Ein Brief wie eine Bombe
Konflikte zwischen dem Bistum Limburg und dem Vatikan sind nicht neu. Vor knapp 50 Jahren machte eine undichte Stelle einen ungeheuren Vorgang publik.
Konflikte zwischen dem Bistum Limburg und dem Vatikan sind nicht neu. Vor knapp 50 Jahren machte eine undichte Stelle einen ungeheuren Vorgang publik.
Ein Kurienkardinal wird nach dem Synodalen Weg gefragt und zieht einen NS-Vergleich. Deutsche Bischöfe sind empört und fordern eine Entschuldigung.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bätzing, wirft Kurienkardinal Koch eine „völlig inakzeptable Entgleisung“ vor. Der hatte im Streit über Reformen eine Parallele zum Nationalsozialismus gezogen.
Unabhängige Fachleute sollen künftig überwachen, dass die kirchlichen und staatlichen Regelungen bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche eingehalten werden. Helmut Dieser wird neuer Missbrauchsbeauftragter.
Der Vatikan hatte gewarnt, aber beeindrucken ließ sich die übergroße Mehrheit der Mitglieder des „Synodalen Wegs“ nicht. Der Weg ist frei für neue Leitungsstrukturen in der der katholischen Kirche in Deutschland.
Ein neues Leitungsgremium aus Laien und Bischöfen soll künftig über zentrale Fragen der katholischen Kirche beraten. Ein Theologieprofessor spricht von einer „kleinen kulturellen Revolution“.
Auf der Vollversammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt kommt es zum Eklat. Erst ein Kompromiss bei einem anderen Thema sorgt für etwas Ruhe.
Bei der Vollversammlung des katholischen Reformprojekts „Synodaler Weg“ ist es am Donnerstag zum Eklat gekommen. Die Bischöfe lehnten ein Grundsatzpapier ab, das Änderungen der kirchlichen Sexualmoral fordert.
Der Vatikan wirft den deutschen Katholiken einen Sonderweg vor. Doch Bischofskonferenzen aus anderen Ländern berichten über die gleichen Probleme.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, will mit dem Synodalen Weg dem „eklatanten Gesichtsverlust“ der Kirche „etwas Positives“ entgegensetzen. Kritik aus Rom am Reformprojekt weist er zurück.
Die christlichen Kirchen stecken in der Krise. Die Zahl der Kirchenaustritte steigt stark an und immer mehr Menschen kehren den Kirchen den Rücken. Die Motive dafür sind vielschichtig – und doch meist nicht kompliziert.
Der Zwischenbericht zu sexuellem Missbrauch im Bistum Trier war mit Spannung erwartet worden, auch weil Bischof Ackermann als Missbrauchsbeauftragter der Bischofskonferenz eine Vorbildfunktion hat – zumindest in der Theorie.
Deutsche Bistümer haben jahrzehntelang Missbrauchstäter zur Seelsorge nach Lateinamerika entsandt. Dort vergingen sie sich oft weiter an Kindern. Eine neue Studie dokumentiert dies erstmals systematisch.
Die jüngste Erklärung aus dem Vatikan zum Reformprojekt Synodaler Weg hat den Streit zwischen dem Vatikan und der katholischen Kirche in Deutschland neu befeuert.
Kein Sonderweg für deutsche Katholiken: Laien und Bischöfe zeigen sich erstaunt über die Rüge, die der Vatikan erteilt hat – aus ihrer Sicht beweist der Brief des Papstes „keinen guten Stil“.
Erst hat die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) die Aufhebung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche begrüßt. Dann zeigte sich, dass nicht das ganze Komitee hinter der Aussage steht.
Wie groß die Summen sind, die die deutschen Bistümer als „Peterspfennig“ an den Vatikan überweisen, war bislang nur ungefähr bekannt. Die F.A.Z. hat erstmals die Gesamtsumme ermittelt.
Die katholischen Bischöfe mussten auf das Schlimmste gefasst sein. Die am Montag veröffentlichten Zahlen zu den Kirchenaustritten übertreffen aber noch einmal alle Erwartungen
Die Zahl der Kirchenaustritte hat unter Katholiken ein neues Rekordniveau erreicht. Bischof Bätzing spricht von einer „tiefgreifenden Krise“.
Noch nie haben so viele Katholiken ihrer Kirche den Rücken gekehrt wie im vergangenen Jahr. 360.000 Katholiken erklärten ihren Austritt. Ihre Entscheidung hat oft mehrere Gründe.
Die katholische Kirche verliert immer mehr Gläubige, die sich lange engagiert haben. Viele bleiben auf der Suche. Was sind ihre Kirchengeschichten?
Der katholische Bischof von Münster, Felix Genn, gesteht Fehler im Umgang mit Missbrauchsfällen ein.
Der Übertritt des Generalvikars Andreas Sturm zu den Altkatholiken enthüllt die Illusionen des reformkatholischen Milieus.
Der Domkapitular war mit Vorwürfen wegen sexuell übergriffigen Verhaltens konfrontiert worden. Bischof Bätzing handelte den Leitlinien entsprechend.
Der Tod des Limburger Priesterseminarleiters hat im Bistum „Bestürzung und Fassungslosigkeit“ hervorgerufen. Zuvor seien Gespräche zu Vorwürfen übergriffigen Verhaltens geführt worden.
Christof May, ein ranghoher Geistlicher des Bistums Limburg, hat sich das Leben genommen. Zuvor waren Vorwürfe sexuell übergriffigen Verhaltens bekannt geworden.
Ohne Kirche kein Christentum, sagt Georg Bätzing im Gespräch mit Michel Friedman. Aber der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hält Brüche für unvermeidbar.
Die Vorgänge liegen lange zurück, doch dass Bischof Bätzing einen Beschuldigten beförderte, hat die Betroffenen im Bistum Limburg nicht ruhen lassen. Jetzt bittet der Bischof um Verzeihung.
Beim Katholikentag in Stuttgart geht es um Pandemie und Krieg. Vor allem aber ringen die Gläubigen um die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hat einen Pfarrer zum Bezirksdekan berufen, obwohl er ihn zuvor wegen Belästigung ermahnt hatte. Der Pfarrer habe Einsicht und Reue gezeigt, heißt es vom Bistum Limburg zur Begründung.
Ein katholischer Priester soll zwei Frauen sexuell belästigt worden. Trotzdem hat der Limburger Bischof Georg Bätzing den Mann zum Bezirksdekan ernannt – weil der Beschuldigte „Einsicht“ bekundet habe.
Die Kirchen sprechen beim Thema Sterbehilfe nicht mit einer Stimme. Katholiken geben oft den Protestanten die Schuld daran. Aber so einfach ist es nicht.
Die katholischen Bischöfe in Deutschland halten Waffenlieferungen an die Ukraine für ethisch vertretbar. Auch die geplante Stärkung der Bundeswehr sei „grundsätzlich plausibel“, heißt es in einer Erklärung zum Ukrainekrieg.
Die deutschen Bistümer haben 2021 deutlich mehr Geld an Missbrauchsopfer gezahlt als in den Vorjahren. Dennoch gibt es scharfe Kritik vom Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz.
Enttäuscht bis entrüstet: Das sind die meisten Reaktionen auf einen Brief Benedikts XVI., in dem er sich für Fehler im Umgang mit Missbrauchsopfern entschuldigt. Nur sein Privatsekretär springt ihm bei.
Beim Synodalen Weg wird auch über Missbrauch debattiert. Der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz verweist auf das Erreichte – dennoch hagelt es Kritik.