Als alles in Trümmern lag
So arrangiert man Zeitgeschichte in überzeugenden Skizzen: Der Historiker Volker Ullrich erzählt vom Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Er macht die „Stunde null“ gegenwärtig.
So arrangiert man Zeitgeschichte in überzeugenden Skizzen: Der Historiker Volker Ullrich erzählt vom Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Er macht die „Stunde null“ gegenwärtig.
Der Sänger Xavier Naidoo verbreitet Verschwörungstheorien. Dass er sich damit schadet, ist ihm offensichtlich egal. In langen Youtube-Interviews und in Chatgruppen gibt er Einblicke in seine Gedankenwelt. Experten finden seine Ansichten gefährlich.
Das Kriegsende und den Neuanfang im zerstörten Berlin hat jeder anders erlebt. Volker Heises dreistündiger Dokumentarfilm „Berlin 1945“ fügt die Puzzlestücke zu einem beeindruckenden Panorama zusammen
Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass die Lockdown-Lockerung aus jeder Perspektive gerecht ablaufen kann, sagt Frank-Walter Steinmeier. Der Druck, Beschränkungen aufzuheben, steige, weil ihre Folgen immer deutlicher würden.
In der Politik besiegelte er Bündnisse. Nun ist er verrufen als Gefahr für Leib und Leben. Eine Handreichung.
Die älteste Kulturtechnik der Menschheit ist das Weben. Eva spann nach dem Rausschmiss aus Eden, Arachne webte gegen Athene an und moderne Künstler tun dies derzeit wieder vermehrt.
Der britische Regierungschef Boris Johnson konnte die Klinik verlassen. Schon dessen Vorgänger kämpften mit schweren Krankheiten. Manches wurde geheim gehalten. Ein Premier wurde sogar auf der Bahre aus dem Amtssitz getragen.
Im Deckenfresko des Kirchleins St. Jakobus in Röthenbach nahm der Maler noch während des Zweiten Weltkriegs Kritik an Politik und Großindustrie.
Boris Johnsons Lage sei stabil, heißt es aus der Downing Street. Die Entscheidung, wie es mit dem Lockdown weitergehen soll, wird wohl das Kabinett treffen müssen. Und das scheint in der Frage nicht besonders einig zu sein.
In vielen afrikanischen Ländern ist das Coronavirus inzwischen angekommen. Das hat mitunter drastische soziale Folgen. Auch für deutsche Freiwillige.
Etliche Straftäter entgehen im Moment dem Knast. Dahinter steht eine schlichte Kosten-Nutzen-Rechnung. Die Corona-Krise macht es möglich.
Was im März 1945 bei Wesel geschah, besiegelte die Niederlage des Nationalsozialismus: Eine Riesenarmee der Alliierten überquerte den Rhein. Und Großbritanniens Premierminister Winston Churchill war dabei.
Wie stoisch und ironisch sind die Briten, wenn die Gefahr nicht blitzartig, sondern über Wochen auf sie zurollt? Der Premier spricht ohne die übliche Flachserei von einem Feind, der tödlich sein könne, aber schlagbar sei.
Auch die Fernsehansprache Angela Merkels ändert nichts daran: Selbst der stärkste Staat kann die Erwartungen nicht erfüllen, die jetzt geweckt werden.
Bayern hat den Katastrophenfall ausgerufen, andere Länder nicht. Dass Söder bei der Corona-Bekämpfung als treibende Kraft erscheint, nimmt NRW-Ministerpräsident Laschet betont gelassen – und verweist auf Unterschiede im Landesrecht.
Er wurde als Spalter geziehen und als Maulheld gezeichnet. Aber seit Markus Söder Ministerpräsident ist, hat er einen Lauf. Die Corona-Krise zeigt, was in ihm steckt.
Das Coronavirus hat Italien ins Chaos gestürzt und das Leben auf den Kopf gestellt – im Großen wie im Kleinen. Wie ist die Situation in dem Land, das in Europa am schwersten betroffen ist? Ein Lagebericht.
Die „Schließung“ Italiens im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist eine Erziehungsmaßnahme für die Bürger zum Gemeinwohl. Andere Länder werden folgen.
Arte zeigt in einer Doku, wie Moskau jahrzehntelang die Verantwortung für das Katyń-Massaker an 4400 polnischen Militärangehörigen im Jahr 1940 ablehnte. Aber auch der Westen hatte seinen Anteil.
Wilhelm Bauer forscht über die Zukunft der Arbeit. W-Lan und Bluetooth hat er schon in den Neunzigern kommen sehen. Der Innovationsforscher im Gespräch über die nächsten großen Herausforderungen für die Arbeitswelt.
Vor 75 Jahren gaben die Sirenen in Pforzheim das Signal „Akute Luftgefahr“. Es war der folgenreichste Angriff auf eine deutsche Provinzstadt. Drei Zeitzeugen erinnern sich an die Bombennacht.
In Grindelwald im Berner Oberland entsteht das größte Bergbahnprojekt in der Geschichte des alpinen Tourismus. Es ist gleichzeitig eines der umstrittensten.
Für den britischen Sachbuchautor Sinclair McKay war der Luftangriff auf Dresden übertrieben. Die von der AfD genannten Opferzahlen hält er für falsch.
Die Flächenbombardements deutscher Städte sind in Großbritannien schon lange umstritten. Ein neues Buch befeuert die Debatte über die Bewertung des Luftkriegs. Und nicht nur mit diesem Teil ihrer Kriegsgeschichte hadern viele Briten.
Vom früheren sudanesischen Präsidenten Baschir, der sich vor dem Haager Kriegsverbrechertribunal verantworten muss, führt eine direkte Linie zu den Nürnberger Prozessen: Seit damals kann sich zur Rechtfertigung von internationalen Verbrechen niemand mehr auf staatliche Immunität berufen.
Im Februar 1945 verhandeln der sowjetische Diktator, der britische Premier Churchill und der amerikanische Präsident Roosevelt eine Woche lang über die Weltordnung nach dem Sieg über die Nazis. Ihre Beschlüsse wirken bis heute nach.
Bov Bjergs Roman „Serpentinen“ erzählt vom Schwarzen Gott der Depression und von der düsteren Seite der Bundesrepublik. Das Buch hat eine Wucht, die manche Leser vielleicht aus der Kurve tragen könnte.
Wie feiern die Briten ihren Austritt aus der EU? Statt Big Ben läutet der Premier selbst, man verköstigt sich mit eigens gebrautem Brexit-Bier.
Iain Macnab ist seit 2008 Bürgermeister eines Dorfs in Schleswig-Holstein. Wegen des Brexits muss der Schotte nun sein Amt abgeben. Im Interview erklärt er, warum er sich entmündigt fühlt, was er am Brexit-Abend vorhat und warum die EU ein „Misthaufen“ ist.
Die Saison der der Buchsammler und Antiquare beginnt mit den Messen in Stuttgart und Ludwigsburg. Ein Blick auf das Angebot.
Fakten oder Fiktionen? Wer die Serie „The Crown“ für historisch bare Münze nimmt, ist nicht allein, macht aber einen Fehler. Dabei rühmt selbst Drehbuchautor Peter Morgan die Akribie der Recherche.
Der geopolitische Stand des Westens wird nicht leichter. Europa ringt bis heute um seine Balance. Staatskunst wird mehr denn je gebraucht. Fragt sich nur, ob sie in hinreichendem Maße vorhanden ist.
Schäumender Wein macht die Welt schöner, den Verstand flinker, die Torheiten leichter. Deswegen müssten wir Deutschen als Weltmeister im Sekttrinken zu den zufriedensten Menschen gehören. Das ist nicht der Fall.
Natürlich gab es keine Überraschungen im Londoner Unterhaus. Der Brexit-Vertrag wurde in zweiter Lesung gebilligt. Aber nach dem entscheidenden Votum im Januar fangen viele Probleme erst an.
Boris Johnson wirft der BBC Voreingenommenheit vor. Schlecht behandelt fühlt sich aber auch Labour. Die neue Regierung will den Sender auf den Prüfstand stellen und – Gebührenverweigerung entkriminalisieren.
Fakten spielten für Boris Johnson nie eine wesentliche Rolle. Auch nicht in seiner Zeit als Buchautor und Journalist.