Die letzte Seide aus Palmyra
Bei einem Jerusalemer Tuchhändler kaufen Bischöfe, Rabbiner und Imame syrische Stoffe - doch der Krieg bedroht seinen wertvollsten Rohstoff.
Bei einem Jerusalemer Tuchhändler kaufen Bischöfe, Rabbiner und Imame syrische Stoffe - doch der Krieg bedroht seinen wertvollsten Rohstoff.
Günter Grass bleibt sich treu: Sein postum erschienenes Werk „Vonne Endlichkait“ versammelt Gedichte, Prosa und Zeichnungen. Es geht um Paul Celan, die Kanzlerin und die Vergänglichkeit.
Der englische Schriftsteller Martin Amis hat einen Roman über Auschwitz geschrieben. „Interessengebiet“ ist umstritten. Wie könnte es auch anders sein?
Während des Nationalsozialismus machte Alfred Rosenberg mit seinem Außenpolitischen Amt dem Auswärtigen Amt Konkurrenz, und sein „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“ war von 1940 an vor allem mit dem europaweiten Raub von Kulturgütern beschäftigt.
Der irische Priester Hugh O’Flaherty rettete im deutsch-besetzten Rom 1943/44 mehr als 6500 Menschen aus 25 Nationen vor Verhaftung, Folter und Tod. Er versteckte die Soldaten sowohl im Vatikan als auch in römischen Privathäusern.
In Jerusalem droht den letzten Kiosken das Aus. Es ist ein Schlichtungsversuch des Bürgermeisters gegenüber strenggläubigen Juden - die am Schabbat nichts als Ruhen zulassen wollen.
Bernie Sanders begeistert Millionen Amerikaner - und lehrt Hillary Clinton das Fürchten. Könnte erstmals ein Sozialist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden?
In einem kleinen Dorf in Sachsen werden 32 Asylbewerber in einer alten Dorfschule untergebracht. Für die Einwohner bricht eine Welt zusammen. Aber in der rechten Ecke will in Häslich niemand stehen.
Für etliche Israelis gehört arabische Musik immer noch zur Kultur des Feindes. Trotzdem wird sie im Land populärer - und oft hebräisch betextet. Sogar der Armeesender spielt die Stücke.
An was glauben die Deutschen wirklich? Eine neue Dokumentationsreihe im Ersten stellt die Gretchenfrage. Kann dabei etwas herauskommen?
Im Streit um das Atomabkommen mit Iran hofft Israels Ministerpräsident auf die Unterstützung der Juden in Amerika. Er warnt: „Diese Vereinbarung führt zum Krieg.“
Jüdisches Leben in Deutschland kann nach Auschwitz eigentlich nicht normal sein – und ist es an manchen Orten doch. Aber ein neuer Antisemitismus bedroht die fragile Normalität. Eine Spurensuche.
In der Debatte über sichere Herkunftsländer und die Unterbringung von Flüchtlingen sollte nicht vergessen werden, dass auch die Würde von Sinti und Roma unantastbar ist.
Im Internet ist jetzt nachzulesen, was hessische Regierungsmitglieder durch zusätzliche Tätigkeiten verdienen. Fünfstellige Summen können dabei schon zusammenkommen.
Israelis in Berlin: Die deutsche Hauptstadt ist ein Magnet für jüdische Besucher, gerade auch aus Israel selbst. Daraus wird ein Mythos gemacht, der nichts mit der Realität zu tun hat. Ein Gastbeitrag.
1936 wurden Juden von den Olympischen Spielen in Berlin ausgeschlossen, nun kommen sie für die European Maccabi Games in die Hauptstadt. Ein Gespräch mit dem Organisator Alon Meyer.
Israelische Polizisten sind am Sonntagmorgen in die Al-Aqsa-Moschee in Ost-Jerusalem eingedrungen, um „die Ordnung wiederherzustellen“. Doch die Ausschreitungen gehen weiter.
Affenrufe und brennende Fahnen: Im russischen Fußball werden Schwarze und Kaukasier verhöhnt. Die Verantwortlichen bestrafen die Opfer.
Im Ausland längst Normalität, hierzulande ein Novum: Die Frankfurter Goethe-Universität richtet Deutschlands ersten Holocaust-Lehrstuhl ein. Das Land sorgt für die Finanzen.
Ihre Ohrfeige für Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger machte Beate Klarsfeld weltberühmt. Mit ihrem Mann Serge brachte sie viele Nazi-Verbrecher vor Gericht. Nun werden beide mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Der Widerstand gegen Hitler bildete trotz seines Scheiterns ein moralisches Kapital für den Neuanfang nach 1945. Das zeigen neue Publikationen über Henning von Tresckow, Ulrich Schmidt von Altenstadt sowie die Arbeiterbewegung
Am Sonntag schließt das Jüdische Museum für etwa zwei Jahre. Der Direktor hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Stadt 50 Millionen Euro für die Renovierung und einen Anbau zahlt. Nun verlässt er die Stadt.
In Hanau ist ein ehemaliger Wachmann des KZ Auschwitz angeklagt. Es ist gut, dass den Helfern des Massenmordes immer noch nachgespürt wird. Insgesamt ist die Verfolgung der Täter jedoch beschämend.
Im Auschwitz-Prozess hat das Landgericht Lüneburg den früheren SS-Mann Oskar Gröning zu vier Jahren Haft verurteilt. Er habe sich der Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen schuldig gemacht. Der 94 Jahre alte Gröning hatte im Prozess Reue gezeigt.
Mit dem Film „Doktor Schiwago“ wurde er weltberühmt. Unvergessen bleibt er auch mit David Leans „Lawrence von Arabien“. Jetzt ist Omar Sharif mit 83 Jahren in Kairo gestorben.
Leslie Schwartz hat Auschwitz und Dachau überlebt. Der Fünfundachtzigjährige kommt aber immer wieder nach Deutschland – um jungen Leuten seine Geschichte zu erzählen.
Wie verträgt sich säkulare Underground-Musik mit dem heiligen Jerusalem? Bei Festivals wie dem Musrara Mix begegnen sich Juden wie Muslime, Hipster und Bankangestellte zwischen Kunstfreiheit und Konflikt.
Zum Abschluss ihres Besuchs in Deutschland legte Königin Elisabeth II. in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Bergen-Belsen einen Kranz nieder. Es war ihr ein persönliches Anliegen gewesen, den Ort zu besuchen.
In „Hannas Reise“ lernt eine junge zielbewusste Frau die deutsch-jüdische Geschichte von einer anderen Seite kennen. Ein leichter, aufklärerischer Film mit geschickt verpackter Lektion.
Trotz aller Demütigungen hielt Hermann Strauß als Häftling in Theresienstadt bis zu seinem Lebensende 1944 medizinische Vorträge, die den Leidensgenossen im Lager ein wenig Hilfe und Lebensfreude vermitteln sollten.
In ihrer Religiosität beeinflussen sich die Douglas-Männer gegenseitig. Am Schluss landen sie alle beim Judentum. Michael Douglas hat dafür jetzt einen Preis bekommen – und dazu eine Million Dollar.
Weil die Sepharden einst aus Spanien und Portugal vertrieben wurden, bemühen sich die beiden Länder um Wiedergutmachung. Allen Juden mit iberischer Abstammung bieten die Regierungen nun die Staatsbürgerschaft an.
Historiker fanden Unterlagen, die eine Kollaboration im Dritten Reich belegen: Luxemburg verriet seine jüdischen Bürger an die Nazis.
Gesamtkunstwerk oder die hässlichste Straße der Welt? Wo sich Prunkbauten aus Barock, Gotik und Renaissance bedienen: Das Jüdische Museum Wien beleuchtet die Geschichte der Ringstraße.
Im Prozess gegen Oskar Gröning versucht das Landgericht in Lüneburg nun den individuellen Tatbeitrag des früheren SS-Angehörigen am Massenmord in Auschwitz zu ermessen - und damit das Unfassbare juristisch fassbar zu machen.
Die Gewinner der Filmfestspiele von Cannes stehen fest: Die Goldene Palme bleibt in diesem Jahr in Frankreich.