Öffentliches Lynchen
Frankreich bekämpft den Terror im Internet. Wer Morde beklatscht oder Islamistenpropaganda verbreitet, soll nicht ungeschoren bleiben. Schafft die Justiz das?
Frankreich bekämpft den Terror im Internet. Wer Morde beklatscht oder Islamistenpropaganda verbreitet, soll nicht ungeschoren bleiben. Schafft die Justiz das?
Mit Attentaten wie in Nizza versuchen Islamisten freiheitliche Gesellschaften in den „Clash of civilizations“ zu treiben. Welche Ursachen hat das – und was kann getan werden, um es zu verhindern?
Am Tag danach wird immer mehr über das Attentat von Nizza bekannt. Nach den Erkenntnissen der Behörden kam der Attentäter erst am frühen Morgen in der Stadt an – und hatte viel Zeit für seine mörderische Tat, bis die Polizei die Kirche stürmte.
Diego Armando Maradona: Dieser Name steht für ein Leben zwischen den Extremen, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Genie und Wahnsinn. Mehrmals schrammte die Fußball-Legende knapp am Tod vorbei. Nun wird er 60.
Sein Fleiß und seine Begeisterungsfähigkeit zeichneten ihn aus. Doch manchmal schoss Heinrich Bedford-Strohm als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland übers Ziel hinaus. Sein Verzicht auf eine abermalige Kandidatur ist konsequent.
Die türkische Regierung bekundet den Hinterbliebenen der Terroropfer von Nizza ihr Beileid. Das ist der blanke Hohn. Denn eben noch hat Erdogan gegen Frankreich und die Freiheit gehetzt.
Bedford-Strom will von 2021 an nicht mehr EKD-Ratsvorsitzender sein. Intern war der Bischof kritisiert worden, sein Rückzug hat aber nichts mit seinem Einsatz für die Seenotrettung zu tun.
Stell dir vor, eine Araberstute wandert durch Fechenheim: Der Filmemacher Michael Jung fügt Bilder und Sätze zu einer Erinnerungsreise in eine Kindheit im Nachkriegsdeutschland zusammen.
Nach einer Messerattacke in Nizza sind drei Menschen gestorben. Einer Frau wurde die Kehle durchgeschnitten. Frankreich ruft die höchste Terrorwarnstufe aus.
Das verschärfte Abtreibungsgesetz spaltet Polen. Doch statt zu versöhnen, spricht PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski von einem „Krieg“, den es zu gewinnen gilt.
Der Berliner Dom steckt in einer finanziellen Notlage. Jetzt häufen sich die Rücktritte. Die Zukunft des protestantischen Prachtbaus ist ungewiss.
Ein Priester stößt sich an der Maskenpflicht bei der Zusammenkunft von Glaubensgemeinschaften. Die Frankfurter Richter stellten auf seinen Eilantrag hin klar: Der Gesundheitsschutz überwiegt. Das gilt auch in Schulen.
Papst Franziskus stellt die Weichen für einen Nachfolger in seinem Sinne. Mit der Auswahl der 13 neuen Kardinäle stärkt er die Weltkirche gegen die Zentrale der Kurie in Rom.
In Polen demonstrieren Tausende seit Tagen gegen das verschärfte Abtreibungsgesetz. Der Protest reicht sogar bis in die Gottesdienste. Welche Lager stehen einander hier gegenüber?
Joseph Höffner wusste noch, dass Katholizismus und Kapitalismus gut zusammenpassen. Wir sollten besser auf ihn als auf Papst Franziskus hören.
Die Gestaltung der Frankfurter Paulskirche ist ein erinnerungspolitisches Desaster. Damit sie als zeitgemäße nationale Gedenkstätte wirken kann, muss die anstehende Sanierung mehr als eine technische Ertüchtigung sein. Ein Gastbeitrag.
Der ökumenische Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen behauptet, es gehe in ihrem Votum nicht um die Interkommunion. Letztlich will sie aber genau eine solche Mahlgemeinschaft. So kommt man ökumenisch nicht voran.
Die Nationalsozialisten haben sexuellen Missbrauch von Minderjährigen durch Priester gezielt für ihre antikatholische Propaganda ausgeschlachtet. Hat das die systematische Vertuschung solcher Fälle nach dem Krieg begünstigt?
Sand und Wasser sind die prägenden Elemente des Stadtteils Eberstadt in Darmstadt. Die kräftig strömende Modau wurde einst als Energiequelle genutzt. Der Wandertipp.
Ändert die katholische Kirche unter Papst Franziskus ihre grundsätzliche Ablehnung von Homosexualität? Seine jüngste Aussage über gleichgeschlechtliche Paare wird in diese Richtung gedeutet.
Von der Seelen- zur Planetenrettung: Beim interreligiösen Friedenstreffen in Rom verflüchtigte sich das christliche Heilsmonopol ins Politische.
Eine Aussage des Papstes in einer Filmdokumentation sorgt für Jubel bei homosexuellen Gläubigen und für Kritik unter Konservativen. Die offizielle Kirchenlehre ändert Franziskus damit aber nicht.
Osterhasenpädagogik +++ Missbrauch in der katholischen Kirche +++ Deutsche Besetzung der Krim +++Ausstellung von Robert Capa +++ Nord Stream 2
Präsident Trump liegt laut Umfragen noch gegen seinen Kontrahenten Joe Biden zurück. Nun versucht er, das Stammklientel der Republikaner für sich zu gewinnen: Weiße evangelikale Christen.
Evangelische und katholische Gemeinden in Hessen sammeln in der Pandemie weniger Geld. Darunter leiden vor allem alle wohltätigen Einrichtungen, die bisher von der Großzügigkeit der Gottesdienstbesucher profitierten.
Bundespräsident Steinmeier will die stark renovierungsbedürftige Paulskirche in Frankfurt zum zentralen Erinnerungsort der deutschen Demokratiegeschichte machen. Doch auch die AfD erhebt Anspruch auf diese Tradition.
In der Wiener Votivkirche sind immer öfter Studenten mit Laptop auf der Kirchenbank anzutreffen. Wegen der Abstandsregeln in der Corona-Pandemie hat die nahegelegene Universität nach Orten gesucht, wo Studierende Vorlesungen verfolgen können.
Beeindruckende Steingebirge wie die frühromanische Klosterruine Limburg und das gewaltige Bollwerk der Hardenburg überragen die Laub- und Kiefernwälder der Vorderpfalz. Der Wandertipp.
Im Ulmer Münster soll die Figur eines schwarzen Melchiors entfernt werden. Der Kirchenhistoriker Volker Leppin spricht im Interview über den Streit, die biblischen Hintergründe der Weihnachtskrippen und „cancel culture“.
Der katholische Hamburger Erzbischof Stefan Heße soll vor Jahren einen Priester gedeckt haben, der seine drei Nichten missbraucht hatte. Trotz eines Geständnisses wurde der Geistliche schon bald wieder in der Seelsorge eingesetzt.
In seiner Enzyklika „Fratelli tutti“ übt Papst Franziskus scharfe Kritik an der Marktwirtschaft. Die Corona-Pandemie habe bewiesen, dass die „magische Theorie“ des Markt-Kapitalismus gescheitert sei. Doch das Argument ist krumm.
Wieder einmal geht es im Vatikan voran, diesmal im Kampf gegen Geldwäsche. Doch wie viele Anläufe haben Papst Franziskus und sein Vorgänger Benedikt XVI. schon genommen?
Papst Franziskus spricht den 2006 im Alter von 15 Jahren gestorbenen Italiener Carlo Acutis selig. Dabei liegt der aufgebahrte Acutis da, als schlüge er jeden Moment die Augen auf – das mutet je nach Betrachtungsweise numinos oder unheimlich an.
Adam Boniecki hat sein Leben in den Dienst der polnischen Kirche gestellt. Doch weil er Kritik an Polens Regierung übte und einen Black-Metal-Musiker verteidigte, hat ihm der Marianerorden Redeverbot erteilt.
Die katholische Kirche weiß, dass sie mehr mit jungen Leuten in Kontakt treten müsste. Und doch sehen sich immer mehr Bistümer gezwungen, Schulen abzugeben. In Mainz lassen sich die Folgen studieren.
Der Vatikan missbilligt ein ökumenisches Papier aus Deutschland scharf. Die Vorschläge deutscher Bischöfe für ein gemeinsames Abendmahl von Katholiken und Protestanten werden von Rom abgelehnt.