Vom Ende einer Emanzipationszeit
Die Erinnerung an die Geschichte ersetzt nicht das heutige Urteilen und Unterscheiden. Zum Handeln kann es trotzdem leicht zu spät sein. Eine Rede zum 9. November 1938.
Die Erinnerung an die Geschichte ersetzt nicht das heutige Urteilen und Unterscheiden. Zum Handeln kann es trotzdem leicht zu spät sein. Eine Rede zum 9. November 1938.
Ein Bauhelfer, der auf Facebook am Holocaust zweifelte, wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Weil nicht klar ist, ob er das wirklich ernst meinte, fiel die Strafe relativ milde aus.
Gegen die formelhafte Erstarrung des staatlichen Antifaschismus in der DDR: Wie die ostdeutsche Erinnerung an den 9. November 1938 zu einem jüdischen Neuanfang in Deutschland führte.
Kann man als Jude in Deutschland leben? Yascha Mounk ist nach New York gezogen. Warum, das erzählt er in seinem sehr deutschen Buch.
Den Staatsmännern war in Paris schmerzlich bewusst, dass der Kongress sehr viel länger dauerte als erhofft. Aber wie die in Oxford lehrende Margaret MacMillan - übrigens eine Urenkelin von David Lloyd George - sehr schön herausschält, arbeiteten sie mit höchster Intensität.
Der israelische Ministerpräsident hat die Palästinenser für den Völkermord an den Juden verantwortlich gemacht. Der „Großmufti“ al Husseini war ein Anhänger Hitlers. Aber redete er ihm auch den Holocaust ein?
Der palästinensische Großmufti sei nicht für den Holocaust verantwortlich, erklärt das Außenministerium vor dem heutigen Treffen zwischen Kerry und Netanjahu. Auch Angela Merkel weist die Äußerungen Netanjahus zurück.
Der palästinensische Großmufti von Jerusalem soll Hitler 1941 zur systematischen Ermordung der Juden gedrängt haben, sagt Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Das sorgt für Irritationen.
Häuser für große Geschichten: An der Côte d’Azur wurden das „Hôtel du Cap Ferrat“ und die Villa E1027 renoviert
Warum heißt Will Eisners „Fagin the Jew“ auf Deutsch „Ich bin Fagin“? Das ist nur eine Frage, deren Antwort zurückzuführen ist auf das traurige Erbe des Antisemitismus, das dieser Comicband am Beispiel einer Figur von Charles Dickens zu korrigieren versucht.
Die Situation in Israel spitzt sich zu: Wieder hat es Messerattacken von Palästinensern gegeben, wieder gibt es viele Tote und Verletzte.
Die Bundeskanzlerin über den Flüchtlingsstrom nach Deutschland, das Asylgesetz, Horst Seehofer, die Ängste in der Bevölkerung, Syrien und ihre Reise in die Türkei.
In den Baracken nahe der Pyrenäen wurden all jene zwangsinterniert, die zwischen die Mühlsteine der Kriege des 20. Jahrhunderts gerieten. An diesem Freitag eröffnet Frankreichs Premierminister die Gedenkstätte.
Auch im Mittelalter unterschieden sich die Glaubensanschauungen von Juden, Christen und Muslimen erheblich. Trotzdem kamen sie viel besser miteinander aus. Das zeigt ein neuer Online-Studiengang.
Timothy Snyder warnt vor einer Wiederholung des Holocaust und vor Untergangsvisionen in der Politik, um dann selbst Endzeitstimmung verbreiten zu können.
Die Zusammenstöße zwischen Israelis und Palästinensern werden immer gewalttätiger. Am Samstag erschossen israelischen Sicherheitskräfte fünf Palästinenser – darunter zwei Jugendliche.
Palästinenser werfen mit Steinen, Israels Soldaten schießen scharf: Sechs Tote bei Protesten am Sperrzaun zum Gazastreifen lassen die Lage weiter eskalieren. Ein Hamas-Anführer fordert den Aufstand.
Ben Carson, ein Präsidentschaftsanwärter der Republikaner, hat in einem Interview behauptet, strenge Waffenkontrollgesetze hätten den Holocaust begünstigt. Jüdische Organisationen in Amerika sind aufgebracht.
Durch die Einwanderung muslimischer Flüchtlinge könnte der Antisemitismus zunehmen, fürchtet der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Er fordert, das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels müsse zum Wertekanon gehören, der den Ankömmlingen vermittelt werde.
Vor 24 Jahren reiste unser Autor aus Moskau nach Berlin. Er ist geblieben. Und sagt heute: Für Deutsche gibt es keinen Grund, sich vor Einwanderern zu fürchten. Für Einwanderer gibt es keinen Grund, Deutschland dankbar zu sein.
Wer 1992 vom Staat Israel als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet wurde, weil er Tausende Juden vor der Deportation in die Vernichtungslager Auschwitz und Sobibor bewahrt hatte, muss rückblickend ein besonders couragierter Gegner der NS-Gewaltherrschaft gewesen sein.
Milch und Honig wollen viele Israelis längst nicht mehr. Nirgendwo leben mehr Veganer als hier. Warum? Unser Autor hat nach Antworten gesucht. Die greifen sogar auf den Holocaust zurück.
In einer Rede zur Eröffnung der „Interkulturellen Woche“ am Sonntagabend in Mainz hat Bundespräsident Joachim Gauck zur Aufnahme von Flüchtlingen und die Folgen für Deutschland gesprochen. FAZ.NET dokumentiert die Rede im Wortlaut.
Der Historiker Nicholas Stargardt hat untersucht, wie Deutsche aus allen Schichten den Zweiten Weltkrieg erlebten. Die Frage, wofür sie zu kämpfen glaubten, interessierte den Australier besonders.
Die Flüchtlingskrise zeigt: Zwangsmigration geht alle an und ist nicht nur ein Fall für die organisierten Vertriebenen.
Das kleine Israel hat nach seiner Staatsgründung Millionen Einwanderer aus aller Welt aufgenommen und integriert. Für Europa und Deutschland lassen sich daraus Lehren zur Bewältigung der Flüchtlingskrise ziehen – positive wie negative. Ein Gastbeitrag.
Früher wurde Williamsburg im New Yorker Stadtteil Brooklyn von Einwanderern dominiert, heute leben hier Investmentbanker. Angst vor Schüssen im Nebenhaus hat jetzt keiner mehr. Aber der Aufstieg zum Trendviertel hat auch Schattenseiten.
Der Massenmord ist ihnen zur Routine geworden: Martin Amis’ neuer Roman „Interessengebiet“ ist eine Liebesgeschichte, angesiedelt unter Nazis in einem Konzentrationslager. Doch er hat unseren Gedanken über Auschwitz nichts hinzuzufügen.
Nach Ausschreitungen um die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem will der israelische Regierungschef Netanjahu die Strafen für Steinewerfer verschärfen. Steine könnten zukünftig als Waffe gelten. Auch der Schießbefehl soll geändert werden.
In Frankreich solidarisiert man sich mit den Flüchtlingen und wünscht, Merkel wäre Französin. Es gibt natürlich auch kritische Stimmen. Trotzdem könnte das der Anfang einer neuen Freundschaft sein.
Steine, Straßenkämpfe, Verhaftungen: Vor der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem ist es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Palästinensern gekommen.
Der Holocaust-Vergleich des österreichischen Bundeskanzlers Faymann mit der ungarischen Flüchtlingspolitik führt zu größter Verstimmung zwischen Wien und Budapest.
Ein Kommentar zur Flüchtlingskrise in der „Basler Zeitung“ vergleicht Angela Merkel mit Hitler. Die Parallele sieht der Autor unter anderem in der gemeinsamen Liebe zu Richard Wagner.
Im KZ Birkenau hörte sie auf zu wachsen, als ihr Vater in Auschwitz ermordet wurde. Mit 87 Jahren schrieb Marceline Loridan-Ivens darüber ein Buch. Frankreich war erschüttert, Deutschland wird es auch sein.
Die Lobbyisten in Israel und Amerika, die das Iran-Abkommen verhindern wollen, sind gescheitert. Doch sie strecken noch nicht ihre Waffen.
Wie steht es um Gastfreundschaft oder Fremdenfeindlichkeit im eigenen Land? Und was macht der Nachbar? Frankreich blickt mit Skepsis und Bewunderung auf die deutsche Flüchtlingspolitik.