Und jetzt wieder Alltag?
65.000 Menschen setzen beim „Wirsindmehr“-Konzert in Chemnitz ein Zeichen gegen rechte Gewalt. Es bleibt friedlich. Doch gelöst ist das Problem noch lange nicht. Und für Aufregung sorgt wieder einmal eine AfD-Politikerin.
65.000 Menschen setzen beim „Wirsindmehr“-Konzert in Chemnitz ein Zeichen gegen rechte Gewalt. Es bleibt friedlich. Doch gelöst ist das Problem noch lange nicht. Und für Aufregung sorgt wieder einmal eine AfD-Politikerin.
Linke Rocker und rechtspopulistische Debattierer – Chemnitz kommt einfach nicht zur Ruhe. Und jetzt will auch noch Sahra Wagenknecht „Aufstehen“. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.
Campino spricht im FAZ.NET-Interview davon, mit dem Konzert in Chemnitz Menschen zu inspirieren. Der Sänger der Toten Hosen kritisiert aber auch die Politik und ihren Umgang mit den „Sorgen der Bürger“. An FDP und CDU hat er eine Botschaft.
Mehrere Zehntausend Menschen strömen nach Chemnitz, um an dem Konzert gegen Rechts teilzunehmen. Doch die Besucher müssen sich auf eine längere Rückreise einstellen.
Schätzungsweise 65.000 Menschen aus ganz Deutschland kommen zum „Wirsindmehr“-Konzert nach Chemnitz. Die Besucher brüllen „Nazis raus“. Doch auch Rechte sind auf der Straße präsent.
Die Politik geht gegen die AfD vor. Zwei Landesverbände der Jugendorganisation werden nun beobachtet. Die AfD sieht darin eine „Kriegserklärung“.
Auf die Krawalle von Rechts und die Hetze gegen Ausländer wollen Zehntausende Menschen beim Konzert in Chemnitz mit „Wir sind mehr“ antworten. Künstler wie Campino machen sich für eine bunte Gesellschaft stark und auch die Demonstranten wollen keinen Rechtruck dulden.
Nach dem Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz hatten mehrfach rechte Gruppen mit ausländerfeindlichen Parolen demonstriert. Dem soll ein Konzert gegen Rechts mit K.I.Z, Kraftklub und vielen anderen entgegentreten. Verfolgen Sie das Konzert hier im Livestream.
Dass Bundespräsident Steinmeier den Post eines Protestkonzerts in Chemnitz auf Facebook geteilt hat, stößt bei der CDU auf harsche Kritik. Die sächsische Stadt untersagt unterdessen zwei rechte Kundgebungen.
Zehntausende Menschen werden in Chemnitz zum #wirsindmehr-Konzert erwartet. Die Veranstaltung soll ein Zeichen gegen rechts setzen – für viele Kritiker ist das nicht genug.
Die AfD hat eine geheime Agenda – sagt jedenfalls Bayerns Ministerpräsident Söder. Die SPD-Vorsitzende Nahles greift Söder unterdessen wegen seiner Haltung zu den Rechtspopulisten an.
Vor genau drei Jahren veränderte die Bundeskanzlerin die politische Architektur des Landes. Es stehen sich seitdem mit zunehmender Härte zwei feindliche Lager gegenüber. Sie sind Ausdruck einer tief sitzenden Legitimationskrise der deutschen Politik.
Bei der AfD-Demonstration in Chemnitz haben die Pöbeleien gegen Reporter eine neue Qualität erreicht. Woher kommt die Wut auf Journalisten? Ein Erfahrungsbericht.
In Chemnitz spielen bekannte Bands wie die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet oder K.I.Z. gegen Rechts. Zehntausende Besucher werden erwartet. Aber wofür treten die Musiker ein?
Schon 2001 hat Samy Deluxe mit den „Brothers Keepers“ zum Kampf gegen Rechts aufgerufen. Jetzt hat er das Lied neu aufgenommen. Ein Interview über Rechtsradikale in Chemnitz, Auftritte im Osten und das schlechte Image von Rap.
In Chemnitz ist das Schlimmste ausgeblieben, Entwarnung aber gibt es nicht: Die politische Atmosphäre ist vergiftet, Zeit also wieder für Rock-gegen-Rechts-Konzerte.
Dem sächsischen Verfassungsschutz ist es zu früh für eine Beobachtung der AfD. Auch die Regierungsparteien sind sich darüber uneins. Doch zwei Jugendorganisationen der AfD sind offenbar schon im Fokus des Verfassungsschutzes.
Ein Rechtsstaat kann schnell zerstört werden – das kann mit der Eroberung der Straße durch Extremisten beginnen. Deutschland befindet sich trotz Chemnitz noch nicht soweit. Aber Erosionen müssen bekämpft werden. Ein Kommentar.
Soll der Verfassungsschutz die AfD beobachten oder nicht? Die Frage ist durch die Demonstrationen in Chemnitz wieder aktuell geworden. Für Innenpolitiker der Union ist die Antwort besonders schwierig.
Eine Woche mit Ausschreitungen und Tausenden Demonstranten hat Sachsens drittgrößte Stadt überstanden. Irgendwie. Doch für zahlreiche Menschen in Chemnitz liegt vieles in Scherben.
„Wir exportieren in Deutschland nicht nur Produkte, sondern auch Werte“, sagt Joe Kaeser. Und erklärt, was daran für sein Unternehmen wichtig ist.
„Ich bin entsetzt. Meine Gruppe aus Marburg wurde gerade auf dem Weg zum Bus von Nazis überfallen“, meldete der Bundestagsabgeordnete Bartol aus Chemnitz. Nun ermittelt die Polizei, die nach seinen Worten rasch an Ort und Stelle war.
In Chemnitz entlädt sich die Wut auf alles Fremde. Dahinter steckt auch eine uralte Menschheitsangst. Angstforscher Borwin Bandelow erklärt im FAZ.NET-Interview, woher sie kommt – und warum rationale Argumente nur bedingt helfen.
Von Afrika hängt die Zukunft Europas ab, sagt die Kanzlerin. Deshalb will Angela Merkel den Kontinent retten – eine gewaltige Herausforderung.
FAZ.NET-Reporter Yves Bellinghausen hat mit Demonstrationsbesuchern in Chemnitz gesprochen.
Früher war der Garten der Großeltern für Nelly Y. Pinkrah das Größte. Er liegt in jener Stadt, in der jetzt Menschen durch die Straßen laufen und ihre Hände zum Hitlergruß erheben. Ein Gastbeitrag.
Der Bundesaußenminister fordert angesichts der Ereignisse in Chemnitz von seinen Landsleuten mehr Einsatz bei der Verteidigung der Demokratie. Bedrohlich werde es, wenn sich die Anständigen nicht einmischten.
Auch ein massives Polizeiaufgebot kann gewalttätige Übergriffe nicht verhindern. Bei Großkundgebungen der AfD und eines Bündnisses gegen Rechts herrscht eine aggressive Stimmung. Mitten in Chemnitz kommt es zu zahlreichen Zusammenstößen.
Fast zehntausend Menschen kämpfen in Chemnitz auf Demonstrationen um die Deutungshoheit über die Ereignisse der letzten Tage. Zwischenzeitlich droht das Chaos auszubrechen. Doch dann singt Björn Höcke den Rechten ein Schlummerlied.
FAZ.NET-Reporter Yves Bellinghausen hat mit Demonstrationsbesuchern in Chemnitz gesprochen.
Ein Hilferuf der Polizeidirektion Chemnitz nach Verstärkung lief ins Leere, schreibt die „Welt am Sonntag“. Das sächsische Inneministerium und die Bundespolizei weisen den Vorwurf zurück.
Unterstützungskommandos, Reiterstaffeln, Wassserwerfer und Sonderwagen. Sachsens Polizeipräsident Jürgen Georgie ruft Polizeieinheiten aus dem ganzen Land zur Hilfe. Er rechnet mit Straftaten.
Seit der Messerattacke am vergangenen Sonntag kommt Chemnitz nicht zur Ruhe. Wie fühlen sich Flüchtlinge, die in der Stadt leben? FAZ.NET hat drei von ihnen getroffen.
Viele Chemnitzer verstehen ihre Stadt nicht mehr. Doch wer nach Lösungen fragt, wird ausgelacht – das sei Aufgabe der Politik, nicht der Bürger. Für heute sind weitere Demos angekündigt.
Vom Bürger zum Berserker: Der Deutsche rastet nicht nur auf Sachsens Straßen aus.
Ausschreitungen wie in Chemnitz sind aus Sicht von Petra Köpping überall möglich: Rechtsextreme seien dazu aus ganz Deutschland angereist. Sie räumt aber Fehler der sächsischen Politik ein und fordert mehr ziviles Engagement.