„Ein palästinensischer Staat wäre absurd“
Knesset-Sprecher Juli Edelstein vom Likud erklärt im Interview, wieso er Trumps Nahost-Plan befürwortet, einen palästinensischen Staat aber ablehnt und was Israel an der EU kritisiert.
Knesset-Sprecher Juli Edelstein vom Likud erklärt im Interview, wieso er Trumps Nahost-Plan befürwortet, einen palästinensischen Staat aber ablehnt und was Israel an der EU kritisiert.
Vor fast vierzig Jahren setzte Robert Badinter als Justizminister in Frankreich die Abschaffung der Todesstrafe durch. Jetzt spricht er in Fernsehen und Rundfunk zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Und ganz Frankreich hört ihm zu.
In der Frankfurter Innenstadt haben Unbekannte antisemitische Schmierereien an einem Lokal hinterlassen. Der Besitzer ist jüdischer Herkunft. Der Staatsschutz ermittelt.
Die Spottplastik der „Judensau“ darf an der Wittenberger Stadtkirche hängen bleiben. Weil es auf den Kontext solch infamer Darstellungen ankommt, muss das jüngste Urteil dazu in verschiedene Richtungen gelesen werden.
Hannah Arendts Buch „Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen“ löste scharfe Kontroversen aus. Der „Spiegel“ beauftragte den Historiker Joseph Wulf mit einer Rezension. Das Nachrichtenmagazin wollte sie nicht drucken, hier wird sie erstmals veröffentlicht.
Das mittelalterliche „Judensau“-Relief an der Außenfassade der Wittenberger Stadtkirche darf hängen bleiben. Das Oberlandesgericht Naumburg wies die Berufungsklage eines jüdischen Mannes ab.
Vor 21 Jahren zog Rabbi Gurewitz mit seiner Frau Rivkah von New York nach Offenbach. Zu Schabbat kommt bei ihnen nicht nur die Familie zusammen.
Zweimal wurde die Eröffnung des Jüdischen Museums verschoben, jetzt soll es im Oktober eröffnet werden. Auf einen genauen Tag will sich die Direktorin aber noch nicht festlegen.
Taugt die Erinnerungskultur überhaupt, um tatsächlich zu verhindern, was sie verhindern will? Die vergangenen Tage lassen hoffen, dass Leute, die das auf fatale Weise verneinen, nicht triumphieren werden.
Israels Präsident bezeichnet Deutschland als „Leuchtturm“ für den Schutz liberaler Werte. 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz gelte es, Europa gegen Nationalismus, Fremdenhass und Antisemitismus zu verteidigen.
Antisemitische Äußerungen gibt es oft in der AfD. Zugleich präsentiert sich die Partei gern als Israels treuester Verbündeter. Wie wird sich die Fraktion bei der Rede des israelischen Präsidenten im Bundestag verhalten?
Zwiespältig: „Ein Tag in Auschwitz“ rekonstruiert die Abläufe der Ermordung der Juden anhand von Bildern des Lagerfotografen Bernhard Walter.
Hunderte Fotos aus dem Nachlass des stellvertretenden Kommandanten des Vernichtungslagers Sobibor werden erstmals öffentlich präsentiert. Was zeigen sie wirklich?
Kokett kommt der Antisemitismus in unserer Gesellschaft wieder daher und entlädt sich mit mörderischem Hass. In vielen Ländern steigt die Zahl judenfeindlicher Straftaten – das ist die traurige Wahrheit.
Im Sommer 1945 nahmen die Briten 732 Kinder auf, die den Holocaust überlebt hatten. Der ZDF-Film „Die Kinder von Windermere“ erzählt ihre bewegende Geschichte.
Die Vernichtung der Juden in Auschwitz war das Werk von Deutschen und Österreichern. Möglich wurde das absolute Böse auch, weil Europa und Amerika wegsahen. Ein Gastbeitrag.
In Auschwitz gedenken 50 Delegationen und 17 Staatsoberhäupter der Opfer des Holocausts. Der polnische Präsident Duda sagte: „Vor 75 Jahren endete hier der monströseste Albtraum.“
Bundespräsident Steinmeier besucht das vor 75 Jahren befreite Konzentrationslager Auschwitz und mahnt: „Wir wissen, was geschehen ist, und müssen wissen, dass es wieder geschehen kann.“ Überlebende begleiten ihn.
Zum ersten Mal hat sich die niederländische Regierung dafür entschuldigt, dass Staatsbeamte sich zu Handlangern der deutschen Besatzer machten. Damit gerät ein lange kultiviertes Selbstbild ins Wanken.
Die Schriftstellerin Angelika Rieber hat zur Flucht jüdischer Kinder vor den Nazis nach Belgien recherchiert – und konnte dabei Überlebende aus Frankfurt ausfindig machen.
Eintracht Frankfurt erkennt Rudolf Gramlich posthum die Ehrenpräsidentschaft ab. In einem Gastbeitrag erläutert der Geschäftsführer des Eintracht-Museums die Lebensgeschichte des ehemaligen Präsidenten des Klubs.
Zofia Posmysz hat den Horror der Massenvernichtung überlebt. Sie sah die Menschen, die ins Gas gingen, und es nicht wussten. Nach dem Krieg schrieb sie die Vorlage für eine Auschwitz-Oper. Eine Begegnung.
Wenn am Montag ehemalige Auschwitz-Häftlinge gemeinsam mit ranghohen Politikern der Befreiung des Lagers gedenken, ist er Gastgeber: Andrzej Duda. Die Vorzeichen sind nicht die besten, seit Warschau mit Putin über Polens Rolle im Zweiten Weltkrieg streitet.
Es lohnt, sich an Franz Böhm zu erinnern: Wie der Leiter der Regierungsdelegation, die die Wiedergutmachungsverhandlungen mit Israel führte, auf den Antisemitismus der Deutschen blickte.
Am 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz empfängt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier drei Holocaust-Überlebende in Berlin. Gemeinsam reisen sie nach Polen für die Gedenkzeremonie.
Die Erinnerung an den Holocaust bedeutet, an die absolute Unmenschlichkeit zu erinnern. Bekämpft werden muss aber auch die politische Lüge an sich. Die Lehren aus Auschwitz sind der Rechtsstaat und die Menschenrechte.
Unsere Autorin ist 19 Jahre alt und stammt aus dem Münsterland. Im Herbst unternahm sie eine ungewöhnliche Reise.
Auch nach dem Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 blieben viele Helfer und Helfershelfer des monströsen Völkermordes unbehelligt. Doch unabhängig von Strafprozessen gegen noch lebende Täter bleibt Auschwitz im Recht präsent.
Metallisch glänzend stechen sie aus dem Grau der Gehwege heraus: Mehr als 1500 Stolpersteine erinnern allein in Frankfurt an die Opfer der NS-Zeit. Ein wegweisendes Projekt, das allerdings nicht überall so gut ankommt.
Woran denken wir, wenn wir an Auschwitz denken: an eine Klassenfahrt, an Filmbilder, Fernsehserien? Über die Schwierigkeit, ans Unvorstellbare zu erinnern.
Beschmierte Gedenkstätten und Lehrer, die sich im Unterricht nicht trauen, über die Judenverfolgung zu sprechen: Fachleute beobachten wachsenden Antisemitismus und Desinteresse an der Geschichte. Eine Recherche aus dem vergangenen Januar.
Der Anschlag in Halle habe laut Josef Schuster „zu einer erheblichen Verunsicherung innerhalb der jüdischen Gemeinden“ geführt. Der Präsident des Zentralrats der Juden wirft der Justiz einen zu nachlässigen Umgang mit antisemitischen Taten vor.
Selfies, unangemessenes Verhalten, mangelnder Respekt: Holocaust-Gedenkstätten müssen mit wachsenden Touristenzahlen zurechtkommen. Einige Besucher des Konzentrationslagers Auschwitz oder des Holocaustdenkmahls in Berlin benehmen sich leider daneben.
Unter AfD-Wählern ist gar jeder Zweite der Ansicht, dem Holocaust-Gedenken würde zu viel Platz eingeräumt. Gleichzeitig will ein Viertel aller Deutschen das Gedenken weiter ausbauen.
Als erster deutscher Bundespräsident spricht Frank-Walter Steinmeier in Yad Vashem und zeigt sich besorgt über einen wieder aufkeimenden Antisemitismus. Vor allem aber schwebt Putins Schatten über der Veranstaltung.
Auf dem Welt-Holocaust-Forum äußert Bundespräsident Steinmeier Zweifel, ob die Deutschen dauerhaft aus der Geschichte gelernt haben. Israels Ministerpräsident Netanjahu ruft zu Widerstand gegen Iran auf.