Missbrauch vertuscht
Das Gutachten über das Erzbistum Freiburg offenbart Abgründe kirchlicher Ignoranz geltenden Rechts. Die politischen Folgen sind noch heute aktuell.
Das Gutachten über das Erzbistum Freiburg offenbart Abgründe kirchlicher Ignoranz geltenden Rechts. Die politischen Folgen sind noch heute aktuell.
Der Jesuit Hans Zollner hat seinen Rücktritt aus der Päpstlichen Kinderschutzkommission erklärt. Seine Kritik stellt das Gremium in der jetzigen Form infrage.
Der Auftritt von Kardinal Woelki vor dem Kölner Landgericht ist ein Novum im Zuge des Missbrauchskandals. Anschuldigungen weist der prominente Zeuge von sich.
Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung geht in die Verlängerung, die EU-Länder lassen dem Verbrennermotor eine Hintertür offen, und Kardinal Woelki sagt in Köln vor Gericht aus. Der F.A.Z.-Newsletter
Erstmals nimmt der Papst den Rücktritt eines Bischofs im Zusammenhang mit einem Missbrauchsskandal an. Er hoffe, dass sein Schritt für die Menschen im Bistum befreiend wirke, teilt Franz-Josef Bode mit - und spricht von eigenen Fehlern.
Nicht nur die Bistumsspitze hat versagt: Die Autoren der Missbrauchsstudie, die 401 Fälle von sexuellem Missbrauch im Bistum Mainz dokumentiert haben, nehmen auch die Pfarrgemeinden und Caritasverbände in die Pflicht.
Damit reagiert die Kirche auf Vorwürfe, der spätere Papst Johannes Paul II. habe Missbrauchsfälle unter Priestern vertuscht. Dies war in einer Fernsehdokumentation berichtet worden.
Vertuschen statt aufarbeiten: Im Zweifelsfall ging es früheren Mainzer Bischöfen mehr um den Schutz ihrer Kirche und weniger um das Leid der Missbrauchsopfer. Die neue EVV-Studie belastet das Bistum schwer.
Franziskus hat sich dem Null-Toleranz-Prinzip gegen Missbrauch verpflichtet. Manche Täter erfahren dennoch erstaunlich viel päpstliche Nachsicht – wenn sie ihm weltanschaulich oder persönlich nahestehen.
Eine Fernsehdokumentation legt dar, wie Johannes Paul II. als Erzbischof Missbrauchsskandale vertuscht haben soll. Für Polens Regierung bleibt er trotzdem der „bedeutendste Pole des 20. Jahrhunderts“.
Am Donnerstag in Frankfurt hat die letzte Versammlung des Reformprojekts. Auslöser war der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, forderte mehr Mut zu Veränderungen in der katholischen Kirche.
Eine Studie zeigt nur die Spitze des Eisberges und die Dunkelziffer dürfte hoch sein: Jahrzehntelang wurde im Bistum Mainz sexueller Missbrauch verheimlicht. Immerhin ist das Bistum Mainz nun um kategorische Aufklärung bemüht.
Eine Studie zu sexuellem Missbrauch im Bistum Mainz lässt zwei frühere Kardinäle in schlechtem Licht erscheinen. Bischof Kohlgraf verspricht eine umfassende Aufarbeitung.
In Portugal hat eine Kommission den kirchlichen Missbrauch untersucht. Dafür haben die Bischöfe ihre Archive bereitwillig geöffnet. Ihre Reaktion auf das Ergebnis löst jedoch Unmut aus.
Die deutschen Bischöfe wollen einen Expertenrat zum Thema Missbrauch einrichten, doch sie wissen nicht wie. Die Politik soll ihnen helfen. Aber die winkt ab.
Der Kölner Staatsrechtler Stephan Rixen fordert einen Sonderfonds zur Entschädigung von Missbrauchsopfern in der katholischen Kirche. Bisher würden sie wie Empfänger eines Gnadenakts behandelt, kritisiert er.
Eine neue Studie zeigt Fehler im Umgang mit Betroffenen sexuellen Missbrauchs im Bistum Essen auf. Statt Unterstützung zu erhalten, sahen sich Betroffene oft mit Schweigen, teils gar mit Anfeindungen konfrontiert.
Keine Sühne für sexuellen Missbrauch: Ein slowenischer Priester mit guten Verbindungen zu Franziskus wird zur Höchststrafe verurteilt – und sofort begnadigt.
Angesichts von Zahlenspielereien sprechen Opferorganisationen von einem „Witz“. Meinen es Italiens Bischöfe ernst mit der Aufarbeitung?
Das moralische Selbstbild der evangelischen Kirche in Deutschland hat Kratzer bekommen: Durch den Missbrauch, beim Klimaschutz, in der Friedensethik. Die Kirche zeigt sich selbstkritisch. Das tut ihr gut.
Der Skandal um sexuelle Gewalt hat die Kirchenführung in Frankreich erfasst. Elf Bischöfe stehen im Verdacht.
Dass Belastungseifer im Rechtsstaat keine Chance hat, ist gut. Dass es hier und da an Ermittlungseifer mangelt, weniger. Gar nicht gut, dass der zu erlahmen scheint, wenn es um vermeintlich innerkirchliche Vorgänge geht.
Der Besuch von Frankreichs Präsident beim Papst wird von einem neuen Missbrauchsskandal überschattet. Der spätere Bischof von Créteil soll Gläubige genötigt haben, während der Beichte Kleidungsstücke abzulegen.
Missbrauchsvorwürfe gegen Bischof Belo, Friedensnobelpreisträger aus Osttimor: Zwei mutmaßliche Opfer des prominenten Geistlichen haben jetzt ihr Schweigen gebrochen.
Unabhängige Fachleute sollen künftig überwachen, dass die kirchlichen und staatlichen Regelungen bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche eingehalten werden. Helmut Dieser wird neuer Missbrauchsbeauftragter.
Ein Zwischenbericht über sexuellen Missbrauch hat dem Bistum Osnabrück schwere Defizite attestiert. Als Konsequenz will Bischof Franz-Josef Bode solche Fälle nun weitgehend externen Sachverständigen übergeben.
Historiker und Juristen ziehen ein vernichtendes Zwischenfazit zum Umgang mit Missbrauch in den Bistümern Osnabrück und Hamburg. Es geht auch um pädokriminelle Geistliche, die wieder in der Seelsorge eingesetzt wurden.
Der Zeithistoriker Thomas Großbölting legt eine Geschichte des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche vor. Dem Leser verschafft er einen Überblick über einen ausufernden Skandal.
Drei katholische Priester werfen dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki vor, in einem Missbrauchsfall eine falsche Versicherung an Eides statt abgegeben zu haben.
Der Kölner Kardinal Woelki hat versichert, von dem Missbrauchsfall eines prominenten Geistlichen erst im Juni erfahren zu haben. Doch ein Schreiben wirft neue Fragen auf.
Dass eine Liste mit Missbrauchstätern im Erzbistum Köln geschreddert wurde, rief viel Empörung hervor. Doch nach Angaben der Kirche sind alle Daten andernorts gespeichert.
Eine Liste mit Priestern, denen sexuelle Gewalt vorgeworfen wurde, wurde 2015 im Erzbistum Köln geschreddert – angeblich aus Datenschutzgründen. Erzbischof Rainer Maria Woelki kann sich nun an keinen der Namen auf der Liste erinnern.
Zu lange habe sich die EKD im Windschatten der katholischen Missbrauchsvorwürfe bewegt, meint die Missbrauchsbeauftragte Kerstin Claus.
Beim Thema sexueller Missbrauch liegt der Fokus der Aufmerksamkeit für gewöhnlich auf der katholischen Kirche. Doch auch mit dem Vorgehen der evangelischen Kirche ist die Missbrauchsbeauftragte nicht zufrieden.
Ein früherer Ministrant verklagt das Erzbistum Köln auf ein sechsstelliges Schmerzensgeld. Er soll von einem mittlerweile verstorbenen katholischen Priester jahrelang missbraucht worden sein.
Die Zahl der Kirchenaustritte ist so hoch wie nie, und daran ist nicht nur der Missbrauchsskandal schuld: Gott und die Kirche sind nicht mehr wichtig. Denn Werte hat die Jugend auch so.