Audi-Vorgängerfirma beutete Zwangsarbeiter aus
Audi hat aufarbeiten lassen, wie sehr seine Vorgängerfirma in den Nationalsozialismus verstrickt war. Das Ergebnis: Das Unternehmen Auto Union beutete Tausende Zwangsarbeiter aus.
Audi hat aufarbeiten lassen, wie sehr seine Vorgängerfirma in den Nationalsozialismus verstrickt war. Das Ergebnis: Das Unternehmen Auto Union beutete Tausende Zwangsarbeiter aus.
Vor der Ankunft des Papstes geht die israelische Polizei gegen jüdische Extremisten vor, die gegen Franziskus protestieren. Auf dem Zionsberg sind Scharfschützen postiert. Die Nervosität ist groß.
Wenn der Papst am Wochenende ins Heilige Land reist, erwartet ihn heikle Diplomatie: Christen werden bedrängt wie selten, der Extremismus wächst. Franziskus will die Aussöhnung mit der Orthodoxie.
Elke Heidenreich erfand im „Literaturclub“ des Schweizer Fernsehens ein Heidegger-Zitat, Moderator Stefan Zweifel bemerkte es. Jetzt muss er die Leitung der Sendung abgeben.
Jasmina Makarevic weiß, was nötig ist, damit junge Leute sich nicht radikalisieren. Bessere Angebote in Moscheegemeinden etwa. Doch die seien oft bequem, kritisiert die Doktorandin.
Russlands politische Führung redet von einer faschistischen Gefahr in der Ukraine, arbeitet aber eng mit den Rechtsextremen aller Länder zusammen – um Europa zu schwächen. Die Lage ist äußerst brisant. Ein Gespräch mit Timothy Snyder.
Für ihn ist sein neuer Film auch ein Stück Wiedergutmachung: Mario Adorf spielt in „Der letzte Mentsch“ einen greisen Juden, dem die Rabbiner eine Begräbnisstätte verweigern.
Das wichtigste Datum für den Auschwitz-Überlebenden Leslie Schwartz ist nicht etwa die Befreiung aus dem Vernichtungslager. Er nennt das Jahr 1965 - in dem er seine deutsche Frau kennenlernte.
Noah Klieger überlebte das Vernichtungslager durch das Faustkampf-Faible eines SS-Mörders. Es gab einigen Männern eine kleine Chance zu überleben. Klieger ist der letzte von ihnen. Er erzählt, warum ihre Geschichte verfälscht wurde.
Bundeskanzlerin Merkel will Berlusconis „absurde Behauptungen“ nicht kommentieren. Der Spitzenkandidat der Konservativen für die Europawahl, Juncker, forderte dagegen eine Entschuldigung – bei den Überlebenden des Holocausts und bei den Deutschen.
Viele Holocaust-Überlebende klagen über Einsamkeit und Armut. In Israel werden nun Überlebende mit jungen Einwanderern zusammengebracht. Davon profitieren Jung und Alt.
Im Vatikan galt Angelo Roncalli als naiver Bauernsohn. Dann wurde er Papst - und revolutionierte die Kirche. Am Sonntag wird er, gemeinsam mit Johannes Paul II., heiliggesprochen.
Fritz Bauer war ein Staatsanwalt ganz eigener Art. Er wollte die Bürger vor staatlicher Willkür schützen. Eine Ausstellung im Jüdischen Museum in Frankfurt berichtet über sein Leben.
Papst Johannes Paul II. war ein strikter Pazifist. Das erklärt sich auch aus seiner Geschichte: Als Jugendlicher in Polen half er Juden und stand auf der schwarzen Liste der Nazis.
Das spanische Dorf Castrillo Matajudíos stimmt über die Änderung des Ortsnamens ab, denn „Judentöter“ zu heißen ist natürlich schwierig. Mit einem o anstelle des zweiten a im Namen hätte die Peinlichkeit ein Ende.
Ukraine has no future without Europe, but Europe also has no future without Ukraine. Throughout the centuries, the history of Ukraine has revealed the turning points in the history of Europe.
Von den Friktionen innerhalb der deutschen Besatzungsmacht ahnten im Oktober 1943 in Dänemark die siebentausend Juden nichts, die überhastet flüchten mussten, die rasch in leeren Strandhäusern, Kirchen, Schulen, Krankenhäusern, aber auch beim Fleischer Unterschlupf suchten - und fanden.
Die Ukraine hat keine Zukunft ohne Europa. Aber Europa hat auch keine Zukunft ohne die Ukraine. Über die Jahrhunderte haben sich in dem Land die Wendepunkte der europäischen Geschichte gezeigt.
„Juden in Deutschland werden positiv diskriminiert“, sagt Armin. „Man spürt hier das traurige Gewicht der Geschichte“, sagt Isak. „Ich bilde hier Leute aus, die später auf der Brücke zwischen den Kulturen stehen sollen“, sagt der Professor, der seine Vorträge auch bei al-Qaida halten würde – und der die Juden übrigens nicht für das auserwählte Volk hält. Alle drei sind Teil der neuen School of Jewish Theology in Potsdam. Die Geschichte eines Neuanfanges.
In dieser Woche feiern Juden in aller Welt das traditionelle Seder-Fest. Und der Wiener Maler Arik Brauer hat neue Bilder dazu geschaffen. Es ist die Selbstverständigung eines Skeptikers.
Bevor am Montag das Pessachfest beginnt, steht in vielen jüdischen Familien ein Großputz auf dem Programm. Die wochenlangen Vorbereitungen sind mit strengen Vorschriften verbunden.
David Safier wurde als Schrifsteller mit lustiger und leichter Lektüre populär. Sein neues Buch erzählt vom Aufstand der Juden im Warschauer Getto. Der Stoff berührt ihn persönlich.
Eine solche Verbindung von Musik- und Sozialgeschichte hat es noch nicht gegeben: Michael Chabon hat einen grotesk komischen, dabei wirklichkeitssatten Amerika-Roman geschrieben.
Hohe Vertreter der jüdischen Gemeinschaften in der Ukraine können keinen zunehmenden Antisemitismus in ihrem Land erkennen. Aber wer streut derartige Gerüchte und aus welchen Gründen?
Der SS-Führer und Massenmörder Walther Rauff war in der Gehlen-Ära als Spion des Bundesnachrichtendienstes in Chile tätig.
Erst sollte die Kommissarin des neuen Frankfurter „Tatorts“ Selma Jacobi heißen – benannt nach einer 1943 nach Theresienstadt deportierten Jüdin. Nun besinnt sich der Hessische Rundfunk eines Besseren.
Aus Sicht eines fünfzehn Jahre alten Mädchens: David Safiers Roman „28 Tage lang“ schildert den Widerstand der Juden im Warschauer Getto.
In einer ukrainischen Kaserne auf der Krim sitzt Oberstleutnant Dokutschajew und denkt darüber nach, ob er überlaufen soll. Draußen warten die Russen. Die lassen Schützenpanzer rollen - vor allem unter den Tataren geht die Angst um.
Der Cambridger Historiker Brendan Simms hat erste Ergebnisse seiner geplanten Hitler-Biographie vorgestellt. Seine These: Hitlers Antisemitismus speiste sich aus Hass gegen die angloamerikanische Kultur.
Der Philosoph Peter Trawny hat die die Schwarzen Hefte von Martin Heidegger herausgegeben, in denen sich seine antisemitischen Notizen finden. Es sind Dokumente der Niedertracht.
Das israelische Parlament hat eine historische Entscheidung getroffen: Künftig gilt auch für ultraorthodoxe Juden die Wehrpflicht. Die Opposition boykottierte die Abstimmung in der Knesset.
Das berühmteste Interview, das je im „Spiegel“ geführt wurde, liegt jetzt in Buchform vor: das Gespräch zwischen Rudolf Augstein und Martin Heidegger. Es wurde zur Lehrstunde für den Journalisten.
Die paradigmatische Weiterung der Mittäterschaft hat unser Holocaust-Bild verändert, das bislang auf die Mordmaschinerie der Vernichtungslager fixiert und reduziert war.
In Jerusalem versammelten sich mehrere hunderttausend strenggläubiger Juden zu einem Massengebet. Sie protestierten gegen die Wehrpflicht-Reform, nach der auch ultraorthodoxe Männer in die Armee müssen.
Für seine politischen Äußerungen ist er umstritten, für seine Romane wird er geliebt. Zudem stellt der niederländische Schriftsteller Leon de Winter sein Judentum selbstbewusst ins Zentrum des Werks. An diesem Mittwoch wird er sechzig Jahre alt.
Sie spielte für die Wachmannschaft und die Lagerinsassen - und blieb am Leben. Alice Herz-Sommer, die jetzt im Alter von 110 Jahren gestorben ist, gilt als älteste Holocaust-Überlebende.