Was denkt der Papst?
Ist das Ja Irlands zur Homo-Ehe für den Vatikan tatsächlich eine „Niederlage für die Menschheit“? Äußerungen aus dem Umkreis von Papst Franziskus deuten darauf hin, dass er selbst das ganz anders sieht.
Ist das Ja Irlands zur Homo-Ehe für den Vatikan tatsächlich eine „Niederlage für die Menschheit“? Äußerungen aus dem Umkreis von Papst Franziskus deuten darauf hin, dass er selbst das ganz anders sieht.
Die Pietisten prägen Baden-Württemberg und die dortige Landeskirche bis heute – oft im Streit mit der Obrigkeit. Aufgrund ihres Glaubens haben sie aber viel zur Entwicklung des Landes beigetragen.
Die deutlichen Worte von einem engen Mitarbeiter des Papstes machen klar: Für den Vatikan bleibt Homosexualität ein heikles Thema. In Deutschland will ein rot-rot-grün regiertes Bundesland derweil die Homo-Ehe per Verfassungsänderung einführen.
Muezzin-Klänge im Berliner Tiergarten: Aus Angst vor Islamisten sollte die Uraufführung von „Adhan“ abgesagt werden. Der Komponist Maximilian Marcoll erzählt, was es mit seinem Werk auf sich hat.
Die amerikanischen Pfadfinder wollen künftig auch homosexuelle Gruppenleiter aufnehmen. Bisher war das verpönt: Die Boy Scouts werden finanziell überwiegend von Kirchen unterstützt. Die Debatte entzündete sich an einem Rauswurf.
In Irland soll die Heirat von Gleichgeschlechtlichen durch einen Volksentscheid in der Verfassung verankert werden. Persönliche Loyalitäten sind stärker geworden als die Autorität von Kirche und Staat.
In Deutschland leben etwa zwei Millionen Polen. Sie arbeiten als Pfleger, Handwerker oder Anwälte. Viele von ihnen folgten lange Zeit der Devise: Bloß nicht auffallen. Doch das ändert sich nun - mit phantasievollen Ideen.
Die Iren entscheiden am Freitag in einem Referendum, ob sie die Homo-Ehe einführen wollen. Alle Umfragen sprechen dafür, dass sie das tun. Es gibt aber auch Kritik - nicht nur von der katholischen Kirche.
Im zurückgezogenen Leben finden gläubige Eremiten zu Gott. Maria Anna Leenen zeigt, dass man deshalb nicht weltvergessen sein muss. Zu Besuch an einem Ort, den das Navi nicht findet.
Eigentlich würde man in der kleinen Stadt Lunel in Südfrankreich gerne über Tourismus reden. Aber weshalb sind aus diesem Idyll so viele junge Männer in den Dschihad nach Syrien gezogen? Was macht Lunel zur „Hauptstadt des französischen Dschihad“?
Karl Lagerfeld macht sich Gedanken über den Fortbestand der Kirche. Zwar ist er weiß Gott kein Fan des Katholizismus. Für die provokative Art des Papstes hat er dennoch Bewunderung übrig.
Zwei prominente Bischöfe wenden sich gegen das Zentralkomitee der Katholiken. Sie kritisieren, dessen Forderung nach einer Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften stehe im Widerspruch zur „Lehre der Kirche“.
Die Erinnerung an die Massaker der Terrormiliz IS an Yeziden und Christen im Nordirak ist noch frisch. Zehntausende sind in die Kurdenregion Dohuk geflohen. Aber auch dort fühlen sie sich nicht sicher.
Mit etwas Glück werden bald Teile der Qumran-Handschriften im Frankfurter Bibelhaus zu sehen sein. Eine Absichtserklärung ist gerade in Jerusalem unterschrieben worden. Nun wird noch viel Geld benötigt.
Die Berliner Philharmoniker dürfen ihren Chefdirigenten selbst aussuchen. Am Montag konnten sie sich auch nach fast elf Stunden Sitzung auf keinen einigen. Jetzt wollen sie sich ein Jahr Zeit lassen. Die Musiker haben es richtig gemacht.
Die Wahl am Sonntag trägt alle Symptome einer Erschöpfung. Böhrnsens Rücktritt ist konsequent. Wie manch anderer Wähler und Gewählte in Bremen ist er am Ende seines Lateins.
Viel zu selten wollen Historiker wissen, wie es den Gegnern Hitlers gelang, im Zuge ihrer Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit des NS-Staates, mit den sich anbahnenden Übergriffen und Verbrechen, Positionen zu überwinden, die sie zunächst sehr oft mit den Nationalsozialisten geteilt hatten.
„Wir haben eine besondere Pflicht zur Solidarität mit jenen Ländern, die Opfer des Hitler-Stalin-Pakts waren“, sagte der Historiker Heinrich-August Winkler zum Weltkriegsgedenken im Bundestag. FAZ.NET dokumentiert seine Rede in Auszügen.
Martin Luther und seine reformatorischen Ideen hatten Gegner – aber auch mächtige Fürsprecher. Friedrich III. von Sachsen, genannt „der Weise“, war darunter der bekannteste, aber nicht der einzige.
Martin Luthers Bibelübersetzung prägte die deutsche Sprache wie kaum ein Werk zuvor. Das Erfolgsgeheimnis des reformatorischen Bestsellerautors: Er ging auf die Straße und unter die Leute.
Grelle Turnschuhe, lässiger Kapuzenpulli: Elisabeth Motschmann will die politische Veränderung, die sie anstrebt, auch verkörpern. Der Wandel wird vor allem an ihrer eigenen Biografie deutlich.
Kein anderes Datum eint die Russen so sehr wie der am 9. Mai begangene „Tag des Sieges“ im Zweiten Weltkrieg: Der Schmerz über die Millionen Toten des deutschen Vernichtungskriegs und der Stolz über die Heldentaten der Vorväter und den eigenen Sieg gingen eine unlösbare Verbindung ein.
Ein besessener Hobbyarchäologe, aufrührerische Bauern, eine Schlossherrin aus Japan und der fröhlichste Braumeister der Welt: Das böhmisch-bayerische Grenzland war schon immer die Heimat von Exzentrikern. Und so ist es bis heute.
Hier wie dort modernisierte er ohne Rücksicht auf Verluste: Paris widmet sich dem Wirken des französischen Kaisers in seiner Hauptstadt, in Ingolstadt untersucht man seine kurze und heftige Beziehung zu Bayern.
Edinburgh-South war Labour-Territorium. Aber auch in diesem Wahlkreis marschiert nun die Schottische Nationalpartei durch. In den kommenden Wahlen wird sie die Machtverhältnisse in Großbritannien kräftig aufmischen.
Das Wirtshaus war einst das Zentrum des Dorflebens. Jetzt geben sogar die einfallsreichen Wirte auf. Ein Nachruf.
Eigentlich wollte die evangelische Kirche die Lutherbibel nur auf Fehler durchsehen lassen. Stattdessen kehrt sie an unzähligen Stellen zum Deutsch Martin Luthers zurück.
In Baltimore gehen die Proteste friedlich weiter. Kaum ein Afroamerikaner traut hier mehr der Polizei. Doch die wahren Schuldigen sehen sie an anderer Stelle.
Kann man das Alte Testament einfach herauskürzen aus der christlichen Lehre, wie ein Berliner Theologe vorschlägt? Oder zeugt dieser Vorschlag von Antisemitismus und Ahnungslosigkeit?
Der Theologe Heinrich Bedford-Strohm ist seit November Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Im Interview spricht er über protestantischen Arbeitsethos, Mindestlohn und Managergehälter.
Ein Verbrechen auf dem Land verändert das Dasein aller: Die englische Serie „Broadchurch“ handelt auf meisterhafte Weise von der Enge und Weite eines Schauplatzes und schaut in die Seelen von Menschen in Not.
Nach den vereitelten Anschlägen von Paris machen sich auch die Sicherheitsbehörden in Deutschland Gedanken, wie sie darauf reagieren sollen. Man könne aber nicht vor jede Kirche zwei Polizisten stellen, heißt es.
Heinrich Bedford-Strohm wirft gut verdienenden Managern einen Mangel an Verantwortungsbewusstsein vor. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung spricht sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche zudem für ein flexibles Renteneintrittsalter aus.
Noch hundert Jahre nach dem Völkermord an den Armeniern kann zu viel Aufmerksamkeit tödlich sein: Wie die Nachfahren der Opfer in der heutigen Türkei leben.
Die öffentliche Präsenz von Religion in Deutschland bewegt sich in diesen Tagen zwischen Trost und Terror. Soll sie deshalb Privatsache werden - oder ihr Wahrheitspotential offensiver zur Geltung bringen? Eines ist sicher: Mehr denn je brauchen wir in Deutschland wie in Europa Orte und Zeitpunkte der öffentlichen Auseinandersetzung mit Religion.
Seit Januar sind in Frankreich nach Angaben des Premierministers Valls fünf Anschläge verhindert worden. Die jüngsten Attentatspläne, die jetzt bekannt wurden, offenbaren eine neue Dimension des Terrors.