Es bedarf keiner Dramatisierung
Für den Journalismus ist das Geschehen in Chemnitz ein Prüfstein. Es gilt nichts wegzulassen und nichts hinzuzufügen – auch für die Medien. Alles andere spielt nur den Propagandisten in die Hände.
Für den Journalismus ist das Geschehen in Chemnitz ein Prüfstein. Es gilt nichts wegzulassen und nichts hinzuzufügen – auch für die Medien. Alles andere spielt nur den Propagandisten in die Hände.
Bei den Demonstrationen in Chemnitz rechnet die Polizei am Wochenende mit mehr als zehntausend Teilnehmern. Um die Einsatzkräfte wenigstens etwas zu entlasten, wird deswegen nun das Fußballspiel zwischen Dresden und dem HSV verlegt.
Im Fall des nicht abgeschobenen mutmaßlichen Messerstechers aus Chemnitz zeigt sich: Das Asylrecht in Deutschland steckt in einer tiefen Misere.
Zahlreiche Berliner haben auf einer Mahnwache vor der sächsischen Landesvertretung die Sachsen und die sächsische Regierung aufgefordert, den Ausschreitungen in Chemnitz ein Ende zu bereiten. Der Organisator fand deutliche Worte.
Ob bei dem, was gerade in Chemnitz passiert ist, oder im Frühjahr in Ellwangen: In letzter Zeit hört man öfter mal, der Rechtsstaat sei in Gefahr. Was ist damit gemeint?
Angela Merkel reist durch Afrika. Fernab von Chemnitz treibt die Kanzlerin den Kampf gegen Fluchtursachen voran. Doch ihr drei Jahre alter Satz „Wir schaffen das“ holt sie dabei immer wieder ein.
Das ZDF-„Politbarometer“ zeigt: Eine große Mehrheit der Deutschen sieht in den Ausschreitungen in Chemnitz eine Bedrohung für die Demokratie. Zudem würden so viele Leute wie nie die AfD wählen.
Eine unglaubwürdige Geschichte, Gewaltdelikte und ein Abschiebebescheid drei Tage nach der Chemnitzer Messerattacke: Yousif A. war einem Bericht zufolge für das Bundesamt für Migration kein unbeschriebenes Blatt.
Nach den Geschehnissen in Chemnitz hat es Alexander Gauland als „normal“ bezeichnet, dass Menschen nach Tötungen „ausrasten“. Doch das gilt offenbar nur für ganz spezielle Fälle. Andere kommen ungeschoren davon.
Neue Wende im Fall der Messerattacke in Chemnitz: Der Iraker, der einen 35 Jahre alten Mann mutmaßlich erstach, hätte offenbar schon längst abgeschoben werden sollen.
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, attestiert Sachsen ein chronisches Problem mit Rechtsextremismus. Im tschechischen Fernsehen äußert sich Präsident Zeman derweil zu den Ausschreitungen in Chemnitz.
Franziska Giffey hat in Chemnitz des Mannes gedacht, dessen gewaltsamer Tod zu Ausschreitungen geführt hatte. Die Politik müsse jetzt zusammenstehen.
Im ZDF diskutierte Maybrit Illner über die Ereignisse in Chemnitz. Kurz zuvor versuchte der sächsische Ministerpräsident die Bürger vom demokratischen Rechtsstaat zu überzeugen. Dazu müssen die Medien ihren Beitrag leisten.
Sarrazin ist eine Provokation für die SPD. Oder kommt das nur daher, dass sich die Partei vom linken Parteiflügel an der Nase herumführen lässt? Wie schon so lange in der Migrationspolitik. Siehe Chemnitz.
Im Stadion des Chemnitzer FC soll das „Bürgergespräch“ eigentlich zu gemeinsamen Lösungen führen. Doch vor dem Stadion wirbt Martin Kohlmann für mehr Zwiespalt: Mit „Wessis“ habe man nichts gemein. Dafür aber sehr viel mit anderen Staaten.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stellt sich am Abend den Fragen der Bürger in Chemnitz – und erntet Beifall und Buhrufe. Dabei zeigt sich: Viele haben ein ausgeprägtes Problembewusstsein, aber keine Lösungsvorschläge.
Ein 39 Jahre alter Justizbeamter soll das Dokument in sozialen Netzwerken verbreitet haben. Der Folgen seines Handelns will er sich nicht bewusst gewesen sein. Die Ermittlungen dauern an.
Nach den Vorfällen in Chemnitz will der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rechtsradikalen nicht verständnisvoll begegnen und sie nicht in einen Dialog einbinden. Stattdessen plädiert er für eine andere Vorgehensweise.
Viele Städte, Dörfer und Kreise haben das Gefühl, von der Bundesregierung mit dem Zuzug von Asylbewerbern alleingelassen worden zu sein. Allen Warnungen zum Trotz. Das rächt sich nun. Ein Kommentar.
Hat Sachsen ein Rassismus-Problem? Und wenn ja: Woran liegt das? Ein FAZ.NET-Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Hans-Gerd Jaschke über alte Ost-West-Gegensätze, neue Herausforderungen für die Polizei und Traditionslinien der Verharmlosung.
Die Ausschreitungen in Chemnitz erschüttern Deutschland. Die Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz. Nun schickt Hessen Bereitschaftspolizisten zur Unterstützung.
Ein Abgeordneter der Bremer Bürgerschaft hat offenbar den Haftbefehl gegen einen Tatverdächtigen im Fall Chemnitz im Netz geteilt. Unterdessen wird Sachsens Polizei am Donnerstag bei neuen Demonstrationen von zusätzlichen Einsatzkräften abgesichert.
Schutzlos ausgeliefert: Gibt es in Sachsen eine zu große Toleranz gegenüber rechtsextremer Gesinnung? Ein Gespräch mit Klaus Kowalke, dem Inhaber der Buchhandlung „Lessing und Kompanie“ in Chemnitz.
Verläuft das geplante „Bürgergespräch“ im Chemnitzer Fußballstadion gewaltfrei ab? Nach den Geschehnissen der vergangenen Tage ist das zu bezweifeln. Unsicher ist auch, ob der DFB genügend Mut zu Veränderung hat.
Angekündigt war eine Sendung über Plastikmüll in den Weltmeeren. Dann aber gewann die Aktualität so an Dringlichkeit, dass die ARD umschwenkte: „Chemnitz und die Folgen – Gerät der Rechtsstaat unter Druck?“
Nach den rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz geben berühmte Musiker am Montag unter dem Motto „Wir sind mehr“ ein kostenloses Konzert.
Ein Haftbefehl wurde öffentlich, als solle ein Opfer für die Bluttat von Chemnitz dargebracht werden. Die AfD spricht von „Selbstverteidigung“. Doch damit hat das alles nicht zu tun.
In Chemnitz wollen die Bürger nichts mit Rechtsradikalen zu tun haben – ihre Skepsis gegenüber Fremden äußern sie trotzdem mit einer Offenheit, die anderswo unüblich ist.
Erst die Krawalle, dann ein durchgestochener Haftbefehl: Chemnitz bleibt in den Schlagzeilen. Horst Seehofer hält die Vorfälle für „inakzeptabel“. Der AfD-Fraktionsvorsitzenden Gauland sieht das ganz anders.
Auf Facebook schreibt die AfD-Fraktion im Hochtaunuskreis von „bekannten Revolutionen“, in denen „irgendwann die Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt“ wurden. Für Journalisten gilt also: Mit der AfD ist nicht zu spaßen.
Ein durchgestochener Haftbefehl bringt rechtspopulistische Gruppen in Erklärungsnot – und die Behörden. Die sächsische SPD vermutet das Leck bei Polizei oder Justiz. Und die Empörung ist groß.
Die Ausschreitungen in Chemnitz schlagen internationale Wellen: Nun äußert sich auch der Hochkommissar für Menschenrechte der Vereinten Nationen.
Auch die jüngste Menschenjagd auf Ausländer zeigt: Sachsen ist Deutschlands Problemzone. Oft wird die Situation als eine bloß lokale Infektion oder Psychose gedeutet. Die wahren Ursachen werden unterschätzt.
Der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz wirft Innenminister Horst Seehofer eklatante Fehler im Umgang mit der Eskalation in Chemnitz vor. Im FAZ.NET-Interview sagt er: „Seehofer muss ernsthaft prüfen, ob er der Richtige für dieses Amt ist.“
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich über die Randale in Chemnitz geäußert. Ein starker Staat sei notwendig, um den Rechtsfrieden zu gewährleisten.
Nach dem tödlichen Messerangriff in Chemnitz stellen Rechtsradikale offenbar den Haftbefehl gegen einen der mutmaßlichen Täter ins Internet – mit Namen und Details. Sachsens Ministerpräsident setzt unterdessen komplett auf Verteidigung.