Fastfood auf dem Theater
Eine Figur, vier Schauspieler: Oliver Reese bringt in Wien am Theater in der Josefstadt Thomas Bernhards letzten Roman zur Aufführung. Aus dem Textgebirge der „Auslöschung“ macht er ein Stück zum Mitnehmen.
Eine Figur, vier Schauspieler: Oliver Reese bringt in Wien am Theater in der Josefstadt Thomas Bernhards letzten Roman zur Aufführung. Aus dem Textgebirge der „Auslöschung“ macht er ein Stück zum Mitnehmen.
Lange hat man auf eine umfassende Biographie des Schriftstellers Thomas Bernhard gewartet. Manfred Mittermayer hat sich getraut. Aber ist er auch weit genug gesprungen?
Peter Handkes Protest gegen die Selbstgefälligkeit der Gruppe 47 ging in die Literaturgeschichte ein. Was regt den Schriftsteller heute noch auf? Woher kommt die Wut und was wird aus ihr? Ein Gespräch.
Lange hat sich die Nachkriegssoziologie weder mit dem Nationalsozialismus noch mit ihrer Rolle in ihm befasst. Ein neuer Sammelband beendet diese seltsame Abstinenz
Er war der größte Schauspieler Europas, der König, in dessen Bühnenreich die Sonne der Verwandlung nie unterging. Ein genialer Verrückter und Verrücker. Zum Tod von Gert Voss.
Im Anfang war das Wort: Eine Hommage an Thomas Bernhards Lebensromane im Frankfurter Schauspiel, unter Oliver Reeses Regie vorgetragen von fünf fabelhaften Schauspielern.
„Du wirst dich mit den Jahren immer mehr auf Dich verlassen können - ich immer weniger!“ Der Briefwechsel zwischen Thomas Bernhard und Gerhard Fritsch wirft ein neues Licht auf die Anfänge des österreichischen Auslöschungsspezialisten.
Und von Thomas Bernhard träumte: In seinem neuen Prosaband lässt sich Walter Kappacher in die Karten schauen.
So barock ist es selten zugegangen bei den „Schönen Aussichten“ und ihren Diskussionen über literarische Neuerscheinungen.
Sibylle Lewitscharoff erhält den diesjährigen Georg-Büchner-Preis: Eine exzellente Entscheidung für die Literatur und natürlich für den Suhrkamp Verlag. Aber die Akademie handelt sich keine pflegeleichte Gewinnerin ein.
Der Leser ist bei Thomas Bernhard im Grunde immer ein Zuhörer. Er kann nicht ausweichen. Der Ton des Textes trifft ihn, eifersüchtig, obsessiv, unbarmherzig. Eine Liebeserklärung an den Autor und seine großen Sprecher.
Mehr als siebzig Schriftsteller des Suhrkamp Verlags melden sich mit einem Appell zu Wort. Zu ihnen zählen Volker Braun, Tankred Dorst, Durs Grünbein, Christoph Hein, Friederike Mayröcker, Robert Menasse, Judith Schalansky und Uwe Tellkamp.
Siebzig Jahre feiert der Autor Peter Handke: Über durchsichtige Buchstaben, den Briefwechsel mit seinem Verleger, Reisen an die stillsten Orte der Welt und sein vorerst letztes Buch.
Peter Rühmkorfs Buch vereint Kollegenschelte und Kollegenpreis in alphabetischer Reihenfolge von Adorno bis Zuckmayer. Scharfzüngig, polemisch und temperamentvoll.
Claus Peymann sorgte während seiner Zeit am Burgtheater in Wien für Aufsehen. Dreizehn Jahre nach seinem Abgang wurde er jetzt zum Ehrenmitglied des Hauses ernannt.
Im österreichischen Goldegg beginnt am 13. September ein neues Festival für Thomas Bernhard. Im Nachbarort Sankt Veit war der Schriftsteller häufig zu Gast. Der Altbürgermeister Richard Donauer erinnert sich gut an ihn und seinen „Lebensmenschen“.
Das Abitur darf nicht ausfallen, allen Widrigkeiten zum Trotz. Doch so wichtig das jetzt auch ist – was wird man davon in ein paar Jahren noch im Gedächtnis haben? Unser Autor Timo Frasch hat es ausprobiert. Ein Fundstück aus dem Jahr 2012.
Gerd Leo Kuck inszeniert wohltemperiert und mit einigen neuen Zutaten Thomas Bernhards „Ritter, Dene, Voss“, das, 1986 uraufgeführt, inzwischen ein Klassiker ist.
Die Alpenrepublik muss sparen. Betroffen davon ist auch das Thomas-Bernhard-Archiv im oberösterreichischen Gmunden. Wien und Salzburg haben schon die Finger auf den Nachlass augestreckt. Doch wohin es das Archiv verschlagen wird, ist offen.
Das Staatstheater Darmstadt spielt Thomas Bernhards „Theatermacher“ und den „Raub der Sabinerinnen“ als Doppelabend.
Schularbeiten: Unter dem Titel „Motive von Erziehung und Autonomie“ zeigt die Kunsthalle Darmstadt Werke zahlreicher Künstler.
Er aber ist der verrückteste: Ein König, auch wenn er keine Krone auf dem Kopf, ein Dämon, auch wenn er Vernunft im Kopf hat.
Vertikale Überforderung: Sloterdijks „Du musst dein Leben ändern“, theatralisiert in Karlsruhe. Ein Parforceritt von Thomas Bernhard bis Bushido.
Es ist immer das Gleiche. Kaum sitzen wir alle am Tisch, findet einer - nein, diesmal keinen Nazi in der Suppe wie bei Thomas Bernhard. Aber der deutsche Mittagstisch ist auch der Tisch der Atriden: Kaum hat man sich, "sitz gerade!", ...
Thema diesmal: Thomas Bernhard vs Bill Haley, Rumer vs Wanda Jackson, Deutschland vs Italien vs Ringo. Und Köln gegen den Rest.