Mord als Gottesdienst
Fromme Menschen sehen sich manchmal dazu legitimiert, aus religiöser Überzeugung zu den Waffen zu greifen. Gewaltbereitschaft entspringt dann dem Zentrum des Glaubens. Ist vielleicht Religion als solche nicht gut?
Fromme Menschen sehen sich manchmal dazu legitimiert, aus religiöser Überzeugung zu den Waffen zu greifen. Gewaltbereitschaft entspringt dann dem Zentrum des Glaubens. Ist vielleicht Religion als solche nicht gut?
Der Zentralrat der Muslime wehrt sich gegen den Vorwurf von Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden, nicht genug gegen Antisemitismus zu tun. Im Interview spricht der Vorsitzende Aiman Mazyek über den „strukturell antirassistischen“ Islam und den Umgang mit Extremisten in den eigenen Reihen.
Der Zentralrat der Juden wirft muslimischen Verbänden vor, sie täten zu wenig gegen Antisemitismus. Präsident Dieter Graumann spricht im Interview über Nazi-Parolen auf deutschen Straßen und verspieltes Vertrauen.
Sie skandieren antijüdische Parolen. Ich fühle mich davon herausgefordert. Nicht nur als Jude, sondern weil ich die Kritik an Israel in manchen Punkten teile. Aber meine eigene Familiengeschichte zeigt die Gefahren der Diskriminierung und des Hasses. Ein Gastbeitrag.
Wie schnell aus Israel-Kritik reale Angriffe auf deutsche Juden werden, hat man in den vergangenen Tagen in Deutschland gesehen. Ist das eine neue Form von Antisemitismus, der vor allem von muslimischen Einwanderern herrührt?
Die Jüdische Gemeinde Frankfurt lässt ihre Tätigkeit im Rat der Religionen ruhen. Mitglieder hätten sich antisemitisch geäußert. Zudem fürchtet die Gemeinde Übergriffe - nicht zuletzt wegen eines Angriff auf die Wohnung einer jüdischen Aktivistin.
Hinter der Kritik an Israel verbirgt sich in Frankreich Judenhass vor allem unter Migranten als ein strukturelles Übel. Lange hat die Politik das vertuscht.
Vorgeblich ein Palästinenser mit Familie in Gaza hat einen jüdischen Geistlichen in Frankfurt telefonisch bedroht. „Das ist leider kein neues Phänomen“, heißt es bei der Polizei, die gleichwohl ermittelt.
Zwei Demonstrationen zum Nahost-Konflikt haben am Wochenende in Darmstadt stattgefunden. Zwischen den beiden Gruppen ist es friedlich geblieben.
Antisemitismus ist einfach irre nützlich. Er entspringt einer fundamentalen Verzagtheit an der Moderne und reduziert die Komplexität der Probleme auf eine Ursache.Neid und Hass gehen dabei Hand in Hand.
Margrit Bormann ist Konservatorin im Museum von Auschwitz. Sie bewahrt die Habseligkeiten der Holocaust-Opfer vor dem Verfall – und deren Geschichten vor dem Vergessen.
Das Justizministerium arbeitet seine Vergangenheit auf. Justizminister Maas erhält dafür den Preis der Union Progressiver Juden. Auf die antisemitischen Töne auf den Demonstrationen gegen Israel geht er erst am Schluss ein.
In Berlin und anderen Städten gibt es seit Freitagnachmittag wieder Proteste gegen Israel. Politiker warnen die Demonstranten vor antisemitischen Übergriffen. Der israelische Botschafter verteidigt auf einer Gegenkundgebung den Militäreinsatz gegen die Hamas.
Nach Tagen antisemitischer Hetze auf Demonstrationen gegen die israelische Militäroffensive setzt Bundespräsident Joachim Gauck ein starkes Zeichen. Zuvor hatte er mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden telefoniert.
Proteste gegen Israel münden in Gewalt. In Deutschland werden Juden auf offener Straße angegriffen. Gibt es eine neue antisemitische Koalition? Ein Gespräch mit Raphael Gross vom Fritz-Bauer-Institut.
Yakov Hadas-Handelsman äußert sich entsetzt über die antisemitischen Parolen auf Kundgebungen zum Gaza-Konflikt. Die Meinungsfreiheit werde von Islamisten sowie Rechts- und Linksextremisten missbraucht.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigt sich entsetzt über den offenen Antisemitismus bei den Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz. Bei einer Kundgebung in Göttingen blieb es nicht bei Parolen.
Bei einer Kundgebung für Israel haben Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, Innenminister Boris Rhein und andere Politiker zu Solidarität mit dem bedrohtem Judenstaat aufgerufen.
Tausende Franzosen demonstrieren teilweise gewalttätig gegen Israels Militäroperation in Gaza – und versetzen jüdische Gemeinden in Angst und Schrecken.
Dem Berliner Historiker Wolfgang Benz gelingt das Kunststück, auf 120 Seiten wichtige Gegner und Gegner-Gruppierungen des Nationalsozialismus vorzustellen, die in allen Gesellschaftsschichten verankert waren und eine „nicht unbeträchtliche Minderheit“ bildeten.
Eine Kundgebung gegen das israelische Vorgehen in Gaza in Frankfurt eskaliert. Extremisten übernehmen die Kontrolle, die Polizei unterschätzt die Situation völlig - und muss sich nun für ihren Einsatz rechtfertigen. Der Zentralrat der Juden ist schockiert.
Ich habe die Familie des ermordeten palästinensischen Jungen besucht und weiß nun, dass der Zeitpunkt für eine moralische Revolution gekommen ist. So darf es nicht weitergehen.
„Wir glaubten, zu einer solchen Tat wären Juden nicht fähig.“ Das sagte die israelische Justizministerin Livni über Details des Rachemordes an einem palästinensischen Jugendlichen. Mehrere Verdächtige haben schon gestanden, einige sind selbst noch minderjährig.
Seit die Polizei am Sonntag sechs Tatverdächtige aus dem Umfeld jüdischer Extremisten festgenommen hat, lähmt Entsetzen Israel. Einhellig verurteilt die politische Führung den Mord an dem 16 Jahre alten Palästinenser.
Ari Shavit, 1957 in Israel geboren, streift durch das verheißene Land und die Geschichte des Zionismus. Er sucht die Orte auf, an denen auch seine Vorfahren halfen, Sümpfe trockenzulegen und Orangen zu pflanzen
Soll Deutschland sich stärker in der Welt engagieren? Auch militärisch? Viele Bürger sind skeptisch. Führt uns dies in neue, endlose Kriege? Eine Prüfung unserer Geschichte legt eine Antwort nahe.
Fest in deutscher Hand: der erste „Literaturclub“ des Schweizer Fernsehens nach der Affäre um Elke Heidenreichs Heidegger-Zitat und der Entlassung des Moderators.
Wenn man von der Politik als einem Schauspiel spricht, ist das keine Beleidigung. Der Mensch braucht Inszenierungen und Symbole, um in der Welt klarzukommen. Aber wie macht man es richtig? Einblicke eines Berufspolitikers.
Frank Schirrmacher hat emotionale Debatten versachlicht und den Weg zur Normalität zwischen Juden und Nichtjuden mit seismographischem Gespür bereitet. Eine Danksagung.
In Sachen Sicherheit hat das Papamobil unbestreitbare Vorteile – Papst Franziskus kann es trotzdem nicht leiden. Er fühle sich in dem Gefährt eingesperrt, sagte er. Auch zum Nahostkonflikt und der Fußball-WM äußerte er sich.
Auf dem Rasen der Vatikanischen Gärten hat Papst Franziskus die Hauptkontrahenten des Nahost-Konflikts zu einer neuen Friedensinitiative zusammengebracht. Israels Präsident Peres und Palästinenserpräsident Abbas beteten gemeinsam für Frieden.
Der Invasion der alliierten Armada waren die deutschen Truppen kaum gewachsen. Warum konnten die Alliierten den Zweiten Weltkrieg dann nicht schon im Sommer 1944 beenden? Der Historiker Peter Lieb geht dieser Frage in einem Buch nach.
Der Bürgermeister des kleinen Dorfes hatte das Erklären satt. Er stellte den Namen seines Heimatortes zur Abstimmung - und „Castrillo Judentöter“ wurde in „Castrillo Judenhügel“ umbenannt.
Ulrich Herberts Darstellung der Geschichte nach 1945, in der die Bundesrepublik das erlangte, was das Kaiserreich einst vergeblich erstrebt hatte: einen „Platz an der Sonne“, hinterlässt einen vorsichtig-affirmativen Eindruck.
Dieser Papst ist anders als seine Vorgänger: Dem Gründer des Zionismus erweist er die Ehre. Er trifft Palästinenser, die unter der Besatzung leiden. Und er zeigt seine Nähe zu den Opfern palästinensischen Terrors.
Audi hat aufarbeiten lassen, wie sehr seine Vorgängerfirma in den Nationalsozialismus verstrickt war. Das Ergebnis: Das Unternehmen Auto Union beutete Tausende Zwangsarbeiter aus.