Gegen Hofstaat und Abschottung
Der Papst geht die Reform der kritisierten römischen Kurie an. Ein Gremium aus acht Kardinälen soll Vorschläge dafür erarbeiten. Womöglich werden Räte gestrichen und kollegiale Strukturen geschaffen.
Der Papst geht die Reform der kritisierten römischen Kurie an. Ein Gremium aus acht Kardinälen soll Vorschläge dafür erarbeiten. Womöglich werden Räte gestrichen und kollegiale Strukturen geschaffen.
Papst setzt am Gründonnerstag neue Akzente für die Kirche. Im Jugendgefängnis in Rom feierte er eine Messe und wusch dabei in einer symbolischen Geste die Füße von zwölf Häftlingen.
In Rom stimmt Papst Franziskus die Gläubigen mit zwei Gottesdiensten auf das Osterfest ein. Zuvor hatte er der Veröffentlichung seiner Rede vor dem Konklave zugestimmt, in der er eine um „sich selbst kreisende Kirche“ kritisierte.
Wusste Franziskus, was er tat, als er Pomp und Prunk im Vatikan für beendet erklärte? Er macht sich damit mächtige Kräfte zu Feinden: die „lobby gay“ und die Traditionalisten.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat seinen Nachfolger Franziskus in Castel Gandolfo zu einem privaten Besuch empfangen. Zum Inhalt der Gespräche machte der Vatikan keine Angaben.
Der neue Papst setzt sich in den ersten Tagen seines Pontifikats durch demonstrative Schlichtheit vom vatikanischen Pomp ab. Gemessen werden aber sollte er daran, in welche Richtung er die Kirche führen will.
Die Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio zum Papst war natürlich keine Revolution. Sie ist aber die Wahl einiger Ideen und Gesten, die weit ...
Die Namensfindung eines neuen Papstes orientiert sich meist an den Titeln seiner Vorgänger. Jorge Mario Bergoglio wollte Franziskus heißen. Nicht aus einer Laune heraus, sondern als Verpflichtung und Maßstab zugleich.
Sie hören nie auf zu lächeln. Auch dann nicht, wenn sie beschimpft werden. Zu zweit ziehen sie durch Frankfurt, um Fremde auf den Weg zum rechten Glauben zu führen – zu ihrem Glauben. Unterwegs mit den Mormonen.
Die Jesuiten haben viele Feinde - außerhalb, aber auch innerhalb der katholischen Kirche. Papst Johannes Paul II. bootete sie aus, Benedikt XVI. holte sie wieder zurück.
Es wird viel über die Bescheidenheit des neuen Papstes gesprochen. Aber in Argentinien sehen ihn Politiker auch kritisch. 1985 war für Bergoglio Frankfurt am Main eine Etappe auf dem Weg zum Papstamt.
Ein Ordensmann aus Lateinamerika, der sich Franziskus nennt - das ist revolutionär. Der erste Auftritt des Papstes weckt hochfliegende Erwartungen an Stil und Inhalt des neuen Pontifikats.
Die Wahl von Papst Franziskus ist überall auf der Welt mit großem Jubel aufgenommen worden - und hat ebenso große Erwartungen geweckt. Besonders die Protestanten in Deutschland hoffen auf eine Verbesserung der Ökumene und einen Papst, der sich einmischt.
Stolz sind sie alle: In Buenos Aires, der Heimatstadt von Papst Franziskus, wurde seine Wahl mit großem Jubel aufgenommen. Jorge Mario Bergoglio wuchs dort in einem Arbeiter- und Mittelklasseviertel auf - bis ihn die Erleuchtung überkam.
Der neue Papst Franziskus hat am Morgen nach seiner Wahl durch das Konklave die wichtige römische Basilika Santa Maria Maggiore für ein Gebet aufgesucht. Die Wahl des Argentiniers zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche wird mit Hoffnungen auf Reformen im Vatikan verbunden.
Nie zuvor hat sich ein Papst nach dem Heiligen Franziskus benannt. Der Ordensgründer genießt dank seines Einsatzes für die Armen bei Gläubigen bis heute hohes Ansehen. Die Namenswahl könnte ein Hinweis sein, dass der Argentinier Bergoglio die Kirche für reformbedürftig hält.
Mit der Wahl des argentinischen Kardinals Bergoglio zum Papst Franziskus wendet sich auch die katholische Kirche hin zu den aufstrebenden Regionen und Nationen des Südens. Europa hat das Nachsehen.
Peer Steinbrück bekam bei „Anne Will“ die Chance, endlich über Themen zu reden und nicht über Fettnäpfchen. Aber der SPD-Kanzlerkandidat nutzt die Chance nicht und kneift, als es konkret wird.
Mit der Wahl von Jorge Bergoglio wurden Zeichen gesetzt. Er ist der erste Nichteuropäer seit der Antike. Der Argentinier selbst hat diese Zeichen sofort erwidert und einen Namen gewählt, der einen Neuanfang in der Papstgeschichte markiert: Franziskus.
Mit Jorge Bergoglio kommt zum ersten Mal ein Papst aus Lateinamerika. Bereits beim letzten Konklave 2005 war der argentinische Jesuit der stärkste Kandidat hinter Joseph Ratzinger gewesen.
Nach dem fünften Wahlgang des Konklave steigt um 19.07 Uhr weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle auf. Um 20.12 Uhr wird der Argentinier Jorge Mario Bergoglio als neuer Papst bekanntgegeben. Erstmals kommt das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht aus Europa.
Spannung auf dem Petersplatz: Im vierten Wahlgang versuchen die 115 Kardinäle, einen neuen Papst zu bestimmen. Noch steigt kein Rauch aus dem Schornstein über der Sixtinischen Kapelle.
Der erste Wahlgang des Konklaves bringt erwartungsgemäß noch keinen neuen Papst. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle steigt schwarzer Rauch auf. Am Mittwoch sind dann bis zu vier Wahlgänge vorgesehen.
Ein römisches Konklave steht an - und schon werden außerhalb und innerhalb der katholischen Kirche die üblichen Forderungen nach einem „moderneren“ Papst laut. Wem wäre mit solch einer Rollen-Besetzung gedient?
Täglich versammeln sich die Kardinale, um die Wahl des Papstes vorzubereiten. Dabei soll auch der Zustand der Kirche erörtert werden - aber ausgerechnet die beiden mächtigsten Kardinäle dürften daran wenig Interesse haben.
Angelo Sodano ist als Dekan der mächtigste unter den mehr als 200 Kardinälen. Papst wird er aber wohl nicht werden. Selbst für manchen Kardinal ist Sodanos Gesicht auch die Fratze des Bösen.
Sieben Jahre, zehn Monate und neun Tage dauerte das Pontifikat von Benedikt XVI. Jetzt hat für die römisch-katholische Kirche die Zeit ohne Papst, die Sedisvakanz, begonnen. Am Freitag hat der Vatikan nun die Kardinäle offiziell aufgefordert, sich für das Konklave in Rom zu versammeln.
Papst Benedikt XVI. ist nicht länger Oberhaupt der katholischen Kirche. Seine Amtszeit ging an diesem Donnerstag um 20 Uhr zu Ende. Mit dem Hubschrauber verließ er um 17 Uhr den Vatikan nach Castel Gandolfo. Dort verabschiedete er sich mit einem letzten Apostolischen Segen von der Bevölkerung.
Der Rückzug Papst Benedikts XVI. als Akt einsichtsvoller Selbstbescheidung steht im eindrucksvollen Kontrast zum öffentlichen Sterben Johannes Pauls II. vor acht Jahren. Doch über dem einen wie dem anderen Ende des Pontifikats liegen dieselben Schatten.
An diesem Donnerstag endet das Pontifikat von Benedikt XVI. Das scheidende Oberhaupt der katholischen Kirche wird den Vatikan verlassen und sich zunächst für einige Wochen in die Sommerresidenz Castel Gandolfo begeben. Ein Blick in den päpstlichen Palast.
Papst Benedikt XVI. hat die katholische Kirche geprägt - als Kardinal und später als Papst. Ausschnitte aus einem Leben, das er nun als emeritierter Papst weiterführt.
Der in Frankfurt tätige Schauspieler Viktor Tremmel empfindet die Bühne als sakralen Raum. Und als poetische Oase im Stadtgefüge.
Offiziell kam Benedikt XVI. erst sechs Jahre nach seiner Wahl in die Heimat. Sein Verhältnis zur Kirche in Deutschland und ihren Repräsentanten war von Distanz geprägt.
Wegen „unangemessenen Verhaltens“ ist Kardinal Keith O’Brien zurückgetreten. Benedikt XVI. nahm das Rücktrittsgesuch an. Der Papst selbst ermöglichte unterdessen, dass das Konklave zur Wahl seines eigenen Nachfolgers früher beginnen kann, als die bisherigen Regeln es zuließen.
Die katholische Kirche will Frauen stärker fördern. Das klingt wie ein Scherz. Wäre das Karriereprogramm für Frauen mehr als eine PR-Aktion in schwierigen Zeiten, müsste die Kirche zwischen Macht und Weiheamt rigoros unterscheiden.
Ob Sturm der Entrüstung oder Erleichterung: Nichts zeigt deutlicher als die Karriere der „Pille danach“, was die Gesellschaft von der Morallehre der Katholischen Kirche erwartet. Nichts.