Freiheit oder Sozialismus
Rosi Mittermaier siegt, Silvia Sommerlath heiratet, und nach der verlorenen Bundestagswahl geht es bei der CSU in Kreuth hoch her. Theo Waigel war vor 50 Jahren dabei.
Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz laufen die Ermittlungen gegen die linkextremistische Vulkan-Gruppe auf Hochtouren. Da werden Erinnerungen an die RAF wach.
Rosi Mittermaier siegt, Silvia Sommerlath heiratet, und nach der verlorenen Bundestagswahl geht es bei der CSU in Kreuth hoch her. Theo Waigel war vor 50 Jahren dabei.
Seit dem 1. Oktober 1950 prägt der Bundesgerichtshof nicht nur das Recht, sondern auch den gesellschaftlichen Wandel in Deutschland. Ein Rückblick auf zentrale Urteile und ihre Wirkung.
Die RAF führt im Deutschland der Siebziger einen brutalen Mordfeldzug. Niki Stein und Stefan Aust zeigen in ihrem Dokudrama „Stammheim - Zeit des Terrors“ die Verirrung der Täter auf. Ein Kammerspiel im Knast.
Ein Mitglied der Ultras von Eintracht Frankfurt soll nach Ausschreitungen in einer Szene-Zeitschrift zu Gewalt gegen Polizisten aufgerufen haben - mit einem Zitat von Ulrike Meinhof. Nun wurde seine Wohnung durchsucht.
RAF-Terroristen sollen freigepresst werden, Strauß hält Kohl für unfähig, und in der SPD nehmen die Flügelkämpfe kein Ende. Erinnerungen an eine bewegte Zeit – vor fünfzig Jahren.
Hier spuken die Geister von Andreas Baader und Moby-Dick: Niki Stein dreht im Gefängnis in Stammheim einen Film über die RAF – der Setbesuch hinter Gittern wird zur Zeitreise in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.
Eintracht-Fans stehen immer wieder im Fokus, wenn es um Gewalt im Stadion geht. Vorstandsmitglied Philipp Reschke spricht im Interview über die Ultras, das Verhältnis zur Polizei – und wie der Verein es allen Seiten recht machen will.
Angriff der „Schweinebullen“: Die Ultras von Eintracht Frankfurt berufen sich nach der Randale beim Spiel gegen Stuttgart auf RAF-Terroristin Ulrike Meinhof. Sie suggerieren eine Opferrolle.
Weltbild und Selbstverständnis der RAF sowie das Versagen des Staats im Kampf dagegen sind das Thema dieses Romans: Stephanie Barts „Erzählung zur Sache“ erzählt die Terroristinnenjahre von Gudrun Ensslin.
Ernst-Wolfgang Böckenförde sollte über den Atheismus der CDU schreiben und der „Sex-Rummel“ für ein ganzes Heft gut sein: Robert Spaemann und Heinrich Böll konzipierten 1966 eine katholisch inspirierte Kulturzeitschrift für dtv.
Ungewöhnlich reif: Katharina Peter erweitert mit ihrem Debüt „Erzählung vom Schweigen“ die Phalanx der deutschen Familienromane.
Für zwölf Millionen D-Mark wurde in Stuttgart-Stammheim einst eine Mehrzweckhalle für den RAF-Prozess errichtet. Der geschichtsträchtige Ort soll nun einem Haftkrankenhaus weichen.
Die Staatssicherheit der DDR nutzte die Entführung Hanns Martin Schleyers für ihre perfide Desinformationsarbeit aus – und setzte dafür auf die Hilfe eines früheren SS-Manns.
Am 1. Juni 1972 wurden die Terroristen Andreas Baader, Holger Meins und Jan-Carl Raspe verhaftet. Die spektakuläre Aktion in einem Wohnviertel am Dornbusch in Frankfurt beendete die „Mai-Offensive“ der Roten Armee Fraktion.
Zum Prozess gegen die erste RAF-Generation ist schon viel geschrieben worden. Umso beeindruckender ist, was diese Neuerscheinung leistet. Sie macht erstmals die Protokolle des Verfahrens zugänglich und gibt wüste Einblicke.
Auf dass der Terror den Terror schrecke: Die Kunsthalle Mannheim sondiert das Minenfeld der Darstellung von Akten der Gewalt.
Die demokratischen Kräfte müssen angesichts der Klimakrise die Kraft zur tiefgreifenden Systemveränderung entwickeln. Andernfalls ist der Weg in gewalttätige Auseinandersetzungen vorgezeichnet. Ein Gastbeitrag.
Er war Verleger der einflussreichsten Zeitschrift der Studentenrevolte, Mann von Ulrike Meinhof - und zugleich eine Hassfigur für alle aufrechten Linken. Jetzt ist Klaus Rainer Röhl gestorben.
Grüne und Liberale waren lange allerbeste Feinde. Aber wenn zwei langjährige Parteimitglieder wie Ralf Fücks und Karl-Heinz Paqué sich heute zum Kaffee treffen, sieht vieles anders aus.
Immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Stefan Aust erzählt in seiner Autobiographie viel von der jüngsten Vergangenheit und wenig von sich selbst.
Vor den Landtagswahlen durfte sich der CDU-Vorsitzende Armin Laschet bei Sandra Maischberger mit den Fragen des politischen Gegners beschäftigen. Dagegen ist nichts zu sagen – wenn man nur Antworten hätte.
Stefan Aust, Autor des „Baader-Meinhof-Komplex“, früher Chefredakteur des Spiegel, heute Herausgeber der Zeitung Die Welt, hat seine Memoiren geschrieben. Ein Gespräch über Recherche, Relotius, Aktivismus und ihn selbst.
Von Rebellionen auf und neben dem Platz: In „71/72. Die Saison der Träumer“ zeichnet Bernd-M. Beyer ein großartiges Porträt einer aufmüpfigen Gesellschaft. Und um Fußball geht es auch.
In Leipzig übt eine linke Szene seit 30 Jahren Gewalt aus. In der Stadt wird sie geduldet. Warum?
„So was müssen Sie wissen, sonst sind Sie hier nicht mehr lange.“ Aus den Tagebuchaufzeichnungen von Volker Hage über seine Gespräche mit Marcel Reich-Ranicki. Reich-Ranicki wäre am 2. Juni 100 Jahre alt geworden.
Im Mai 1970 gründete sich die „Rote Armee Fraktion“. Geschichte ist sie nicht. Noch immer harren zahlreiche Morde der Aufklärung. Aber die Propaganda verfing niemals. Ein Essay.
Ingeborg Bachmann, Jean Améry, Uwe Johnson und Ulrike Meinhof sind „Die Verunglückten“: Matthias Bormuth versammelt ihre Leidensgeschichten. Und bietet einen Trost an.
Der Film „7 Tage in Entebbe“ erzählt die Geschichte der Flugzeugentführung von 1976. Die Täter waren Linksextremisten aus Frankfurt. Von dort kamen auch andere Terroristen dieser Zeit.
1968 und kein Ende: Der Verleger und frühere SDS-Vorsitzende KD Wolff verspürt auch heute noch Lust gegen die Pressekonzentration oder die durchgeknallten Banken auf die Barrikaden zu gehen.
Noch wurde niemand getötet. Doch die Kaufhaus-Brandstiftung in Frankfurt vor 50 Jahren bereitete die Anschläge und Morde der Roten Armee Fraktion vor.
Der „Tatort“ vom Sonntagabend hat ziemlichen Quatsch über die RAF verbreitet. Der genauen Blick in die Studienakten von Ensslin, Mahler und Meinhof jedoch fördert Interessantes zutage. Ein Gastbeitrag.
Vom RAF-Gründer zum NPD-Anwalt: Horst Mahler sollte wieder wegen Holocaustleugnung ins Gefängnis und trat die Flucht an. Sie endet im ungarischen Sopron – mit einer Festnahme zur Frühstückszeit.
Sinnsuche als Paradox: Der frühere F.A.Z.-Literaturchef und spätere Universitäts-Professor Karl Heinz Bohrer gibt sich in seinem Erinnerungsbuch als Don Quijote der Geistesrepublik.
Die Reaktion der Studienstiftung ist nachvollziehbar, dass sie mit einer wissenschaftlichen Aktenedition auf immer wieder öffentlich erhobene Vorwürfe reagierte, mit öffentlichen Geldern die (späteren) Terroristen Meinhof, Mahler und Ensslin gefördert zu haben.
Der Opernkomponist Verdi kann sich nicht mehr wehren. Seine Bühnenwerke werden munter durch die Zeiten gejagt. Den Phantasien der Regisseure und Bühnenbildner ...
Am 15. Dezember 1972 wurde in dieser Zeitung eine Begebenheit aus dem Prozess gegen Horst Mahler vor dem Berliner Kammergericht geschildert.