Mehr Macht für Gläubige
Die Vollversammlung des Synodalen Wegs leitet erste Reformen in der Katholischen Kirche ein. Bischöfe sollen künftig Rechenschaft ablegen. Eine Kontroverse über Missbrauch trübt die Stimmung auf der Veranstaltung.
Die Vollversammlung des Synodalen Wegs leitet erste Reformen in der Katholischen Kirche ein. Bischöfe sollen künftig Rechenschaft ablegen. Eine Kontroverse über Missbrauch trübt die Stimmung auf der Veranstaltung.
In Frankfurt hat die dreitägige Synodalversammlung der Katholiken begonnen. Der Druck ist enorm, Reformen zu beschließen. Immer mehr Mitglieder treten aus der Kirche aus.
Nun fordern auch Bischöfe grundstürzende Reformen der Kirche: Ämter auf Zeit, verheiratete Priester. Aber auch das Reformprojekt Synodaler Weg ist außer Kontrolle geraten.
Der Münchner Erzbischof war schon früh in die „Lügen“-Strategie Benedikts eingebunden und hat sie noch befördert – obwohl er das Gegenteil behauptet.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, ermahnt den emeritierten Papst Benedikt. Der Passauer Bischof Oster indes verteidigt ihn.
Der Limburger Bischof Georg Bätzing traut dem emeritierten deutschen Papst ein Schuldeingeständnis zu. Das könne aber an den Beratern von Joseph Ratzinger scheitern, die nicht immer die besten seien.
Am Donnerstag wird ein Gutachten zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche veröffentlicht. Es geht darin um einen Priester als Täter – und um die Rolle des vormaligen Papstes.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hat der Ampelkoalition vorgeworfen, den Schutz des Lebens schwächen zu wollen. Die geplanten Änderungen der Abtreibungsgesetzgebung seien weder modern noch fortschrittlich, so Georg Bätzing.
Bund und Länder beraten über neue Kontaktbeschränkungen, der Vorsitzende der Bischofskonferenz ruft zum Impfen auf, und in Berlin soll die neue Regierende Bürgermeisterin die Arbeit aufnehmen.
Vor elf Jahren haben die katholischen Bischöfe Aufarbeitung versprochen. Wie weit sind sie gekommen? Eine Datenrecherche offenbart neue Einblicke.
Das Verfahren zur Entschädigung sexuellen Missbrauchs retraumatisiere die Opfer, kritisiert das Gremium. Doch die Deutsche Bischofskonferenz hält an den Abläufen fest.
Die katholische Kirche träumt von einem obersten nationalen Leitungsgremium, geschlechter- und generationengerecht besetzt. Aber solch ein Synodaler Rat trägt nur zur Aufblähung der Apparate bei. Ein Gastbeitrag.
Sind die Bischöfe in Deutschland dazu bereit, freiwillig auf Macht zu verzichten? Beobachtungen von der zweiten Vollversammlung des katholischen Reformprojekts, die im Eklat endete.
In Frankfurt ist die Vollversammlung des „Synodalen Wegs“ zusammengekommen. Der Deutschen Bischofskonferenz wird vorgeworfen, mit der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs immer noch hinterherzuhinken.
Die katholischen Bischöfe haben den wegen seines Umgangs mit Missbrauchsfällen in die Kritik geratenen Erzbischof Heße wieder zum Vorsitzenden ihrer „Migrationskommission“ gemacht. Mit Blick auf den „Synodalen Weg“ zeigen sie sich selbstkritisch.
Einst weckte Stefan Heße in Hamburg große Hoffnungen. Doch schon vor der Missbrauchsaffäre hatte der Erzbischof innerlich resigniert. Die Fäden ziehen längst andere.
Unterstützt der Papst den „Synodalen Weg“ oder nicht? Das fragten sich viele, nachdem Franziskus den deutschen Katholiken vor mehr als zwei Jahren einen Brief geschrieben hatte. Nun gibt er selbst die Antwort.
Bei der Gedenkzeremonie für die Flutopfer im Aachener Dom schlägt Bundespräsident Steinmeier einen Bogen von der Pandemie bis zum Klimawandel: Zwei Katastrophen in so kurzer Zeit, das habe manche Gewissheit brüchig werden lassen.
Mit der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs tut sich die katholische Kirche sehr schwer. Ein positives Beispiel bietet das Erzbistum Freiburg. Dort hat sich ein neuer Betroffenenrat konstituiert.
Im vergangenen Jahr haben wieder Hunderttausende Menschen die Kirche verlassen – nur wegen der Pandemie waren es etwas weniger als 2019. Warum tun sie das? Eine Studie der evangelischen Landeskirchen Württemberg und Westfalen gibt Aufschluss.
Die deutschen Katholiken und der Papst haben sich voneinander entfremdet. Denn der Vatikan hat verlernt, was einmal als Markenzeichen der katholischen Kirche galt.
Der Gesandte des Papstes geißelt den deutschen „Synodalen Weg“ als Alleingang. Nur der Pontifex könne als „Hirte und Lehrer aller Christen“ sprechen, sagt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.
Die Beschäftigung mit dem Trauma sexualisierter Gewalt höre nie auf, berichtet ein Opfer. Sie müsse sich dafür rechtfertigen, für die Kirche zu arbeiten, berichtet eine Seelsorgerin. Eine Anhörung in Berlin erschüttert Erzbischof Koch.
Immer weniger Pfarrstellen in Deutschland können nachbesetzt werden. Die Kirche ist im Wandel – besonders auf dem Land ist das zu spüren.
Franziskus nimmt das Rücktrittsgesuch von Kardinal Marx nicht an. Die Absage verbindet der Papst mit viel Lob. Eine Betroffeneninitiative zeigt sich enttäuscht: Von einem radikalen Neuanfang sei damit nicht viel geblieben.
Reinhard Kardinal Marx bietet Papst Franziskus seinen Rücktritt an. Er wolle „Mitverantwortung“ für das „systemisches Versagen“ der Kirche beim Thema Missbrauch übernehmen. Aber was folgt daraus?
Reinhard Marx geht mit der Heuchelei von seinesgleichen hart ins Gericht: Nach der Unheilsgeschichte von sexueller Gewalt und Vertuschung darf es kein Zurück geben. Doch wie der Kirche ein Neuanfang gelingen kann, ist offen.
Dass die Deutsche Bischofskonferenz einem von der Jury ausgesuchten Werk den Katholischen Jugendbuchpreis nicht verleihen wollte, hatte zu Protesten von Hunderten Autoren geführt. Jetzt mahnt ein Jury-Mitglied Reformen an.
Beim Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt bekräftigte Bischof Bätzing am Samstag, sich für die Segnung homosexueller Paare einsetzen zu wollen. Die Segnungen in der vergangenen Woche sieht er trotzdem kritisch.
Elisabeth Steinkellners „Papierklavier“ sollte den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis erhalten, die Bischöfe verhinderten das. Ein Fall von Kanzelkultur?
Beim Ökumenischen Kirchentag im Mai soll ein gemeinsames Abendmahl möglich sein. In Rom wird das kritisiert, doch der katholische Bischof Bätzing hält daran fest.
Das ZdK will künftig an der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Raum Kirche mitwirken. Die läuft bislang nur schleppend an. Und auch Laien haben den Missbrauch durch bereitwilliges Wegsehen erleichtert
Als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz sieht er sich selbst als „Klassensprecher“, ist derzeit aber vor allem Krisenmanager: Georg Bätzing wird 60 Jahre alt.
Nach dem Entzug des Lehramts rang er um die humane Substanz des Christentums: Zum Tod des Theologen Hans Küng.
Der Limburger Bischof leidet nach seinen Worten, wenn die Katholische Kirche „gläubige Menschen ins Wanken bringt“. Zu Ostern zeigt er Verständnis für die Begründung eines Kirchenaustritts.