Mit dem Rückgrat einer Qualle
Der Dank von Volker Beck ist sicher: Schon der Verdacht der Homophobie reicht Netzaktivisten aus, um anderen den Ruf zu zerstören. Und damit auf Kosten der Schwulenbewegung vom Missbrauchskandal der Grünen abzulenken.
Der Dank von Volker Beck ist sicher: Schon der Verdacht der Homophobie reicht Netzaktivisten aus, um anderen den Ruf zu zerstören. Und damit auf Kosten der Schwulenbewegung vom Missbrauchskandal der Grünen abzulenken.
Im Mai 1985 glänzte Richard von Weizsäcker mit einer großen Rede aus Anlass des Kriegsendes. Durch die damals als sensationell empfundene gesamtdeutsche Konsensformel „Tag der Befreiung“ gerieten Ansprachen anderer Politiker wie Theodor Heuss, Willy Brandt, Walter Scheel und Helmut Kohl in Vergessenheit. Eine Spurensuche.
Der Bruch von 1915 - für den Willen zum Genozid an den Armeniern gibt es eine Fülle von Belegen.
Astrid Lindgren schrieb nicht nur Kinderbuch-Klassiker wie „Pippi Langstrumpf“. Während des Zweiten Weltkrieges führte sie auch regelmäßig Tagebuch. Die Notizen zeigen, wie viel man im neutralen Schweden vom NS-Staat wissen konnte.
Das feste Band der Freundschaft zwischen Israelis und Deutschen kommt einem Wunder gleich. Doch auf Geschichte allein wird das künftige gegenseitige Verhältnis nicht gründen können.
Reisen bildet, heißt es. Wie sehr das stimmt, haben Frankfurter Juden, Christen und Muslime in Marokko erfahren.
Das Gedenken an Großereignisse blendet alles Gleichzeitige aus. So ist es auch dem arabischen Frühling widerfahren, der vor siebzig Jahren in Algerien ein gewaltsames Ende fand.
Eine Ausstellung mit Karikaturen zum Thema Holocaust ist kurz vor der Eröffnung abgesagt worden. Angeblich war der Veranstalter erkrankt.
Antwerpen hat viele verschiedene Gesichter: Die einen schätzen die kulturelle Vielfalt der belgischen Metropole, für die anderen ist sie eine Hochburg der Rechtsextremisten. Jetzt spricht der Bürgermeister von einer „verkehrten Sorte von Zuwanderern“ und heizt damit die Ausländerdebatte an.
„Wir haben eine besondere Pflicht zur Solidarität mit jenen Ländern, die Opfer des Hitler-Stalin-Pakts waren“, sagte der Historiker Heinrich-August Winkler zum Weltkriegsgedenken im Bundestag. FAZ.NET dokumentiert seine Rede in Auszügen.
Die Erinnerung an Auschwitz und Dachau ist immer da gewesen. Aber es dauerte 67 Jahre, bis Leslie Schwartz darüber sprechen konnte. Jetzt war der Holocaust-Zeitzeuge in Frankfurt.
In den letzten Kriegstagen gelang Tausenden NS-Schergen die Flucht. Viele setzten sich nach Südamerika ab, wo diktatorische Regime sie mit offenen Armen empfingen. Dabei hatten sie Helfer, wo man sie nicht vermutet.
Der Vater von Judith Kalman hatte vor dem Holocaust schon eine Familie, die jedoch im Holocaust umgekommen ist. Im Prozess gegen Oskar Gröning erzählt Judith von dieser Familie, die sie nie kennenlernte. FAZ.NET dokumentiert die gekürzte Aussage.
Kein anderes Datum eint die Russen so sehr wie der am 9. Mai begangene „Tag des Sieges“ im Zweiten Weltkrieg: Der Schmerz über die Millionen Toten des deutschen Vernichtungskriegs und der Stolz über die Heldentaten der Vorväter und den eigenen Sieg gingen eine unlösbare Verbindung ein.
Alwin Meyer hat Geschichten von Menschen zusammengetragen, die als Kinder in Auschwitz waren. Ihre Berichte ergeben ein großes trauriges Gedächtnisbuch, in dem die autobiographischen Passagen eingebaut sind in eine Überblicksdarstellung der Vernichtung des europäischen Judentums.
Den deutschen Frauen, die im europäischen Osten nach 1939 agierten, wird in einem großen Ausmaß Komplizen- und Täterschaft am Massenmord unterstellt, die sich aber aufgrund der Quellenlage nur für einzelne - gleichwohl äußerst brutale Beispiele - nachweisen lassen.
In Tel Aviv haben Tausende aus Äthiopien stammende Juden gegen Diskriminierung und Polizeigewalt demonstriert. Dutzende Demonstranten und Polizisten wurden dabei verletzt.
Im Prozess in Lüneburg sagen Nachfahren von Überlebenden des Holocausts aus. Derweil helfen Historiker dem Gericht, die Rolle des Angeklagten in Auschwitz zu ermessen.
Kann man das Alte Testament einfach herauskürzen aus der christlichen Lehre, wie ein Berliner Theologe vorschlägt? Oder zeugt dieser Vorschlag von Antisemitismus und Ahnungslosigkeit?
Heute feiert der Komponist Martin Gotthard Schneider seinen 85. Geburtstag. Sein sogar von Die Ärzte parodiertes Werk „Danke“ schaffte es als einziges Kirchenlied für sechs Wochen in die deutschen Charts. Analyse eines Liedes, das protestantischer kaum sein könnte.
Als im Osmanischen Reich vor hundert Jahren die Armenier ermordet wurden, gab es den Begriff Völkermord noch nicht. Doch war das Massaker ein wichtiger Anstoß, eine strafrechtliche Norm zu schaffen.
Die Geste der Holocaust-Überlebenden Eva Kor, die den Angeklagten Oskar Gröning im Lüneburger Auschwitz-Prozess demonstrativ umarmte, um ihm zu vergeben, bewegt auch Großbritannien. Kritikern antwortet sie im BBC-Interview mit eindrucksvollen Worten.
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, spricht über Judenfeindlichkeit unter Muslimen und die Pegida-Demonstrationen. Er rät keineswegs vom Tragen einer Kippa ab, auch wenn anderes behauptet wurde.
Der Direktor des FBI schickt seine Mitarbeiter per Dienstanweisung ins Holocaust-Museum. Eine Rede, die James Comey dort gehalten hat, führte jetzt zum internationalen Eklat.
Der Historiker Norman Naimark über den Genozid an den Armeniern, die Haltung der Türkei und diplomatische Rücksichtnahme und wieso Deutschland nichts gegen den Völkermord unternommen hat.
Auch Unternehmen haben eine Vergangenheit. Doch nur wenige pflegen sie wie die Deutsche Bank und Fraport in einem Archiv. Die anderen kann die Geschichte leicht unversehens einholen.
In Lüneburg ist ein Mann angeklagt, der das Geld der Menschen verwaltete, die in die Gaskammern von Auschwitz geschickt wurden. Warum erst jetzt?
Für viele der aus Deutschland stammenden Israelis und Diasporajuden blieb Deutschland trotz Holocaust eben nicht nur das Land Hitlers, sondern mindestens ebenso sehr die Heimat Goethes und Schillers, also ihre eigene seelische und kulturelle Heimat.
Angela Merkel und Sigmar Gabriel beginnen jetzt einen Bürgerdialog. Man kann das als Show abtun, mit der sich Politiker an die Bürger ranschleimen. Aber damit macht man es sich zu einfach.
Der Statthalter der Wehrmacht in Thessaloniki trug dazu bei, dass Tausende Juden deportiert wurden. Mit abenteuerlichen Geschichten versuchte er, sich aus der Affäre zu ziehen. Viele glaubten ihm.
Günter Grass war die Stimme des deutschen Geistes in der Welt: ein Patriot, kein Rechthaber, auch wenn er oft über das Ziel hinausschoss. Erinnerung an einen Freund.
Am Holocaust-Gedenktag stand in Jerusalem des Leben still. Die Regierung versammelte sich in der Gedenkstätte Yad Vashem. Dort wird in einer Ausstellung an das Schicksal von Kindern während des Genozids erinnert.
Am Holocaust-Gedenktag greift Israels Ministerpräsident zu drastischen Worten: Vor dem Zweiten Weltkrieg habe der Westen vergeblich versucht, Nazideutschland zu beschwichtigen. Dieser Fehler wiederhole sich nun in der Iran-Politik.
Früher verübten Islamisten ihre Anschläge mit Sprengstoff. Heute benutzen sie Kriegswaffen. Die sind auch in Deutschland leicht zu bekommen.
„Was gesagt werden muss“, die politische Intervention von Günter Grass in Zeilenform, sorgte im April 2012 für weltweite Aufregung: Repliken, Stellungnahmen – und eine entlarvende Interpretation.
Bürger finanzieren eine Gastprofessur für Holocaustforschung an der Frankfurter Universität. Die Stelle entsteht zusätzlich zu einer von Land angekündigten Holocaust-Professur.