Aufstand gegen Woelki
Im Streit über den Umgang mit Missbrauchsfällen stellen sich in Köln immer mehr Geistliche gegen ihren Erzbischof. Ist der noch zu halten? Und würde ein Rücktritt etwas ändern?
Im Streit über den Umgang mit Missbrauchsfällen stellen sich in Köln immer mehr Geistliche gegen ihren Erzbischof. Ist der noch zu halten? Und würde ein Rücktritt etwas ändern?
Hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki 2015 einen Missbrauchsfall vertuscht? Der Verdacht wurde nach Rom gemeldet. Doch der Vatikan ließ die selbstgesetzte Antwortfrist verstreichen.
Zum Jahreswechsel greift ein neues Verfahren, mit dem Opfer sexueller Gewalt Geld von der Kirche erhalten können. Doch wieder wurde eine Chance verspielt. Es fehlten Strukturen, die vollkommen unabhängig seien, kritisiert der Psychiater Harald Dreßing.
Missbrauch im Bistum Münster +++ Handel mit Gesundheitsdaten +++ Energiewende für Klimaschutz
Ein Gericht in Polen hat zwei katholische Bistümer zu einer Entschädigung in Höhe von 70.000 Euro für ein Missbrauchsopfer verurteilt. Aber das Bistum Breslau sagt, die Verantwortung trage allein der Täter.
Das Bistum Fulda will die Missbrauchsfälle in der Diözese aufarbeiten. Bischof Michael Gerber erläutert, warum das Bistum erst jetzt damit beginnt.
Der jahrzehntelange Privatsekretär Johannes Pauls II., Kardinal Stanislaw Dziwisz, steht in der Krise der katholischen Kirche in Polen im Mittelpunkt. Hat er Missbrauchstäter beschützt?
Der Kölner Kardinal warnt den Hamburger Erzbischof: Es werde Fragen geben, er habe sich rechtswidrig verhalten. Erzbischof Heße aber erklärt sich für unschuldig. Kardinal Woelki hält den belastenden Bericht zurück.
„Warum ist das ausgerechnet mir passiert?“ Eine Online-Tagung der katholischen Kirche fragt nach manipulativen Strategien gefährlicher Seelenführer.
Der Erzbischof von Köln möchte ein Gutachten über sexuellen Missbrauch nicht veröffentlichen. Dafür benutzt Kardinal Woelki die Opfer: Der Betroffenenbeirat wird getäuscht.
Der Vatikan hat die Untaten des früheren Kardinals McCarrick untersucht. Die Schuld für Versäumnisse bei der Aufklärung lägen beim früheren Papst Johannes Paul II. Papst Franziskus habe entschlossen gehandelt, heißt es aus Rom.
Rainer Maria Woelki wollte als schonungsloser Aufklärer in die Annalen der katholischen Kirche eingehen. Stattdessen rettet er sich nun vor der Rache der Verantwortlichen. Und instrumentalisiert dafür auch noch die Betroffenen.
Die Nationalsozialisten haben sexuellen Missbrauch von Minderjährigen durch Priester gezielt für ihre antikatholische Propaganda ausgeschlachtet. Hat das die systematische Vertuschung solcher Fälle nach dem Krieg begünstigt?
Zehn Jahre hat es gedauert, ehe dass die deutschen Bischöfe die Entschädigung der Missbrauchsopfer in die Hände eine unabhängigen Kommission legen wollen. Den Verlust an Glaubwürdigkeit macht das wohl nicht mehr wett.
Die Aufklärung der Missbrauchsfälle in den 27 katholischen Bistümern stockt. Teile des Klerus nutzen jede juristische Möglichkeit, um das Verfahren zu verzögern.
Wir beten „erlöse uns von dem Bösen“. Doch beten allein hilft nicht. Ob diese Erkenntnis aber in den Kirchen rund um die dortigen Missbrauchsfälle überall angekommen ist, darf man trotz aller Bemühungen um Aufklärung bezweifeln.
Das Bistum Limburg setzt sich aktiv mit sexuellem Missbrauch in der eigenen Institution auseinander. Die dafür initiierte Studie findet weitgehend Lob unter Betroffenen, Laien und Priestern.
Das Bistum Limburg dokumentiert erstmals den sexuellen Missbrauch in der eigenen Institution. Doch die Untersuchung soll nicht das Ende, sondern der Anfang eines Prozesses sein.
Mit einer Projektstudie will das Bistum Limburg weiterer sexueller Missbräuche in der Kirche vorbeugen. Dabei erzwingen die Empfehlungen einen Neustart des Systems an zentralen Stellen.
Lange haben sich die katholischen Bischöfe gegen die Einrichtung unabhängiger Kommissionen zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch gesträubt. Jetzt haben sie eingelenkt.
Das oberste australische Gericht hat Kardinal George Pell überraschend vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen. Missbrauchsopfer reagieren entsetzt. Unterstützer Pells begrüßen das Urteil als Ende einer Hexenjagd.
Durch einen Gerichtsprozess wurden heftige Vorwürfe gegen frühere Mitarbeiter eines ehemaligen Heims für schwer erziehbare Jungen öffentlich. Belegt werden konnten sie bisher nicht. Doch die Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen eingeleitet.
Wenn Bischöfe über sexuellen Missbrauch durch Priester reden, klingen sie wie Kirchenkritiker. Aber die Kirche handelt verantwortungslos, solange keine Verantwortlichen benannt werden.
Die Bischöfe der katholischen Kirche wollen „materielle Leistungen“ an Missbrauchsopfer neu festsetzen. Die Orientierung an gerichtlich festgesetzten Schmerzensgeldern ist richtig.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich auf ein höheres Schmerzensgeld für Opfer von sexuellem Missbrauch verständigt. Doch aus den Reihen der Betroffenen gibt es Kritik.
Staatsanwälte haben die Missbrauchsfälle durch katholische Kleriker geprüft. Das Ergebnis der Aufklärung ist jedoch ernüchternd. Den die Zeit spielt den Tätern in die Hände.
Die Katholische Kirche will Steuergelder für die Entschädigung von Missbrauchsopfern ausgeben. Damit übernimmt sie aber keine Verantwortung für den Skandal.
Im März wurde Kardinal Philippe Barbarin wegen Vertuschung von Kindesmissbrauch in erster Instanz zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Ein Berufungsgericht schätzt die Beweislage nun anders ein.
In Frankfurt treffen sich Mitglieder der katholischen Kirche, um über Reformen zu diskutieren. Die Notwendigkeit einer Veränderung ist da, doch nicht jeder will die Zeichen der Zeit erkennen. Ändert sich nichts, steht die Kirche am Ende verloren da.
Franziskus hat das „päpstliche Geheimnis“ für Missbrauchsfälle abgeschafft. Das ist ein starkes Signal – in der Praxis ändert sich wenig.
Der Papst schafft bei Missbrauchsfällen das „päpstliche Geheimnis“ ab. Ermittlungen staatlicher Behörden dürfen nicht mehr mit Bezug auf eine Schweigepflicht behindert werden. Ein allgemeines Regelwerk zum Umgang mit dem Thema steht aber weiter aus.
In der katholischen Kirche soll künftig mehr Transparenz bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch herrschen. Durch eine Verfügung hat Papst Franziskus mit sofortiger Wirkung die Möglichkeit abgeschafft, sich bei Fällen von sexuellem Missbrauch auf Geheimhaltung zu berufen.
Über die Vertuschung sexueller Gewalt durch frühere katholische Bischöfe werden immer mehr Details bekannt. Doch vielen Bistümern fehlt der Wille zu einer Aufarbeitung – ein fataler Zustand für die Opfer.
Kai Moritz ist jahrelang von einem Priester im Bistum Limburg sexuell missbraucht worden. Ein neuer Bericht bestätigt sein Martyrium – und dass die Taten verheimlicht wurden. Im Interview sagt Moritz, was das für ihn bedeutet.
Ein emeritierter Erzbischof hat ein erstaunliches Interview über den Missbrauchsskandal und die Aufarbeitung dessen in der Katholischen Kirche gegeben. Tenor: Die Methode des Vertuschens, Verheimlichens und Versetzens wurde radikal umgesetzt.
Ein Priester wurde mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen verurteilt. Für die katholische Kirche war das kein Grund, ihn fallenzulassen. Er bekam immer wieder Stellen als Seelsorger.