Ans Meer! Ans Meer!
Poetische Bekenntnisse, faule Ausreden und große Pläne: Die historisch-kritische Stifter-Ausgabe widmet sich nun den Briefen.
Poetische Bekenntnisse, faule Ausreden und große Pläne: Die historisch-kritische Stifter-Ausgabe widmet sich nun den Briefen.
Fest im Satiresattel: Herbert Fritsch inszeniert Thomas Bernhards „Jagdgesellschaft“ als Hüttengaudi. Die ständige Entgleisung des Einzelnen ist dem Regisseur wichtiger als die todbringende Krankheit in uns allen.
Immer wieder Thomas Bernhard: Claus Peymann kauft sich keine Hose, aber geht mit Harald Schmidt essen.
Sie war komisch, derb, zart, und nie hätte man eine ihrer Frauenfiguren zu unterschätzen gewagt: Jetzt ist die Schauspielerin Gertraud Jesserer auf tragische Weise ums Leben gekommen.
Hat der französische Schriftsteller sie bei einem Besuch im Bernhard-Haus vor zwei Jahren womöglich gestohlen, weil sie ihm so gut gefiel? Oder wo ist die Jacke jetzt?
Die Österreich-Beschimpfung als Österreich-Komödie: Claus Peymann und Hermann Beil spielen Thomas Bernhard am Theater in der Josefstadt.
Unbezwinglich zarter Widerspruch des Lebens gegen den Tod: Robert Hunger-Bühler spielt Yasmina Rezas Soloabend „Anne-Marie die Schönheit“ am Theater Freiburg.
Bei ihm gibt es keine halben Torten, und seine Liebe für Wiener Schnitzel wird nur von seiner Liebe zum Theater übertroffen: Dem Dramaturgen Hermann Beil zum achtzigsten Geburtstag.
Von der NZZ über Le Monde oder die New York Times bis hin zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Im „Café Traxlmayr“ in Linz kostet der Kaffee etwas mehr, um das riesige Angebot an Zeitungen zu finanzieren.
Frankfurter Doppelpremiere: Das Schauspiel befragt mit Thomas Bernhards „ Der Theatermacher“ und „Ode“ von Thomas Melle die eigene Zunft nach ihren Grenzen und Gesetzen.
Vorhang auf: An den Frankfurter Städtischen Bühnen wird bald wieder gespielt. Oper und Schauspiel öffnen am 11. Juni nach langer Zwangspause ihre Pforten.
Zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein liegt Bad Sobernheim idyllisch an der mittleren Nahe. Vor hundert Jahren wirkte hier der „Lehmpastor“ Felke. Ein unberührter Wald lädt zu Wanderungen ein mit Blick auf die fernen Hunsrückberge.
Sie ticken ähnlich, sie kennen sich schon ewig, und es gibt Zuschauer, die sie manchmal sogar verwechseln. Jedenfalls, wenn Wolfram Koch spielt und Herbert Fritsch inszeniert. So wie jetzt am Schauspiel Frankfurt, wo die beiden bis Freitag proben.
Das zieht selbst Thomas Bernhard die Lederhose aus: Den Menschen in David Schalkos Untergeher-Parabel „Bad Regina“ fehlt das Unrechtsbewusstseins-Gen.
Ergebenheit im Dienst der Literatur: Der Mediziner Peter Fabjan berichtet von seinem aufopfernden Leben an der Seite Thomas Bernhards und offenbart dessen vampirhafte Züge.
Lukas Kummers Comic „Prinz Gigahertz“ ist ein Grenzgänger in inhaltlicher wie ästhetischer Hinsicht. Und ein Beweis für die verblüffende Erzählfreude seines Schöpfers.
Marcel Reich-Ranicki war ein zivilisatorischer Faktor – in der Literatur und mehr noch in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Ein Gastbeitrag.
Seinen Autoren war er ein Literaturdiener auf Augenhöhe. Sein letztes Lebensjahr hätte von Thomas Bernhard erfunden werden können. Zum Tod des Suhrkamp-Cheflektors und Literaten Raimund Fellinger. Ein Gastbeitrag.
Mit dem Cheflektor des Suhrkamp-Verlags, Raimund Fellinger, ist einer der ganz Großen des deutschen Literaturbetriebs gestorben. In die Öffentlichkeit drängte es ihn nicht, aber er wirkte mit an Werk und Nimbus einiger der berühmtesten Schriftsteller.
In Munderfing werden die Gedichte des österreichischen Dichters Thomas Bernhard gedruckt und vertrieben. Warum der Verleger Heiner Gann jetzt auch „individualisierte Gesichtsschilder“ verkauft.
Die Longlist des Deutschen Buchpreises hat ein prägendes Thema: das Dorf. Warum ist die Provinz so inspirierend für die neue Literatur? Eine kursorische Lektüre.
Hier liest man sich gerne fest: Karlheinz Brauns Erinnerungsbuch macht die deutsche Bühnen- und Kulturgeschichte von 1945 bis heute lebendig.
Ein schönes Déjà-vu auf den Bühnen von Paris: André Dussollier, Sami Frey und André Marcon bestreiten drei Soloabende mit Bernhard, Beckett und Baricco.
Im Familienhöllenkessel mit Johann Nestroy und Thomas Bernhard: Christoph Marthaler inszeniert „Häuptling Abendwind“, Karin Henkel „Die Übriggebliebenen“ im Schauspielhaus Hamburg. Eine Choreographie der Niedertracht.
Von Thomas Bernhard über das „Grableuchten“ bis zur Luxuskonservierung: Gedanken eines Totengräbers über das menschliche Verschwinden. Ein Gastbeitrag.
Eine Frage der Suada: Thomas Bernhards Bücher bewähren sich auch als Vorlagen für Comics. Jetzt kam erstmals ein anderer Zeichner als Nicolas Mahler zum Zuge – und ein anderer Verlag als Suhrkamp.
Metzger aus Osteuropa sind überfordert, Tiere bluten bei Bewusstsein aus – und das unter den Augen amtlicher Veterinäre. Was sind die Folgen des Schlachthof-Skandals?
Nicolas Mahler hat die berückendste Hommage an den japanischen Monsterfilm gezeichnet, die sich denken lässt. Sein Comic „Das Ritual“ überzeugt auf allen Ebenen – und das sind viele!
Thomas Bernhard leidet, Königin Luise bittet den Gatten: Vorschau auf die Auktion bei der Autographenhandlung J.A. Stargardt in Berlin
Yasmina Reza sagt von sich selbst: „Die Literatur hat mir nichts beigebracht, oder: sie hat mir alles beigebracht“. Im F.A.Z.-Interview spricht die Schriftstellerin über die Lektüren ihres Lebens – und eine unverständliche Algebra-Aufgabe.
Netzwerk des Schmerzes: Michael Krüger liest W.G. Sebalds „Austerlitz“ über die Schicksalsspur eines Holocaust-Überlebenden
Sie erklärte sich für ausgeschrieben und gab ihre späten Gedichte nicht mehr frei. Nun erscheint die nachgelassene Lyrik der großen Christine Lavant – ungeschützte, radikale „Lästergebete“.
Josef Hader über radikale Kabarett-Programme, Vorbilder von Woody Allen bis Dieter Hildebrandt, schlechte Schauspieler und seinen neuen Film „Wilde Maus“.
Andreas Maier ist beim fünften Roman seines angeblich auf elf Teile angelegten autobiographischen Zyklus angelangt. „Der Kreis“ bringt eine ästhetische Wende ins Geschehen und ändert damit alles.
Dieses Gedicht aus dem Jahr 1963 ist eines der letzten von Thomas Bernhard. Die ruhigen Verse über den Verlust der Mutter sind für den Dichter ein doppelter Einschnitt.
Wie feiert man einen toten, ohnehin zu Lebzeiten schon immer schlechtgelaunten Dichter? Suhrkamp macht es vor: Mit Wein und Essigwurst.