Unterjocht
Zorniges Manifest: Der amerikanische Historiker Ibram X. Kendi verspricht die definitive Geschichte des Rassismus – aber liefert sie nicht.
Zorniges Manifest: Der amerikanische Historiker Ibram X. Kendi verspricht die definitive Geschichte des Rassismus – aber liefert sie nicht.
Galgen für Merkel und Gabriel hatten vor zwei Jahren auf einer Pegida-Demo für Aufregung gesorgt. Später wurden Miniatur-Versionen zum Verkauf angeboten. Kein Straftatbestand, hat jetzt die sächsische Justiz entschieden.
Die Gewalt gegen Flüchtlinge nimmt in Deutschland wieder zu. Im Durchschnitt kommt es jeden Tag zu mehr als vier Angriffen. Die Linkspartei macht die AfD dafür mitverantwortlich.
Auf dem Sinai kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines IS-Ablegers. Beim Freitagsgebet hat jetzt ein Überfallkommando eine Bombe gezündet und auf Gläubige geschossen. Die Zahl der Opfer steigt ständig.
Daran zerbricht alle Lakonie: Ein kapitalismuskritischer Dresden-„Tatort“ tritt nicht nur politisch in den Fettnapf.
Die jüngsten Wahlsiege lassen viele Demokraten optimistisch in die Zukunft schauen. Doch der Schein trügt. Vor der Kongresswahl 2018 mϋsste die Partei anfangen, sich personell und inhaltlich zu erneuern.
Die AfD hält an ihren „verschiedenen Strömungen und Flügeln“ fest. Öffentlicher Widerstand gegen die Neue Rechte ist in den Reihen der Partei kaum zu hören.
An Formulierungen in der Literatur, die heute als rassistisch gelten, scheiden sich die Geister. Eine schwedische Kita verbannt nun Pippi Langstrumpf wegen des Wortes „Negerkönig“.
Eine Studentin prahlt auf Instagram, wie sie ihre afroamerikanische Mitbewohnerin aus der Wohnung ekelte. Dann wehrt sich diese – via Facebook-Video. Die Universität reagiert spät.
Drei Jahre Pegida: Ausnahmsweise nicht am Montag feierte sich die Bewegung in Dresden. Trotz Gegendemo und einiger Zwischenfälle war es für die Polizei ein eher ruhiger Abend.
Der Einzug der AfD in den Bundestag bewegt die Teilnehmer einer Großdemonstration in Berlin. Am Reichstagsgebäude versammelten sie sich für eine symbolische Aktion.
Donald Trump wurde wieder einmal bei einer Unwahrheit ertappt. Diesmal versuchte das Weiße Haus, seine Aussage im Nachhinein wahr zu machen. Die Debatte um Kondolenzanrufe geht jedoch nicht nur dadurch immer weiter.
„To Kill a Mockingbird“ von Harper Lee befasst sich mit Rassismus und gehört in Amerika zur Standard-Lektüre für Achtklässler. Jetzt hat ein Schulbezirk in Mississippi das Werk vom Lehrplan gestrichen.
Wie im amerikanischen Sport knien auch die Fußballspieler von Hertha BSC vor dem Spiel. Für diese bemerkenswerte Aktion gibt es ein weltweites Echo. Nur Fifa und Uefa schweigen.
„... am liebsten seh’n wir sie von fern.“ Die Zeiten sind wieder gut fürs Kabarett, findet Wolfgang Schaller von der „Herkuleskeule“ in Dresden. Er hört trotzdem auf. Wie ist seine Sicht auf das Land fast dreißig Jahre nach der Wende?
Weniger Geschrei, mehr Zuhören: Schockierende Wahlergebnisse im Osten haben eine lange Vorgeschichte, die von den Beschwörungen von Einheit und gutem Leben in blühenden Landschaften nur verdeckt wurde.
Melania Trump wird mal wieder in den sozialen Medien verspottet, Peter Kraus muss unters Messer, und Madonnas Stalker kauft sich ein neues Auto – der Smalltalk.
Gerade um Dresden gibt es ein außergewöhnliches Technologie-Cluster. Dort steht auch Europas größte Chipfabrik, die nun noch mächtiger werden soll - auch wenn der politische Rechtsruck manchen abschreckt.
Bei dem Todesurteil gegen einen Schwarzen in den Vereinigten Staaten soll Rassismus eine „wesentliche Rolle“ gespielt haben: Ein Geschworener hatte später von seinen Zweifeln berichtet, ob Schwarze eine Seele hätten.
Auch für Pegida-Anhänger ist der Wahlerfolg der AfD ein Grund zum Feiern. Gründer Lutz Bachmann nannte das Wahlergebnis „erst den Anfang“.
Hass, Wut, Angst – was treibt Menschen an, rechtspopulistischen Bewegungen ihre Stimme zu geben? In seinem Essay über „Zornpolitik“ versucht Uffa Jensen, politische Emotionen zu erklären.
Viel mehr Gegendemonstranten als Teilnehmer: Die erste Legida-Demo seit Januar zog keine Massen an. Am Ende musste der Pegida-Ableger gegen Musik aus einem Medienhaus anreden.
Senat und Repräsentantenhaus haben Amerikas Präsidenten zu einer harte Haltung gegen Rassismus gedrängt. Nun hat Trump eine entsprechende Resolution unterschrieben. Der Inhalt lässt keine Zweifel offen.
Bundesjustizminister Heiko Maas gebärdet sich bei seiner Suche nach einer „Strategie gegen Rechts“ einerseits als Retter der Demokratie, macht andererseits aber nicht den Eindruck, ein großer Liebhaber kontroverser Debatten zu sein.
Ali Can redet gerne mit Menschen, die Vorurteile haben. Zum Beispiel mit einem Gießener AfD-Kreisbeigeordneten. Die beiden riskieren viel, indem sie den Kontakt zum anderen suchen.
Streit ist der bessere Weg: Thomas Wagner plädiert für einen unverkrampften Umgang mit den „Neuen Rechten“.
Bei einer Pegida-Kundgebung hat Akif Pirinçci Muslime und Flüchtlinge mit drastischen Worten angegriffen. Wegen Volksverhetzung sollte der Autor eine Geldstrafe zahlen. Doch er legte Einspruch ein.
Alexander Gauland erntet nun auch von der Bundeskanzlerin heftige Kritik für seine Aussagen über Staatsministerin Aydan Özoguz. Auch seine Parteikolleginnen Weidel und Petry melden sich zu Wort.
Ein Schritt vor, zwei zurück: Erst beleidigte AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Nach heftiger Kritik distanziert er sich jetzt von seiner Aussage – zumindest ein bisschen.
Die Türkei klagt über „Rassisten“ und „Faschisten“ – und gibt so der Bundesregierung recht. Erdogans Regime bricht alle Brücken ab – auch zum eigenen Volk.
Der Streit zwischen Deutschland und der Türkei erreicht einen neuen Höhepunkt. Ein Mitglied der türkischen Regierung beleidigt Außenminister Sigmar Gabriel.
Bei einer Großkundgebung in Arizona wehrt sich Präsident Trump gegen Kritik an seinem Umgang mit Rechtsextremisten. Medien hätten falsch berichtet. „Die Reporter mögen unser Land nicht.“
Der amerikanische Präsident stellt sich nach der starken Kritik an seinem Umgang mit Rechtsextremisten nun auf die Seite von Rassismusgegnern: „Ich möchte den vielen Protestierenden applaudieren.“
Eine Woche nach den Krawallen von Charlottesville sind in Boston tausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen Rassismus – und gegen eine Kundgebung „für freie Meinungsäußerung“. Deren Organisatoren könnten noch andere Motive gehabt haben.
Donald Trump steht wegen seines Umgangs mit rechtsextremen Kräften weiter in der Kritik. Nun hat auch die Führung des amerikanischen Militärs erklärt, in Amerika gebe es keinen Platz für Fanatismus. Auch zwei ehemalige Präsidenten kritisierten Trump indirekt.
Neonazis und Ku Klux Klan: Donald Trump hat nun doch die Gewalt beim Aufmarsch von Rechtsextremen in der Stadt Charlottesville verurteilt. Dabei wird der amerikanische Präsident ziemlich deutlich.