Lasst allen Dante fahren
Millionenauflage garantiert: Dan Brown schickt in „Inferno“ seinen Ermittler Robert Langdon zum vierten Mal auf die Spur einer Weltverschwörung. Das Zeichensystem liefert diesmal Dante.
Millionenauflage garantiert: Dan Brown schickt in „Inferno“ seinen Ermittler Robert Langdon zum vierten Mal auf die Spur einer Weltverschwörung. Das Zeichensystem liefert diesmal Dante.
Von Präsident Hollande enttäuscht, lässt sich die französische Linke von Jean-Luc Mélenchon faszinieren. Der charismatische Sozialist weiß die Emotionen zu bedienen.
In Frankreich eskaliert der Streit um die „Ehe für alle“. Minister werden bedroht, Demonstranten mit Schlagstöcken vertrieben.
Er sinnt auf Rache, weil seine Familie umgebracht worden ist, sie, weil sie bei einem Unfall entstellt wurde. In Niels Arden Oplevs melancholischem Thriller „Dead Man Down“ machen Colin Farrell und Noomi Rapace gemeinsame Sache.
Das Leben ist ein Kartenspiel, und die Männer gewinnen es am Ende nur, wenn sie die Frauen verlieren: Peter Stein macht in Paris aus Eugène Labiches genialem Schwank „Le Prix Martin“ eine abgrundkomische Geschlechtergroteske.
Er schreibt ein Buch nach dem anderen - und stets schwarze Zahlen: Bei einem Treffen gibt Nicholas Sparks Einblick in sein Geschäftsmodell.
Von Verlangen und Überschwang, von Entsagung und Scham: Jacques Yonnet lässt in „Rue des Maléfices, Straße der Verwünschungen“ das alte Paris auf magische Weise auferstehen.
Idriss Déby regiert Tschad seit mehr als zwanzig Jahren mit harter Hand. Seit ein Militäreinsatz gegen Islamisten in Mali näher rückt, ist er aus westlicher Sicht wichtiger denn je.
Am luxemburgischen Hof läuten die Hochzeitsglocken: Prinz Guillaume und Gräfin Stéphanie de Lannoy geben sich das Ja-Wort. Das Spektakel lockt den europäischen Hochadel in das kleine Großherzogtum.
Mit Rechnungswesen, Gotik und Disputierkunst: Andreas Sohn zeigt, wie sich Paris im hohen Mittelalter zur Kapitale mauserte.
Martin Mosebachs Äußerungen zur Strafbarkeit von Blasphemie haben eine Diskussion entfacht. Was muss der Staat schützen und mit welchen Mitteln?
Es war ein Film, auf den viele gewartet haben. Dann fielen Schüsse in der Premiere von „The Dark Knight Rises“. Wie sollen wir jetzt schauen auf den neuen Batman-Film?
Ehemänner muss man sich zu erziehen und rechtzeitig zu verlassen wissen: Ralph V. Turner erzählt anschaulich und wissenschaftlich zugleich das Leben der Eleonore von Aquitanien.
Sollte Lady Gaga geglaubt haben, sie könne der Königinmutter des Pop das Wasser abgraben, dann hat sie sich geirrt: Madonna zieht zum Start ihrer Welttournee in Tel Aviv alle Register.
Mit mehr als neunzig Jahren malt Pierre Soulages immer noch fast jeden Tag. 1955 war er bei der ersten Documenta dabei, ob er in diesem Jahr kommt, ist unsicher. Ein Besuch bei einem Maler des Lichts und der Schwärze.
Grass und Auschwitz to go und ein Occupy-Camp zum Gaffen: Die Berlin-Biennale verspielt mit Zynismus und Politkitsch ihre wichtigste Idee.
Christie’s versteigerte in Paris Bücher und Kunst aus dem Nachlass des Urenkels von Victor Hugo. Zum teuersten Los wurde dort eine düstere Zeichnung des Schriftstellers.
Die Normandie inspirierte nicht nur die Impressionisten. Gustave Flaubert machte Rouen und Umgebung zum Schauplatz seiner Madame Bovary.
Markus Lanz sieht sich als Daniel Craig des „Wetten dass...?“. Ob der bessere Vergleich nicht George Lanzenby gewesen wäre, wird sich zeigen. Zumindest muss er noch nicht mit Verwechslungen kämpfen, wie andere Promi-Kollegen.
Der Popularphilosoph Alain de Botton will von der Kirche lernen. Sein Vorschlag: ein „Tempel des Atheismus“ und Predigten zu Ehren der Kultur. Doch etwas Entscheidendes wird fehlen.