst.
Die Zentralbanken stemmen sich gegen den wirtschaftlichen Absturz in der Krise. Doch auf die Dauer werden sie nicht in der Lage sein, das wachsende Missverhältnis von Wirtschaftskraft und Verschuldung zu übertünchen.
Immer mehr Menschen bezahlen mit Giro- oder Kreditkarte. Grund dafür ist die Corona-Krise. Laut einer Bundesbank-Umfrage haben in den vergangenen Wochen 43 Prozent der Menschen ihr Zahlungsverhalten verändert.
Seit es keine Zinsen mehr gibt, hat sich die Hortung von Bargeld verstärkt. Durch die Corona-Krise ist noch einmal ein Schub dazu gekommen.
Der Vorschlag stößt allerdings in Brüssel auf wenig Gegenliebe. Ein ehemaliger Bundesbanker warnt zudem davor, dass alte Problemkredite vergemeinschaftet werden könnten.
Bisher wurden Steuerzahler mit Nachzahlungszinsen geschröpft, doch plötzlich verbucht der Fiskus deswegen Mindereinnahmen. Denn er muss Steuererstattungen genauso hoch verzinsen. Wird der amtliche Zins von 6 Prozent nun endlich gesenkt?
Viele Deutsche zahlen derzeit an der Ladenkasse kontaktlos, um sich nicht mit dem Virus anzustecken. Geht das so weiter, wird das Smartphone bald das Bargeld ersetzen.
Seit April 2019 geben die Notenbanken im Euroraum keine 500-Euro-Scheine mehr aus. Doch die Banknote erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit.
Durch die Krise ändern sich auch unsere Gewohnheiten, was unser Verhalten an der Kasse angeht. Es wird immer häufiger kontaktlos gezahlt, dagegen wird Bargeld lieber gehortet.
Immer mehr Banken beugen sich dem Druck der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) und legen ihre Ausschüttungen auf Eis. Aktionäre gehen leer aus, dürften aber auch Interesse an finanzieller Stabilität haben.
In der Corona-Krise wollen alle auf einmal Bargeld. Eine ganze Reihe von Banken im Land hat dem Abheben Grenzen gesetzt. Doch ist es wirklich notwendig, private Bargeldreserven aufzubauen?
Das 750 Milliarden Euro schwere Anleihekaufprogramm „PEPP“ der Europäischen Zentralbank könnte nach Ansicht von Ökonomen die umstrittenen Forderungen der Bundesbank gegen die EZB anschwellen lassen.
Der Europäische Gerichtshof macht Millionen deutscher Verbraucher glücklich. Wer zwischen 2010 und 2016 eine Immobilie oder ein Fahrzeug finanzierte, besitzt nun gute Chancen den Vertrag widerrufen zu können.
Forscher warnen: Jede Woche Stillstand bringt Deutschland um einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag. Dabei erwartet auch die Bundesbank kein schnelles Ende der Krise – und spricht von einer „beispiellosen Unsicherheit“.
Jens Weidmann geht davon aus, dass die Pandemie Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung bis zu ein Jahrzehnt lang beeinträchtigen könnte. Dennoch habe die Bundesrepublik günstige Voraussetzungen, um aus der Krise wieder herauszukommen.
Weil manche Kunden aktuell besonders viel Bargeld vom Konto holen wollen, limitieren einige Banken die Beträge. Damit wollen sie die Versorgung für die Breite der Bevölkerung sichern und Kunden vor Risiken schützen.
Bundesregierung und Bankenaufsicht schaffen die erst im vergangenen Jahr eingeführte Kapitalvorgabe ab - und entlasten damit den deutschen Bankensektor in der Corona-Krise.
Bundesregierung, Bundesbank und Aufsicht haben weitere Maßnahmen vorgestellt, um den Banken das Leben zu erleichtern. Sie hoffen auf zusätzlichen Spielraum für Kredite in Billionenhöhe.
Die Corona-Krise sorgt auch für eine höhere Nachfrage nach Bargeld. Die Bundesbank befürchtet keine Engpässe. Und eine Quarantäne für Geldscheine halten Mediziner für „Unsinn“.
Die Ausbreitung des Coronavirus führt zu dramatischen Kursverlusten an der Börse. Jens Weidmann sagt im Interview mit der F.A.Z., wie stabil die Banken sind, ob eine Rezession kommt – und was die Geldpolitik leisten kann.
Deutsche Banken müssen Transaktionen im Ausland der Bundesbank melden. Forscher der TU Darmstadt haben diese Daten ausgewertet.