Wenn jeder siebte Priester beschuldigt wird
Eine Missbrauchsstudie für die Amtszeit des Trierer Bischofs Spital zeigt, dass besonders die in den Sechzigerjahren geweihten Priester anfällig waren. Auch Spital wurde seiner Verantwortung nicht gerecht.
Eine Missbrauchsstudie für die Amtszeit des Trierer Bischofs Spital zeigt, dass besonders die in den Sechzigerjahren geweihten Priester anfällig waren. Auch Spital wurde seiner Verantwortung nicht gerecht.
Die deutschen Bischöfe tun sich schwer im Umgang mit Menschen, die der Kirche den Rücken kehren. Früher drohten sie mit der Exkommunikation. Heute versuchen sie trotz alarmierender Zahlen positive Trends zu präsentieren.
Ein „Synodaler Rat“ war ein zentrales Anliegen des „Synodalen Weges“. In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Vatikan taucht das Wort nun nicht mehr auf.
Gegenüber dem Jahr zuvor gab es 2023 etwas weniger Austritte. Doch die Zahl bleibt hoch. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sagt, Reformen reichten für eine Trendumkehr nicht.
Der katholischen Kirche haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Mitglieder den Rücken gekehrt als im Rekordjahr 2022. Aber die Austrittzahl bleibt auf einem sehr hohen Niveau.
Abschied von einer Ökumene, die es nicht mehr gibt: Zum letzten Mal veranstalten die beiden großen Kirchen gemeinsam die „Woche für das Leben“. Warum eine neue Nüchternheit einkehrt.
Zehn Jahre ist es her, seit der Limburger Bischof Tebartz-van Elst aus dem Amt schied. Sein „Protzbau“ ist heute Teil des Museums – kirchliche Mitarbeiter beklagten seinerzeit eine Atmosphäre der Furcht.
Weißer Rauch ist im Streit zwischen dem Vatikan und den deutschen Katholiken nicht in Sicht. Bischof Georg Bätzing hat am Freitag in Rom einen schweren Stand. Beim zentralen Streitpunkt sind die Fronten verhärtet.
Beim Fastenbrechen in der Frankfurter Hamidiye Moschee kommen Vertreter der Religionen zusammen. Die Ramadan-Beleuchtung in der Freßgass wird von allen als schönes Zeichen der „Sichtbarkeit“ gelobt.
Die katholischen Bischöfe haben die AfD erstmals deutlich als nicht wählbar für Christen bezeichnet. Aber wie soll die Kirche mit AfD-Mitgliedern in ihren Reihen umgehen? Dazu gibt es unterschiedliche Positionen.
„Völkischer Nationalismus“ widerspreche dem „christlichen Gottes- und Menschenbild“, heißt es in einem Schreiben. Mit diesem reagieren die Geistlichen auch auf die Umfragen vor den drei ostdeutschen Landtagswahlen.
Die katholischen Bischöfe in Deutschland schreiben, es sei „höchste Zeit“, sich vom Konzept der nuklearen Abschreckung zu verabschieden. Meinen sie das ernst?
Warum hat die Deutsche Bischofskonferenz mehrheitlich die Warnungen der Kirchenrechtler nicht zur Kenntnis genommen? Der jüngste Eingriff der römischen Kurie in den Synodalen Weg.
Der Vatikan hat die deutschen Bischöfe aufgefordert, nicht über die Satzung des „Synodalen Ausschusses“ abzustimmen. Die Entscheidung wäre „ungültig“, heißt es in einem Schreiben, das der F.A.Z. vorliegt.
Sechs katholische Bischöfe in Ostdeutschland kritisieren die AfD ungewohnt deutlich. Im Gegensatz zur Deutschen Bischofskonferenz nennen sie die Partei beim Namen.
Zum Jahresende zieht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz eine schonungslos selbstkritische Bilanz zum Niedergang von Kirche und Religion.
In seiner Silvesterpredigt liefert der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz einen ernüchternden Überblick und mahnt Reformen an. Auch Papst Franziskus äußert sich zum Jahreswechsel.
Mehr als ein Jahr mussten die Gläubigen in den katholischen Erzbistümern Paderborn und Bamberg auf ihre neuen Erzbischöfe warten. Papst Franziskus hat nun die wichtigen Kirchenposten neu besetzt.
Bischöfe und Laien scheren sich nicht um das Verbot des Papstes, sein Lieblingswort „Synodalität“ auf Deutsch auszubuchstabieren.
Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hat am Samstag nahezu einstimmig grünes Licht für die Arbeit des Synodalen Ausschusses gegeben. Andere Vorschläge stoßen dagegen auf Ablehnung.
Alle zehn Jahre untersucht die evangelische Kirche, was ihre Mitglieder über Religion und Kirche denken. Erstmals wurden dabei auch Katholiken befragt. Der aktuelle Befund ist dramatisch – für beide Konfessionen.
Nach dem „Synodalen Weg“ konstituiert sich in der Ruhrgebietsstadt ein „Synodaler Ausschuss“. Entgegen aller Aufbruchsrhetorik schließen sich hinter den Anwesenden aber die Türen.
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz sagt, das Verfahren für Anerkennungszahlungen an Missbrauchsopfer sei geeignet, „befriedend“ zu wirken. Der Betroffenenbeirat widerspricht vehement.
In die Verhandlungen zur europäischen Asylreform kommt Bewegung. Am Landgericht Gießen endet der Prozess im Mordfall Ayleen A. Und in Köln bekommt Michael Bully Herbig einen Ehrenpreis überreicht. Der F.A.Z.-Newsletter.
Das Verhältnis zwischen dem starken Reformflügel in der Bischofskonferenz und dem Vatikan ist zerrüttet. Bei der anstehenden Neubesetzung mehrerer Bischofsstühle könnte das eine große Rolle spielen.
Der Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz fordert höhere Anerkennungszahlungen für Missbrauchsopfer. Die Bischöfe wollen wohl am bestehenden System festhalten. Dieses wirke „befriedend“, sagt Georg Bätzing.
Um endlich an ihre nicht gezahlten Löhne zu kommen, haben 30 Männer ihre Gesundheit riskiert und fünf Tage keine Nahrung zu sich genommen. Am Montag brachen sie diesen Protest ab, auch, weil sie nun auf staatliche Unterstützung hoffen.
Franz Kardinal Hengsbach geriet schon vor zwölf Jahren unter Missbrauchsverdacht. Nun hat sich ein Kreis geschlossen – und er muss als Täter gelten. In den Akten findet sich ein überraschendes Eingeständnis.
Die Missbrauchskrise beschäftigt Deutschland seit Jahren. Über die Amtsverantwortung der Hierarchen.
Der damalige Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz hat 2022 den vollen Namen eines Opfers sexueller Übergriffe genannt. Nun ist der Trierer Bischof zur Zahlung von 20.000 Euro verurteilt wurden.
Bischof Bätzing hat lange auf einen Termin im Vatikan gewartet. Nun kam ein Gespräch über den „Synodalen Weg“ zustande. Ob damit die Eiszeit im deutsch-vatikanischen Verhältnis beendet ist, blieb vorerst offen.
Mit bischöflicher Autorität im Rücken kämpft Caspar Söling im Bistum Limburg gegen den Missbrauch. Er legt dabei großen Wert auf die Kommunikation mit den Opfern.
Aus dem Bistum Münster kommt Kritik an der intransparenten Vergabe von Zahlungen an Missbrauchsbetroffene. Der F.A.Z. liegt ein Schreiben des Interventionsbeauftragten vor.
Aus dem Bistum Münster kommt massive Kritik an der „Unabhängigen Kommission“ der Bischöfe, die Opfern sexueller Gewalt Anerkennungsleistungen zuspricht.
Wenn immer mehr Katholiken aus ihrer Kirche austreten, ist sie eher früher als später Geschichte. Viele vertrauen ihr nicht mehr. Dennoch gäbe es Gründe, sie zu vermissen.